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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Oct 2026 23:02:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Böse Dreizeiler</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 22:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>ἐξ ὧν δὲ ἡ γένεσίς ἐστι τοῖς οὖσι, καὶ τὴν φθορὰν εἰς ταῦτα γίνεσθαι κατὰ τὸ χρεών· διδόναι γὰρ αὐτὰ δίκην καὶ τίσιν ἀλλήλοις τῆς ἀδικίας κατὰ τὴν τοῦ χρόνου τάξιν Anaximander Deutsche Version nach Hermann Diels: Woraus aber das Entstehen ist für die seienden Dinge, in das hinein erfolgt auch ihr Untergang nach der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/boese-dreizeiler/">Böse Dreizeiler</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>ἐξ ὧν δὲ ἡ γένεσίς ἐστι τοῖς οὖσι,<br />
καὶ τὴν φθορὰν εἰς ταῦτα γίνεσθαι<br />
κατὰ τὸ χρεών· διδόναι γὰρ αὐτὰ δίκην<br />
καὶ τίσιν ἀλλήλοις τῆς ἀδικίας κατὰ τὴν τοῦ χρόνου τάξιν<br />
</em>Anaximander</p>
<p>Deutsche Version nach Hermann Diels:<br />
<em>Woraus aber das Entstehen ist für die seienden Dinge, in das hinein erfolgt auch ihr Untergang nach der Notwendigkeit; denn sie zahlen einander Strafe und Buße für ihre Ungerechtigkeit nach der Anordnung der Zeit.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als würde gemäß Anaximanders Spruch<br />
für jeden Juden, der ins Gas gegangen,<br />
einer Deutschen Leibesfrucht zerschnitten.</p>
<p>*</p>
<p>Wort, das noch nicht geschändet ward,<br />
würgt die Hand des Rächers so lang,<br />
bis seinen Sinn es widerruft.</p>
<p>*</p>
<p>Der Name wird umzäumt mit einem Dildo<br />
und ärschlings zum Analverkehr gepeitscht,<br />
denn, freilich, zeugen, zeugen kann er nicht.</p>
<p>*</p>
<p>Geht es um Kopf und Kragen, des Lebens Ernst,<br />
um den Erhalt, Verfall des Vaterlands,<br />
hörst süßlich du ein hübsches Püppchen plappern.</p>
<p>*</p>
<p>Hier wälzen Dichter den kahlen Brocken Wort,<br />
der auf des Gipfels Sinn nicht will verharren,<br />
und nieder stürzt er, Wirrwarr aufzuwühlen.</p>
<p>*</p>
<p>Hier schöpft Pseudo-Sappho ins lecke Faß<br />
Ungereimtes mit durchlöchertem Slip,<br />
und jeder grinst, der in die Pfützen latscht.</p>
<p>*</p>
<p>Firmen, Schulen, Ämter: Man wird dreist geduzt,<br />
als leimten sie wieder die Volksgemeinschaft.<br />
Wer siezt, gilt als Rebell, als Volksverräter.</p>
<p>*</p>
<p>Die Wahrheit verzeihen sie dem Dichter nie:<br />
Genie ist Hypersensitivität,<br />
ist Geist, hochpotenziert durch Phantasie.</p>
<p>*</p>
<p>Zwerg Dichter träumt vom Vers als Explosion,<br />
daß Funken sprühen in der Väter Haus<br />
und er die Asche schmeckt wie schwarzen Mohn.</p>
<p>*</p>
<p>Weil Denken hieß ihn schleudern einen Stern,<br />
daß aus dem Abgrund unser Dasein leuchte,<br />
hielt sich die Schickeria von ihm fern.</p>
<p>*</p>
<p>Die mönchisch sich zur Höraskese zwingen,<br />
zur Sühne tun sie’s, für die Ahnen,<br />
des Teufels ist, wer schön wie sie mag singen.</p>
<p>*</p>
<p>Der einsam wandelte auf jähem Grat,<br />
wo wirbelnd alle Grenzen Schnee verwischte,<br />
fiel, weißer Mohn, anheim des Bacchus Mahd.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Den Entwurzelten ein Rätsel</title>
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		<comments>http://www.luxautumnalis.de/den-entwurzelten-ein-raetsel/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 22:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Den Entwurzelten ein Rätsel philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit blumiger Lippe auszutönen, wäre kapriziös, dachte sich der Donner, als unter seine Wolke die Morgenröte war geschlüpft. * Als der Schnee mehr wollte sein als Schnee, legte er sein keusches Linnen auf der Morgenröte Bett, und siehe da, es begann zu glühen. * Daß diese Landschaft sich in grünen Versen sagt, Veilchen weckt, damit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/den-entwurzelten-ein-raetsel/">Den Entwurzelten ein Rätsel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit blumiger Lippe auszutönen,<br />
wäre kapriziös, dachte sich<br />
der Donner, als unter seine Wolke<br />
die Morgenröte war geschlüpft.</p>
<p>*</p>
<p>Als der Schnee mehr wollte sein als Schnee,<br />
legte er sein keusches Linnen<br />
auf der Morgenröte Bett,<br />
und siehe da, es begann zu glühen.</p>
<p>*</p>
<p>Daß diese Landschaft sich in grünen Versen sagt,<br />
Veilchen weckt, damit sie ihnen Wehmut hauchen,<br />
Nachtigallen in das Laub des Dämmers lockt,<br />
Gold der Sage läßt in Eichen rauschen,<br />
doch jene in Zypressen schwärzlich lodert,<br />
damit die Ode steigt in blauem Rauch,<br />
Elegien mit dem Dorn der Rose ritzt<br />
und arkadisch seufzt mit blassen Lippen –<br />
den Entwurzelten ein Rätsel immerdar.</p>
<p>O die Landschaft, die sich treue Dichter zeugt,<br />
deren Verse Herzen haben, Adern,<br />
wo der Blutstrom ihrer Sonne singt.</p>
<p>Daß der Reim wie Tropfen glänzt im Norden,<br />
zitternd an den Wimpern scheuen Blicks,<br />
reimlos, aber innig Vers an Vers sich schmiegt<br />
an den Küsten, wo die Winde salzig wehen,<br />
daß der Vates wie in lichte Tempelfriese<br />
Verse skulpturiert mit feinem Stil,<br />
und die Ferne nahe rückt in Sterngesängen,<br />
aber Wasser schöpft in Liedes Krüge,<br />
lechzende Gefühle zu besprengen,<br />
Ferne sucht im tiefen Blick der Barde –<br />
den Entwurzelten ein Rätsel immerdar.</p>
<p>O die Landschaft, die sich treue Dichter zeugt,<br />
deren Verse Herzen haben, Adern,<br />
wo der Blutstrom ihrer Sonne singt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verloren für die Flamme, das Leuchten der Wolke</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/verloren-fuer-die-flamme-das-leuchten-der-wolke/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 22:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Verloren für die Flamme das Leuchten der Wolke philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was ich traure, weiß ich nicht, es ist unbekanntes Wehe. Eduard Mörike &#160; War es nicht seliges Flackern an Gräbern, im Moose der Nacht der Flamme Gedenken, war es nicht vorüberwandelnd ein Antlitz, das wie Himmelsblau auftat das Auge? Und du wolltest eher liegen im Erdreich, verloren für die Flamme, das Leuchten der Wolke, nicht [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/verloren-fuer-die-flamme-das-leuchten-der-wolke/">Verloren für die Flamme, das Leuchten der Wolke</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Was ich traure, weiß ich nicht,<br />
es ist unbekanntes Wehe.</p>
<p>Eduard Mörike</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>War es nicht seliges Flackern an Gräbern,<br />
im Moose der Nacht der Flamme Gedenken,<br />
war es nicht vorüberwandelnd ein Antlitz,<br />
das wie Himmelsblau auftat das Auge?</p>
<p>Und du wolltest eher liegen im Erdreich,<br />
verloren für die Flamme, das Leuchten der Wolke,<br />
nicht mehr fühlen, wie jeder Augenblick<br />
zum Abgrunde fortreißt den nächsten.</p>
<p>War es nicht Glanz auf blassender Wange,<br />
der hinabrann wie Tau unterm Monde,<br />
nicht ferner Quellen heimliches Seufzen,<br />
wenn Schauer der Schilfe sie weckten?</p>
