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Flaum von Wahngefieder

17.02.2026

Wie fern klang, was du selbst gedacht,
kam es aus fremdem Munde.
Der Purpur, der aus Wolken rann,
troff wie aus eigner Wunde.

Die Blume mit dem samtenen Saum
verblich, und hast berührt sie kaum.

Was du als Leben dir erzählt,
enthielt das Buch der Mythen.
Die dir den dunklen Pfad erhellt,
Sternbilder, sie verglühten.

Fahl zog ein Kiel Schaum übers Meer.
Ihm sahst du lange hinterher.

Was du gesungen vor dich hin,
stand schon im Lied der Lieder.
Wie du hat Leda einst gefühlt,
Flaum war’s von Wahngefieder.

Gesang, als sprengte er den Wall,
dein Puls war es, sein Widerhall.

 

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