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Überwachsen

28.05.2021

Vom Schluchzen, ins Moor hinabgeronnen,
blieb noch der Tau, glänzt noch der Schaum
am Moos, besamt von feuchten Sonnen.
Zum Spiegel gehe, sage „Traum!“

Kristalle träufelnd, grüne Vase,
die blasse Lilie flüstert trunken,
wie dunkel ist von Duft Ekstase,
wenn mir das weiche Lid gesunken.

Vertrocknet in den Mumienfalten,
Milchflocken, Bienen, Seelenflusen,
der Schmerzachat im Schlaf gespalten,
Blutstropfen in den Dämmerdrusen.

Von Harz umflossene Libelle,
im Bernsteintropfen eingeschreint.
Gesanges überwachsene Quelle
hat in der Nacht umsonst geweint.

 

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