<p>Und doch wolltest du unter der Glocke<br />
bläulichen Eises dämmern und schlafen,<br />
nicht mehr hören, wie zwischen Kissen<br />
klatschender Wogen Schreie erstickten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Im Erinnerungsverlies</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-erinnerungsverlies/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 22:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im Erinnerungsverlies philophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Stapel von Büchern, ungelesen, rauchversehrt, noch einzuordnen, auf langem alten Tisch aus Eiche. Man sieht die Maserung des Lebens, von scharfer Beize blinde Augen. O in grüner Krone Gold gewiegt das Genist von Hähern, Finken, Tauben. Auf dem Parkett, ringsum auf Stühlen, in einen dumpfen Schlaf entrückt, kein Gast kommt mehr, sie aufzuwecken, Stöße von [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-erinnerungsverlies/">Im Erinnerungsverlies</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stapel von Büchern, ungelesen,<br />
rauchversehrt, noch einzuordnen,<br />
auf langem alten Tisch aus Eiche.<br />
Man sieht die Maserung des Lebens,<br />
von scharfer Beize blinde Augen.</p>
<p>O in grüner Krone Gold gewiegt<br />
das Genist von Hähern, Finken, Tauben.</p>
<p>Auf dem Parkett, ringsum auf Stühlen,<br />
in einen dumpfen Schlaf entrückt,<br />
kein Gast kommt mehr, sie aufzuwecken,<br />
Stöße von Papieren, noch abzuheften,<br />
gepreßt von falben Kieselsteinen.</p>
<p>O Äonen, da sie rund geschliffen<br />
heller Wellen lang verstummtes Rauschen.</p>
<p>Und eingesperrt von dumpfer Angst<br />
in sein Erinnerungsverlies,<br />
wo keine Fenster offenstehen,<br />
in stille Bläue zu entrinnen,<br />
der mit sich selber spricht, der Greis.</p>
<p>O die Schreie, die nach Fernen schluchzen,<br />
Kranichschwärme, die gen Süden ziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Dichter mit vernähten Lippen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dichter-mit-vernaehten-lippen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dichter-mit-vernaehten-lippen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 22:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dichter mit vernähten Lippen philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Leg dich hier aufs Moos, der Tag war lang,“ sprach zu ihm die Nacht und strich die Salbe süßen Dufts auf seine mürben Lippen, „ich kühle deinen Schmerz mit feuchten Funken, die aus den Krügen der Erinnerung tropfen. Mein Hauch erweicht den Kontur harter Dinge und meiner Nachtigallen trunknes Lied trägt dich hinan ins grenzenlose [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dichter-mit-vernaehten-lippen/">Dichter mit vernähten Lippen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Leg dich hier aufs Moos, der Tag war lang,“<br />
sprach zu ihm die Nacht und strich die Salbe<br />
süßen Dufts auf seine mürben Lippen,<br />
„ich kühle deinen Schmerz mit feuchten Funken,<br />
die aus den Krügen der Erinnerung tropfen.<br />
Mein Hauch erweicht den Kontur harter Dinge<br />
und meiner Nachtigallen trunknes Lied<br />
trägt dich hinan ins grenzenlose Dunkel,<br />
wo ich dir sanfter Träume stille Schimmer,<br />
Plejaden und der Venus Kuß entzünde.<br />
O schlafe lang, verträum den faden Tag,<br />
ich kehre bald mit glitzernden Netzen wieder,<br />
aufs jenseitige Ufer dich emporzuziehen.“</p>
<p>Spät ist er aufgewacht, von einem Stich<br />
in das betäubte Herz. Mit den Zangen<br />
eines feurigen Krebses packte ihn<br />
der Tag und schleppte ihn zu einem Platz,<br />
wo wächserne Masken um ein Erdloch drängten,<br />
darein ließ er den Todesbleichen fallen.<br />
„Du hast genug geschlafen, wüst geträumt,“<br />
sprach die Maske mit dem goldenen Horn,<br />
„doch dein Vers keimt nicht im Tageslicht,<br />
hat keine Wurzeln, Lebenssaft zu saugen,<br />
er ist nur Spiegel nächtlichen Geflimmers.<br />
Da er die Frucht nicht trägt, die unser Dasein<br />
versüßen kann, Kraft unsrer Mühsal gibt,<br />
mußt du für immer schweigen.“ Und er nahm<br />
die blitzende Nadel, den unlösbaren Faden,<br />
ein Meisterschüler grauer Schicksalsnornen,<br />
und nähte ihm die blassen Lippen zu.<br />
Er lag in diesem Loch, und zugeschaufelt<br />
hat Wind es gnädig mit des Glutherds Aschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Unser ist der Tau</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/unser-ist-der-tau/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2026 22:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Unser ist der Tau philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das ungeschminkte Antlitz bleibe rein, die Blicke in Absencen flackernd. Schließt Wimpergeißelschlag das weiche Lid, tun auf sich Lippen, Purpurfrüchte. Unbetreten blüht der Anmut Schnee auf Gipfeln ferner Sterngesänge. Noch wächst der schmerzlich blitzende Kristall und sprengt des Abgrunds schwarze Rippen. Doch unser ist der Tau, im Abendlicht auf dunklen Wortes Moose rinnend, dir sanft [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unser-ist-der-tau/">Unser ist der Tau</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das ungeschminkte Antlitz bleibe rein,<br />
die Blicke in Absencen flackernd.<br />
Schließt Wimpergeißelschlag das weiche Lid,<br />
tun auf sich Lippen, Purpurfrüchte.</p>
<p>Unbetreten blüht der Anmut Schnee<br />
auf Gipfeln ferner Sterngesänge.<br />
Noch wächst der schmerzlich blitzende Kristall<br />
und sprengt des Abgrunds schwarze Rippen.</p>
<p>Doch unser ist der Tau, im Abendlicht<br />
auf dunklen Wortes Moose rinnend,<br />
dir sanft die Silberlocke bauschend Hauch<br />
von lang versunkenen Sommergärten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unser-ist-der-tau/">Unser ist der Tau</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gereimter Zwiespalt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gereimter-zwiespalt/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 22:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gereimter Zwiespalt philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36676</guid>
		<description><![CDATA[<p>Und was zu tuen kündet Morgenlicht? Nichts weiter als des Tages Pflicht. * Was noch sagen, scheint alles schon gesagt? Das Innerste hat noch kein Wort erjagt. * Und wenn der Jugend Sonnen sinken? Duinos Abendröte trinken. * Und fahlen Träume, werden wirr? Mit Versen, hellen Flügeln, schwirr. * Mir scheint, daß keine Quelle rausche. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gereimter-zwiespalt/">Gereimter Zwiespalt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Und was zu tuen kündet Morgenlicht?<br />
Nichts weiter als des Tages Pflicht.</p>
<p>*</p>
<p>Was noch sagen, scheint alles schon gesagt?<br />
Das Innerste hat noch kein Wort erjagt.</p>
<p>*</p>
<p>Und wenn der Jugend Sonnen sinken?<br />
Duinos Abendröte trinken.</p>
<p>*</p>
<p>Und fahlen Träume, werden wirr?<br />
Mit Versen, hellen Flügeln, schwirr.</p>
<p>*</p>
<p>Mir scheint, daß keine Quelle rausche.<br />
Der Seele Fenster öffne, lausche.</p>
<p>*</p>
