Bleib menschlich nicht in allen Dingen
Bleib menschlich nicht in allen Dingen,
sei Nacht, suchst du nach Sternenlicht,
Fontäne werde, heller aufzusingen,
Adonisflamme röte dein Gesicht.
Die Menschenform ist starr geworden,
daß Himmels Blitze sie zerspalten,
in grünes Sprühen wandere nach Norden,
nach Süden, dich wie Malven zu entfalten.
Das Wort ward trüben Fühlens Schleier,
mag Gottes Sturm ihn von dir reißen,
mit Adlerblicken siehst du freier,
wie unter dir die Ströme gleißen.
Verwandle dich, wenn Nachtluft bringt
dir Traumaromen ferner Meeresgärten,
in einen Flötenton, der höher schwingt
als dumpfer Hörnerklang von Schmerzgefährten.
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