<p>Mir ist, als ob die Leere gähne.<br />
Pflück Sterne aus Ophelias Mähne.</p>
<p>*</p>
<p>Wie sind die Stunden monoton.<br />
Sieh, Rose prunkt bei dunklem Mohn.</p>
<p>*</p>
<p>Was immer ich auch gab, nichts kam zurück.<br />
So gib dich selber hin, dann quillt das Glück.</p>
<p>*</p>
<p>Jedes Wort ist leck, hat einen Riß.<br />
So strömt ein Licht in deine Finsternis.</p>
<p>*</p>
<p>Mir scheint, ich bin im Kreis gegangen.<br />
Tanz Reigen kühn mit deinem Bangen.</p>
<p>*</p>
<p>Wenn ich nur wüßte, was ich will.<br />
Das nächste Beste macht dich still.</p>
<p>*</p>
<p>Die Rose welkt, ihr Duft verweht.<br />
Den Mönch sieh, der am Abgrund steht.</p>
<p>*</p>
<p>Klafft zwischen Liebenden nicht auch die Leere?<br />
Nein, Ferne, daß an beiden Sehnsucht zehre.</p>
<p>*</p>
<p>Was soll’s, mit leeren Händen warten.<br />
Pflück Früchte ihr in Goethes Garten.</p>
<p>*</p>
<p>Ich fühle Schnee in trüben Lüften.<br />
Bald leuchtet er auf stillen Triften.</p>
<p>*</p>
<p>Grab der Leib, die Seele Dunst.<br />
Sie spricht nur aus verleibter Kunst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gereimter-zwiespalt/">Gereimter Zwiespalt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein Bündel Schreie</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ein-buendel-schreie/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 22:36:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Bündel Schreie philosophische Gedichte lyrische Gediche]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein Bündel Schreie, gebahrt auf kalte Mosaike. Patria potestas, nur ihr fiel zu das Recht, den Säugling aufzuheben, wenn sie unversehrt ihn fand an Händen, Haut und Rippen. Der aber mit dem Makel, dem Stigma an der Stirn, dem gespaltenen Munde wurde ausgesetzt, geworfen auf den Dung. So wurde Roma groß, durch Züchtigung und Züchtung, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ein-buendel-schreie/">Ein Bündel Schreie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bündel Schreie,<br />
gebahrt auf kalte Mosaike.</p>
<p>Patria potestas,<br />
nur ihr fiel zu das Recht,<br />
den Säugling aufzuheben,<br />
wenn sie unversehrt ihn fand<br />
an Händen, Haut und Rippen.</p>
<p>Der aber mit dem Makel,<br />
dem Stigma an der Stirn,<br />
dem gespaltenen Munde<br />
wurde ausgesetzt,<br />
geworfen auf den Dung.</p>
<p>So wurde Roma groß,<br />
durch Züchtigung und Züchtung,<br />
so weckten Norden auf und Süden<br />
dumpfen Schrittes die Legionen<br />
und muskulöser Arme Schlag<br />
aufs gnadenlose Erz der Schilde.</p>
<p>Doch jene mit dem Segensblick,<br />
geläutert durch die heilige Passion,<br />
strich nachts durch öde Gassen<br />
und hob empor, die noch gewimmert,<br />
und hüllte sie mütterliche Gaze,<br />
duftend vom Hauch der Blüten<br />
auf Jesaias Au herabgeweht.</p>
<p>Nachdem Prophetenluft verscheucht<br />
ein Fäulnisbrodem,<br />
den sie Freiheit nennen<br />
und meinen wildes Leben,<br />
der Zeuger herabsank<br />
zum Samenspender,<br />
Chimären mit Bart und Brüsten<br />
Götzen wurden,<br />
nunmehr herrscht,<br />
wir wissen’s zur Genüge,<br />
materna potestas,<br />
nicht anders wählend<br />
und verwerfend<br />
als die väterliche Roms.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Wolken, Herden, Völker</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wolken-herden-voelker/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wolken-herden-voelker/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 22:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wolken Herden Völker philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36648</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wolken, Herden, Völker, vom Sturm gepeitscht, vom Gesang des Quells betäubt, von Götzenbildern überschattet. Und du darin ein Tropfen, ein Dunst der Angst, ein Fetzen Abendrot. Und du darin ein dumpfes Blöken, ein Stoßen heißen Horns, ein abgeschabtes Fell. Und du zuletzt die Niemandsträne, ins Nichts gewölbte Brust, die ausgeseufzte Lippe. Unverhofft ist, gnadenlos Vorübergang [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wolken-herden-voelker/">Wolken, Herden, Völker</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wolken, Herden, Völker,<br />
vom Sturm gepeitscht,<br />
vom Gesang des Quells betäubt,<br />
von Götzenbildern überschattet.</p>
<p>Und du darin ein Tropfen,<br />
ein Dunst der Angst,<br />
ein Fetzen Abendrot.</p>
<p>Und du darin ein dumpfes Blöken,<br />
ein Stoßen heißen Horns,<br />
ein abgeschabtes Fell.</p>
<p>Und du zuletzt die Niemandsträne,<br />
ins Nichts gewölbte Brust,<br />
die ausgeseufzte Lippe.</p>
<p>Unverhofft ist, gnadenlos<br />
Vorübergang und Wandel,<br />
Cirrus, Cumulus und Stratus.</p>
<p>Der Herden Wanderung durchs Grasland,<br />
und Staub aufwirbelnd<br />
der Steppen scharfer Durst.</p>
<p>Herden, vom Fels herabgestürzt,<br />
verirrt im Labyrinth des Schnees,<br />
dahingerafft von Seuchen.</p>
<p>Der Völker Drang, dämonisch-dunkel,<br />
nach fremden Küsten, süßem Hauch von Inseln,<br />
wo Wunderfrucht im Dämmerlaube glüht.</p>
<p>Völker, umweht von Hochsinns fleckenlosen Blüten,<br />
im Fäulnisschlamm der Niedertracht versunken,<br />
erschlagen von zerborstnem Götzenbild.</p>
<p>Wolken,<br />
sie bleiben,<br />
und die weichen Schatten,<br />
die sie auf der Erde starres Antlitz werfen.</p>
<p>Wolken,<br />
sie bleiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Blüten, Augen, Ranken, Rippen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/blueten-augen-ranken-rippen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/blueten-augen-ranken-rippen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 22:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Blüten Augen Ranken Rippen philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Blüten, aufgetupftes Rouge, zu locken ein Gesumm aus träger Sommerglut. Und es schneit wie trunkne Flocken auf der Pagodenblume Hut. Die deutschen Albtraums Asche trübte, Augen, im Louvre sind sie aufgewacht, aus den Poussins sich stilles Licht zu saugen, zu leuchten mit La Tour zur Nacht. Krone, zart, auf zartem Stil zu schwanken, wird vom [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/blueten-augen-ranken-rippen/">Blüten, Augen, Ranken, Rippen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Blüten, aufgetupftes Rouge, zu locken<br />
ein Gesumm aus träger Sommerglut.<br />
Und es schneit wie trunkne Flocken<br />
auf der Pagodenblume Hut.</p>
<p>Die deutschen Albtraums Asche trübte, Augen,<br />
im Louvre sind sie aufgewacht,<br />
aus den Poussins sich stilles Licht zu saugen,<br />
zu leuchten mit La Tour zur Nacht.</p>
<p>Krone, zart, auf zartem Stil zu schwanken,<br />
wird vom Plebejer Wind geköpft.<br />
An Friedhofsmauern dunkeln Efeuranken,<br />
von langen Tags Geseufz erschöpft.</p>
<p>Die süßes Lallen purpurn schwellte, Lippen,<br />
verblassen vor dem Abendrot.<br />
Ein Schalk klopft Verse auf der Venus Rippen.<br />
Ist Eros es, ist es der Tod?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die zitternde Schrift</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-zitternde-schrift/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-zitternde-schrift/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 22:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die zitternde Schrift philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36637</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die flüchtigen Tupfen von Pfoten im Schnee kann dir das eigene Bangen leicht deuten. Wie aber die wogende Linie des Winds, die zitternde Schrift in den herbstlichen Gräsern? Das Quieken der Maus in den Fängen des Aars versteht dein Herz, das von Schatten gewürgte. Was aber singt eines Orpheus Haupt, getrennt vom Herzschlag hellenischen Liedes? [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-zitternde-schrift/">Die zitternde Schrift</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die flüchtigen Tupfen von Pfoten im Schnee<br />
kann dir das eigene Bangen leicht deuten.</p>
<p>Wie aber die wogende Linie des Winds,<br />
die zitternde Schrift in den herbstlichen Gräsern?</p>
<p>Das Quieken der Maus in den Fängen des Aars<br />
versteht dein Herz, das von Schatten gewürgte.</p>
<p>Was aber singt eines Orpheus Haupt,<br />
getrennt vom Herzschlag hellenischen Liedes?</p>
<p>Du kannst ihn lesen, den Spruch auf dem Grab,<br />
unterm Flechtwerk der Schatten erglüht noch die Rose.</p>
<p>Wie aber sammelst Blüten du wieder ein,<br />
gestern von Eros gepflückt, heute von Eros zertreten?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Perlen, Blüten, Aschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/perlen-blueten-aschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/perlen-blueten-aschen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2026 22:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Perlen Blüten Aschen philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36633</guid>
		<description><![CDATA[<p>Träume, Perlen, die herab am nächtlichen Fenster rannen, zitternd unterm Glanz des Monds. Und du wähntest, wach zu sein, als sie wässrig blitzten, Tau im Morgenstrahl. Worte, Blüten, wie sie dir sanfte Hände streuten auf den Saum des Schlafs. Und schon hörtest Seufzen du in erschrockenen Flocken schwermutblauen Schnees. Geister, Aschen, schwebend über Dämmerbrachen ohne [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/perlen-blueten-aschen/">Perlen, Blüten, Aschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Träume, Perlen, die herab<br />
am nächtlichen Fenster rannen,<br />
zitternd unterm Glanz des Monds.</p>
<p>Und du wähntest, wach zu sein,<br />
als sie wässrig blitzten,<br />
Tau im Morgenstrahl.</p>
<p>Worte, Blüten, wie sie dir<br />
sanfte Hände streuten<br />
auf den Saum des Schlafs.</p>
<p>Und schon hörtest Seufzen du<br />
in erschrockenen Flocken<br />
schwermutblauen Schnees.</p>
<p>Geister, Aschen, schwebend<br />
über Dämmerbrachen<br />
ohne Hoffnung auf ein Grab.</p>
<p>Eine Wunde klafft dein Wunsch,<br />
daß ein Kuß sie schließe,<br />
heiß vom Abschiedsschmerz.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Augen, Stimmen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/augen-stimmen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/augen-stimmen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 22:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Augen Stimmen philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36628</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die noch einmal konnten jäh entkommen, staunend schauen sie aus irdnen Höhlen, bangen Daseins feuchte Gluten, Augen. Weiße Federn, wie sie Feen schütteln aus den Kissen aufgeplatzter Träume, ein Gestöber heißen Schlummers, Stimmen. Schweigend sagen sie gleich tiefen Teichen, von des Schilfes Wimpern überzittert, Durst der Flamme löschen grüne Augen. Die sich still im Laub [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/augen-stimmen/">Augen, Stimmen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die noch einmal konnten jäh entkommen,<br />
staunend schauen sie aus irdnen Höhlen,<br />
bangen Daseins feuchte Gluten, Augen.</p>
<p>Weiße Federn, wie sie Feen schütteln<br />
aus den Kissen aufgeplatzter Träume,<br />
ein Gestöber heißen Schlummers, Stimmen.</p>
<p>Schweigend sagen sie gleich tiefen Teichen,<br />
von des Schilfes Wimpern überzittert,<br />
Durst der Flamme löschen grüne Augen.</p>
<p>Die sich still im Laub des Mondes schwangen,<br />
quellen auf wie sterngeweckte Brunnen,<br />
dunklen Schmerzen Licht zu gießen, Stimmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/augen-stimmen/">Augen, Stimmen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das unbewohnbare Haus</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-unbewohnbare-haus/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-unbewohnbare-haus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 22:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das unbewohnbare Haus philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36619</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dort ist die Grenze, Moos der Nacht. Er dreht sich nicht mehr um. Das Rauschen kahler Halme nimmt ihn schon auf, dahinter das tiefere, wo träg die Nebel lasten auf angstumschilftem Fluß, das Schweigen. „So verstummt“, sprach sie, „dies Leben, als würde es zum Bild, zerkratzt von dürrer Sehnsucht Nägeln, übertüncht von Träumen, Aschen.“ Hier [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-unbewohnbare-haus/">Das unbewohnbare Haus</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort ist die Grenze, Moos der Nacht.<br />
Er dreht sich nicht mehr um.<br />
Das Rauschen kahler Halme<br />
nimmt ihn schon auf,<br />
dahinter das tiefere,<br />
wo träg die Nebel lasten<br />
auf angstumschilftem Fluß,<br />
das Schweigen.</p>
<p>„So verstummt“, sprach sie, „dies Leben,<br />
als würde es zum Bild,<br />
zerkratzt von dürrer Sehnsucht Nägeln,<br />
übertüncht von Träumen,<br />
Aschen.“</p>
<p>Hier schwingt die Tür ins Heimatlose.<br />
Sie geht noch einmal durch den Flur,<br />
wo unter ihr die Blätter rascheln,<br />
die spöttisch Herbst hereingeweht,<br />
und über ihr ein Schwalbennest vertrocknet,<br />
öd wie ihr ausgeseufzter Schoß.</p>
<p>„Dies Haus“, sprach er, „ist unbewohnbar<br />
wie der Schwermut wächserne Haut,<br />
die unser Atem aufgerissen,<br />
der leise schwoll vom Rauch des Lichts<br />
und höher noch vom wehen Duft<br />
der Sommernacht.“</p>
<p>Überwuchert auch das Haus<br />
Gestrüpp der Dämmerungen,<br />
das Schilf biegt sich wie einst<br />
sanft im Morgenwind<br />
und Wellen schäumen an der Stirne<br />
reiner Gegenwart.</p>
<p>Ein Fremder kam<br />
von versunkenen Blüteninseln<br />
und reinigte die Schwelle<br />
mit seiner salzgegerbten Hand.<br />
Er lehnt am offnen Fenster<br />
der aufgeklarten Sicht.</p>
<p>Bist du es, Dichter,<br />
der ein neues Bleiben singt,<br />
das heiter sich wie Lauben wölbt,<br />
Tauglanz tropfende,<br />
weich über helle Schatten,<br />
heimgekehrte?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-unbewohnbare-haus/">Das unbewohnbare Haus</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wandre mit Nomaden</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wandre-mit-nomaden/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wandre-mit-nomaden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 22:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wandre mit Nomaden Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36571</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als Pan aus Rohr sich eine Flöte schnitzte, hat ihm geweckt sie das Geseufz der Nacht, bis über ihres dunklen Strömens Pracht der Unglücksstern der toten Liebe blitzte. Den Aulos, Schluchzen von entweihten Knochen, blies süßen Mundes Satyr Marsyas. Apoll riß seine Haut ins hohe Gras, die Musen flohen, als das Blut sie rochen. Du [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wandre-mit-nomaden/">Wandre mit Nomaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als Pan aus Rohr sich eine Flöte schnitzte,<br />
hat ihm geweckt sie das Geseufz der Nacht,<br />
bis über ihres dunklen Strömens Pracht<br />
der Unglücksstern der toten Liebe blitzte.</p>
<p>Den Aulos, Schluchzen von entweihten Knochen,<br />
blies süßen Mundes Satyr Marsyas.<br />
Apoll riß seine Haut ins hohe Gras,<br />
die Musen flohen, als das Blut sie rochen.</p>
<p>Du zieh gen Osten, folge den Nomaden,<br />
ein trunknes Boot im Meer der großen Herden.<br />
Und binden sie dich auf den Opferstein,</p>
<p>schon sickert an der Stirn ein roter Faden,<br />
reckt höher als die müden Versgebärden<br />
ins Blaue sich dein auswegloses Schrein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wandre-mit-nomaden/">Wandre mit Nomaden</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Ja, das Nein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-ja-das-nein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-ja-das-nein/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 22:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Ja das Nein philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie sollt ich sagen ja, da mir durchs Halleluja in die Zunge drang der Parze Nadelstich. Wie sollt ich sagen nein, da sich der Tropfen Bitterkeit hat einmal aufgelöst im süßen Dunkel deines Munds. &#160;</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-ja-das-nein/">Das Ja, das Nein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sollt ich sagen<br />
ja,<br />
da mir durchs Halleluja<br />
in die Zunge drang<br />
der Parze Nadelstich.</p>
<p>Wie sollt ich sagen<br />
nein,<br />
da sich der Tropfen Bitterkeit<br />
hat einmal aufgelöst<br />
im süßen Dunkel<br />
deines Munds.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-ja-das-nein/">Das Ja, das Nein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die zersplitterte Transparenz</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-zersplitterte-transparenz/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-zersplitterte-transparenz/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 22:06:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die zersplitterte Transparenz philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36528</guid>
		<description><![CDATA[<p>An den Splittern der zerschlagenen Fensterrose wirst du dich schneiden (rief eine Stimme von dämmernden Gipfeln, wo der Schnee schon schmolz in ein süßliches Glucksen). Sie mit blutigen Händen wieder aneinanderzukitten bringt dich der Transparenz nicht näher. Du hattest am Flackern irisierender Farben nur einen trügenden Abglanz des wahren Seins. Flut braust schon talwärts, den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-zersplitterte-transparenz/">Die zersplitterte Transparenz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>An den Splittern<br />
der zerschlagenen Fensterrose<br />
wirst du dich schneiden<br />
(rief eine Stimme von dämmernden Gipfeln,<br />
wo der Schnee schon schmolz<br />
in ein süßliches Glucksen).</p>
<p>Sie mit blutigen Händen<br />
wieder aneinanderzukitten<br />
bringt dich der Transparenz nicht näher.</p>
<p>Du hattest am Flackern<br />
irisierender Farben<br />
nur einen trügenden Abglanz<br />
des wahren Seins.</p>
<p>Flut braust schon talwärts,<br />
den Somnambulen des Tags,<br />
der am Gängelband der Schwermut<br />
an Wundmalen entlangflaniert,<br />
unterm Klirren gläserner Blüten<br />
zu begraben.</p>
<p>Die Stimme verstummte.<br />
Der Schnee schmolz dahin.<br />
Muskulöse Arme,<br />
tätowiert mit floralen Mustern,<br />
haben die Glassplitter<br />
mechanisch weggekehrt.</p>
<p>Ein Täuberich gurrt<br />
aus dem Loch der Ruine<br />
in die grüne Stille des Abends.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-zersplitterte-transparenz/">Die zersplitterte Transparenz</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Zwielichts Schattenspiele</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/zwielichts-schattenspiele/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/zwielichts-schattenspiele/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 22:13:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zwielichts Schattenspiele philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36486</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Hefe, die lang im Untergrund gegärt, ins Licht mag sie den grauen Brotlaib heben. Doch Herzen, vom Inferno ausgezehrt, nie werden sie wie Sonnenfalter schweben. Was blutig sich am Dorn der Schwermut schrammt, als Fratze tritt es jäh aus den Gestrüppen. Der Bengel Amor, nackt auf seufzendem Samt, lallt rosige Reime mit süßlich geschwungenen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/zwielichts-schattenspiele/">Zwielichts Schattenspiele</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hefe, die lang im Untergrund gegärt,<br />
ins Licht mag sie den grauen Brotlaib heben.<br />
Doch Herzen, vom Inferno ausgezehrt,<br />
nie werden sie wie Sonnenfalter schweben.</p>
<p>Was blutig sich am Dorn der Schwermut schrammt,<br />
als Fratze tritt es jäh aus den Gestrüppen.<br />
Der Bengel Amor, nackt auf seufzendem Samt,<br />
lallt rosige Reime mit süßlich geschwungenen Lippen.</p>
<p>Die Meute füttert der Urne wahnprallen Bauch<br />
mit Scherben, worauf Niedertracht ritzte den Namen.<br />
Du aber, Freund der Musen, geh abseits, tauch<br />
den Vers in eine Wolke flimmernder Samen.</p>
<p>Die Scheelsucht sieht ein Monstrum im Genie,<br />
im Spiegel einer Grazie blühende Wangen.<br />
Vor Engeln beugt der reine Tor das Knie,<br />
verstummend, weil erlöste Seelen sangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Fleck auf der grauen Wand des Traums</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/fleck-auf-der-grauen-wand-des-traums/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/fleck-auf-der-grauen-wand-des-traums/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 22:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fleck auf der grauen Wand des Traums philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Veni, pater pauperum, Veni, dator munerum, Veni, lumen cordium. Komm, Vater, wir darben, komm, Schnitter von Strahlengarben, komm, Licht, das Herz ist fahl. &#160; Von toter Erde sah ich starren ein Gerippe, dem einer geschundenen Mähre ähnlich oder eines Gespensterwals wie Moby Dick. Ich ging am Strand des Meers, doch keine Welle, die noch schwappte, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fleck-auf-der-grauen-wand-des-traums/">Fleck auf der grauen Wand des Traums</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Veni, pater pauperum,</em><br />
<em> Veni, dator munerum,</em><br />
<em> Veni, lumen cordium.</em></p>
<p><em>Komm, Vater, wir darben,</em><br />
<em> komm, Schnitter von Strahlengarben,</em><br />
<em> komm, Licht, das Herz ist fahl.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von toter Erde sah ich starren ein Gerippe,<br />
dem einer geschundenen Mähre ähnlich<br />
oder eines Gespensterwals wie Moby Dick.</p>
<p>Ich ging am Strand des Meers, doch keine Welle,<br />
die noch schwappte, keiner Brandung Schaum.<br />
Mond, papierene Blume am Revers des Nichts.</p>
<p>Und über mir Gebräu verkochten Lebens,<br />
Zwielicht, jenseits von Gestirn und Tag,<br />
das keiner Hymne Ruf durchdringt, kein Schrei.</p>
<p>Kein Strahl, der durch das Spundloch sickert,<br />
das eingedrückt des Engels Purpurzeh,<br />
um zu küssen fahle Herzen rot.</p>
<p>Ich sah im Sand die Asche eines Flügels,<br />
und einer Mushel erloschenen Perlmutt,<br />
stumm das Brausen, dem einst Verse nachgeschluchzt.</p>
<p>Geist, die ins Blau emporgeschwirrte Mücke,<br />
ließ auf der grauen Wand des Traums<br />
unter Gottes Klatsche nur einen schwarzen Fleck zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/fleck-auf-der-grauen-wand-des-traums/">Fleck auf der grauen Wand des Traums</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Hoffnungslose Fragen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/hoffnungslose-fragen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/hoffnungslose-fragen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 22:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnungslose Fragen Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gönnst du, Horaz, in deiner Grotte Nacht die Nische mir, wo blaß ich schimmern sehe der Schuppen feuchtes Gold, bis ich vergehe an deiner Ode sterndurchblitzter Pracht? Hast Kräuter du auf Wiesen noch, Vergil, daß ich sie rupfe blökend mit den Schafen? Darf auf des Hirten Flötenvlies ich schlafen, bis er mich weckt zum Aufbruch [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/hoffnungslose-fragen/">Hoffnungslose Fragen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gönnst du, Horaz, in deiner Grotte Nacht<br />
die Nische mir, wo blaß ich schimmern sehe<br />
der Schuppen feuchtes Gold, bis ich vergehe<br />
an deiner Ode sterndurchblitzter Pracht?</p>
<p>Hast Kräuter du auf Wiesen noch, Vergil,<br />
daß ich sie rupfe blökend mit den Schafen?<br />
Darf auf des Hirten Flötenvlies ich schlafen,<br />
bis er mich weckt zum Aufbruch ins Exil?</p>
<p>Kann ich denn schwimmen bis zum Inselreich,<br />
wo, Pindar, selig wohnen, die entronnen<br />
und Nektar aus den Hymnenkelchen trinken,</p>
<p>wenn mir den Atem nehmen düstre Sonnen<br />
und meine Worte, siechen Schwänen gleich,<br />
stumm im Morast verwesten Sinns versinken?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mondscheinsonate</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mondscheinsonate/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mondscheinsonate/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 22:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Mondscheinsonate Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36432</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sie spielt noch, blind wie eine Somnambule, und der Sonate atmender Schleier weht die goldenen Tränen, bis der Mond zergeht in einer wehmutbleichen Wolkenkuhle. Der Saal mit seinen wahnhaft klirrenden Lüstern ist leer. Aus ihrem Haar rinnt wie Arrak ein Lichtflaum auf des Flügels schwarzen Lack. Doch ihr Herz scheint Schwermut zu umdüstern. Frag nicht, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mondscheinsonate/">Mondscheinsonate</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie spielt noch, blind wie eine Somnambule,<br />
und der Sonate atmender Schleier weht<br />
die goldenen Tränen, bis der Mond zergeht<br />
in einer wehmutbleichen Wolkenkuhle.</p>
<p>Der Saal mit seinen wahnhaft klirrenden Lüstern<br />
ist leer. Aus ihrem Haar rinnt wie Arrak<br />
ein Lichtflaum auf des Flügels schwarzen Lack.<br />
Doch ihr Herz scheint Schwermut zu umdüstern.</p>
<p>Frag nicht, wem wohl ihr sanftes Strömen gelte,<br />
ob ihrer blassen Hände hohes Wogen<br />
Gischt aufgerührt hat fern an Orpheus Küste.</p>
<p>Die Tropfen glänzenden Erzitterns trogen,<br />
der Meerflut weißer Muschelton zerspellte<br />
im Dämmern einer todesstarren Büste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mondscheinsonate/">Mondscheinsonate</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Im tauben Schnee der Einsamkeit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-tauben-schnee-der-einsamkeit/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 22:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im tauben Schnee der Einsamkeit philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Rascheln, gelblich-spröde, fahlt, hebt der sterbende Atem des Walds den herbstlichen Teppich, nach Tauglanz fragend, ein wenig noch an. Mürrische Falten überziehen die alte Haut des Wassers unterm Spottlied des Abendwinds, der seinen bitteren Trank verschmäht. Du hast, Dichter, blind gewühlt im grauen Genist der Worte, doch kein Zwitschern stieg ins Morgenlicht empor. Im tauben [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-tauben-schnee-der-einsamkeit/">Im tauben Schnee der Einsamkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Rascheln, gelblich-spröde, fahlt,<br />
hebt der sterbende Atem<br />
des Walds den herbstlichen Teppich,<br />
nach Tauglanz fragend, ein wenig noch an.</p>
<p>Mürrische Falten überziehen<br />
die alte Haut des Wassers<br />
unterm Spottlied des Abendwinds,<br />
der seinen bitteren Trank verschmäht.</p>
<p>Du hast, Dichter, blind gewühlt<br />
im grauen Genist der Worte,<br />
doch kein Zwitschern stieg<br />
ins Morgenlicht empor.</p>
<p>Im tauben Schnee der Einsamkeit<br />
sank ein deines nackten Daseins<br />
brennendes Schluchzen,<br />
das unter keinem Knirschen erlosch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-tauben-schnee-der-einsamkeit/">Im tauben Schnee der Einsamkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kleiner Schrei im Birkenhain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleiner-schrei-im-birkenhain/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleiner-schrei-im-birkenhain/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 22:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kleiner Schrei im Birkenhain philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Herbst des Lichtes leckt von Borken trügerischen Schnee. Rascheln, als atme etwas unter falben Blättern. Dämmer wischt mit leisen Schatten der Wegwarten blaue Sehnsucht aus. In sein graues Fell geschnürt wagt ein Wispern sich hervor und prüft den Angstgehalt der Luft mit winzigen Antennen. Sie tasten um die Aura einer Göttin, in den Brautschleier des [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleiner-schrei-im-birkenhain/">Kleiner Schrei im Birkenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herbst des Lichtes leckt<br />
von Borken trügerischen Schnee.</p>
<p>Rascheln, als atme etwas<br />
unter falben Blättern.</p>
<p>Dämmer wischt mit leisen Schatten<br />
der Wegwarten blaue Sehnsucht aus.</p>
<p>In sein graues Fell geschnürt<br />
wagt ein Wispern sich hervor<br />
und prüft den Angstgehalt der Luft<br />
mit winzigen Antennen.</p>
<p>Sie tasten um die Aura einer Göttin,<br />
in den Brautschleier des Todes straff gehüllt.</p>
<p>Laubwerk der Nacht<br />
hat vom schwanken Genist des Überdrusses<br />
ihrer Blicke kalte Glut<br />
schon oft versengt.</p>
<p>Lautlos flügelnd krümmt sie<br />
die erbarmungslose,<br />
von keinem Schluchzen je erweichte,<br />
schreckensnackte Kralle.</p>
<p>Das purpurrote Mark<br />
des kleinen Schreis<br />
zerfetzt sie mit dem Säbel<br />
des erinnyenscharfen Schnabels.</p>
<p>Was sie ausgewürgt, Gewölle,<br />
die Erde schluckt’s<br />
und bildet humoristisch hochgestimmt<br />
aus den kahlen Knöchlein<br />
ein feenzartes Traumgespinst<br />
für liebeskranke Dichter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleiner-schrei-im-birkenhain/">Kleiner Schrei im Birkenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Heikle Heiterkeit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heikle-heiterkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2026 22:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heikle Heiterkeit philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wer grinsend wem das Zepter überreicht, die Plebs an Possen wird, an Martern satt – Herz, vom Gesang der Nachtigall erweicht, tränkt noch mit Blut der Wehmut falbes Blatt. Ob harsch wer mittels Gaumenzäpfchen knackt, ob schlüpfrig säuselt eine krumme Nase – wir pflücken Verse, Disteln, zart gezackt, zu kitzeln Rosen in der Liebsten Vase. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heikle-heiterkeit/">Heikle Heiterkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer grinsend wem das Zepter überreicht,<br />
die Plebs an Possen wird, an Martern satt –<br />
Herz, vom Gesang der Nachtigall erweicht,<br />
tränkt noch mit Blut der Wehmut falbes Blatt.</p>
<p>Ob harsch wer mittels Gaumenzäpfchen knackt,<br />
ob schlüpfrig säuselt eine krumme Nase –<br />
wir pflücken Verse, Disteln, zart gezackt,<br />
zu kitzeln Rosen in der Liebsten Vase.</p>
<p>Dort bluten sie im Dornicht Mallarmés,<br />
und Wunden küssen Tränen von Verlaine –<br />
uns rötet Abendstille Flaum des Schnees,<br />
und Morgenwinde zausen Herthas Mähne.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heikle-heiterkeit/">Heikle Heiterkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Erwachter Efeu</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/erwachter-efeu/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 22:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachter Efeu philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Herzgebirg, das stille Lüfte türmen, schlichten, im tiefsten Tal seufzt eine Quelle, Traum. Traum, was unterm Lide Tränen dichten, Seele, um den Strahl geringelt, Flaum. Woher ertönt die Klage der Propheten? Aus fernen Edens Nächten, schneeverwehten. Gezweig, von wehem Fleisch umwuchert, Rippen, im salzigen Hauch des Meeres ächzend ach. Die unter dunklen Gluten beben, Lippen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/erwachter-efeu/">Erwachter Efeu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herzgebirg, das stille Lüfte türmen, schlichten,<br />
im tiefsten Tal seufzt eine Quelle, Traum.<br />
Traum, was unterm Lide Tränen dichten,<br />
Seele, um den Strahl geringelt, Flaum.</p>
<p>Woher ertönt die Klage der Propheten?<br />
Aus fernen Edens Nächten, schneeverwehten.</p>
<p>Gezweig, von wehem Fleisch umwuchert, Rippen,<br />
im salzigen Hauch des Meeres ächzend ach.<br />
Die unter dunklen Gluten beben, Lippen,<br />
sie trinken Nacht aus Leuchtern siebenfach.</p>
<p>Woher der Lieder süßer Wehmutsschauer?<br />
Hauch weckt den Efeu auf an Edens Mauer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/erwachter-efeu/">Erwachter Efeu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pompejanische Villa</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/pompejanische-villa/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 22:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Pompejanische Villa Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36360</guid>
		<description><![CDATA[<p>In bunter Wollust Fresken schlagen Pfauen bestickt mit Azuraugen blind ihr Rad, und die ihre Brust entblößen, weiche Frauen sinken Lilien gleich, des Eros Mahd. Auf lüsternen Purpurkissen Glanz der Glieder. Der Sehnsucht süßem Schmerz, den Wohlduft stillt, neigt sich die Rose. Dem Kantharos entquillt Vergils Gedicht, ein Schaum bukolischer Lieder. Die schwarze Wolke kam, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pompejanische-villa/">Pompejanische Villa</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In bunter Wollust Fresken schlagen Pfauen<br />
bestickt mit Azuraugen blind ihr Rad,<br />
und die ihre Brust entblößen, weiche Frauen<br />
sinken Lilien gleich, des Eros Mahd.</p>
<p>Auf lüsternen Purpurkissen Glanz der Glieder.<br />
Der Sehnsucht süßem Schmerz, den Wohlduft stillt,<br />
neigt sich die Rose. Dem Kantharos entquillt<br />
Vergils Gedicht, ein Schaum bukolischer Lieder.</p>
<p>Die schwarze Wolke kam, der Seufzer Hauch<br />
verschluckte sich an dunklen Feuers Rauch.<br />
Starr liegen, die in Amors Kuß gezittert.</p>
<p>Unstern, was geglüht im Rankenlaub,<br />
Blick, feucht vom Blick, in trocknen Höhlen Staub,<br />
die Knospe des Gesanges, Mund, verwittert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pompejanische-villa/">Pompejanische Villa</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wort, erblüht an Schattengittern</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wort-erblueht-an-schattengittern/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wort-erblueht-an-schattengittern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 22:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Wort erblüht an Schattengittern Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36326</guid>
		<description><![CDATA[<p>Was fühllos-fahl im Ungefähr entschwebt, Zwiedunst, daß Lichtes Perlmutt uns ergraute, im Schlaf der Venen sich zum Alb aufstaute, Traumfetzen, die kein Engelshaar verwebt, was glanzlos aus enttäuschten Händen floß, im Hades Hoffnung schöpfend, Danaiden, was sich umarmend ewig blieb geschieden, kein Kuß ward Schlüssel für der Schwermut Schloß – aus wessen Mund mag kommen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wort-erblueht-an-schattengittern/">Wort, erblüht an Schattengittern</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was fühllos-fahl im Ungefähr entschwebt,<br />
Zwiedunst, daß Lichtes Perlmutt uns ergraute,<br />
im Schlaf der Venen sich zum Alb aufstaute,<br />
Traumfetzen, die kein Engelshaar verwebt,</p>
<p>was glanzlos aus enttäuschten Händen floß,<br />
im Hades Hoffnung schöpfend, Danaiden,<br />
was sich umarmend ewig blieb geschieden,<br />
kein Kuß ward Schlüssel für der Schwermut Schloß –</p>
<p>aus wessen Mund mag kommen denn der Atem,<br />
daß trübe Feuchte zum Kristall sich balle,<br />
der Angstgespinste läßt ins Blau verzittern,</p>
<p>wer küßt, damit sie nicht ins Leere falle,<br />
die Träne, wie Suleika küßte Hatem?<br />
O Wort, das einst erblüht an Schattengittern.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Was ich war, was ich bin</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/was-ich-war-was-ich-bin/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 22:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Was ich war was ich bin philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36320</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich war das zottige Pferdchen im Karussell der dörflichen Kirmes, mit Holzwolle gestopft, mit Stroh. Wie meine eisgraue Mähne emporflog unter der heißen Hand eines Mädchens. Der Unschuld quietschendes Kreisen steht still, das Mädchen sitzt im Büro. Mein Herz aus Pappe zerfällt unterm raspelnden Nagen des Wurmes. Ich war die lauernde Kuhle, von Kinderhänden gebuddelt, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/was-ich-war-was-ich-bin/">Was ich war, was ich bin</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war das zottige Pferdchen<br />
im Karussell der dörflichen Kirmes,<br />
mit Holzwolle gestopft, mit Stroh.<br />
Wie meine eisgraue Mähne emporflog<br />
unter der heißen Hand eines Mädchens.</p>
<p>Der Unschuld quietschendes Kreisen steht still,<br />
das Mädchen sitzt im Büro.<br />
Mein Herz aus Pappe zerfällt<br />
unterm raspelnden Nagen des Wurmes.</p>
<p>Ich war die lauernde Kuhle,<br />
von Kinderhänden gebuddelt,<br />
und schluckte begierig die Murmeln,<br />
von Freudenfieber erwärmte.</p>
<p>Lang ist das Klicken verklungen,<br />
nun bannen die Spieler Chimären<br />
aseptisch befingerter Scheiben.</p>
<p>Kleines Leben ist’s, was ich nun berge,<br />
die Waldmaus und ihre wispernde Brut.</p>
<p>Ich war im laubichten Dämmer<br />
die gelbe Sonnenorange,<br />
wilde Süße ward in mir reif<br />
für schmachtend geöffnete Lippen.</p>
<p>Ich habe lang vergebens geglüht<br />
in einem verlassenen Garten,<br />
von Schatten schon überwuchert.</p>
<p>Bald fall ich, im Dunkel zu faulen.<br />
Vielleicht, daß ein Vogel noch pickt,<br />
ein Eichhorn die Kerne hinabschlingt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der Schwermut Spleen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-spleen/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 22:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schwermut Spleen Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36277</guid>
		<description><![CDATA[<p>durus amor grausamer Amor Vergil, Georgica, 3, 259 Im Wellendunkel geistert auf ein Licht, wie Glanz von Muscheln, ferner Sehnsucht Weinen. Doch blitzt nur Schaum. Poseidon rettet keinen, wo den Delphin der spitze Dreizack sticht. Der Seele Mund hat Salzflut schon geschluckt, mag ihr von Heimkehr süßes Bild auch gaukeln. Es stillt kein Traum ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-spleen/">Der Schwermut Spleen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>durus amor<br />
grausamer Amor</em><strong><br />
</strong><em>Vergil, Georgica, 3, 259<br />
</em><br />
Im Wellendunkel geistert auf ein Licht,<br />
wie Glanz von Muscheln, ferner Sehnsucht Weinen.<br />
Doch blitzt nur Schaum. Poseidon rettet keinen,<br />
wo den Delphin der spitze Dreizack sticht.</p>
<p>Der Seele Mund hat Salzflut schon geschluckt,<br />
mag ihr von Heimkehr süßes Bild auch gaukeln.<br />
Es stillt kein Traum ein wahngepeitschtes Schaukeln,<br />
wenn triefend Tritons schwarze Flosse zuckt.</p>
<p>Kein Vers ist wie der Abschiedsschrei Leanders,<br />
als tot ihm Heros Liebesfeuer schien.<br />
Ans Niemandsland speit aus den Atemlosen</p>
<p>das Rauschen dumpfen Bluts, der Schwermut Spleen.<br />
Die stille Anmut aber blüht woanders,<br />
bei Goethes Lilien oder Rilkes Rosen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Licht von fernen Sonnen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/licht-von-fernen-sonnen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/licht-von-fernen-sonnen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 22:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Licht von fernen Sonnen Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36272</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wahn will an Gaias Brüsten Schlummer saugen, hinsinken auf das weiche Vlies der Nacht. Doch wälzt der Geist sich, um den Schlaf gebracht, streift ihn der Blick der Angst in ihren Augen. Den Dichtern, die von Edens Früchten singen, spricht der Prophet vom kargen Abendmahl und was ins Leere ragt, vom Holz der Qual, worein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/licht-von-fernen-sonnen/">Licht von fernen Sonnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wahn will an Gaias Brüsten Schlummer saugen,<br />
hinsinken auf das weiche Vlies der Nacht.<br />
Doch wälzt der Geist sich, um den Schlaf gebracht,<br />
streift ihn der Blick der Angst in ihren Augen.</p>
<p>Den Dichtern, die von Edens Früchten singen,<br />
spricht der Prophet vom kargen Abendmahl<br />
und was ins Leere ragt, vom Holz der Qual,<br />
worein des Todes kalte Nägel dringen.</p>
<p>Blüht dir ein Vers noch auf in irdener Schale,<br />
laß Schwermut ihn mit bittrem Glanz besprengen,<br />
der aus dem Kelch von Golgotha geronnen.</p>
<p>Daß er nicht wie des Toten Antlitz fahle,<br />
halt ihn empor, wenn sich die Schatten längen,<br />
als wecke ihn ein Licht von fernen Sonnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/licht-von-fernen-sonnen/">Licht von fernen Sonnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im aufgelassenen Wingert</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 22:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im aufgelassenen Wingert philosophsch-lyrische Gedichte über den Rhein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36264</guid>
		<description><![CDATA[<p>Schieferbruch im aufgelassenen Wingert ist noch warm vom Sommertag. Im Staub der Schwermut aber schreit die Grille. Wie eine Muschel schluchzender Schlick verdunkelt der Kapelle Bergkristall die Wucherung der Ackerwinde. Runzlig gleich den Wangen greiser Witwen fahlen Trauben, die keines Dichters Lied mehr pflückt. Auf grauem Schotter starrt die Echse, als wäre jählings sie versteinert [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/">Im aufgelassenen Wingert</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schieferbruch im aufgelassenen Wingert<br />
ist noch warm vom Sommertag.<br />
Im Staub der Schwermut aber schreit die Grille.</p>
<p>Wie eine Muschel schluchzender Schlick<br />
verdunkelt der Kapelle Bergkristall<br />
die Wucherung der Ackerwinde.</p>
<p>Runzlig gleich den Wangen<br />
greiser Witwen fahlen Trauben,<br />
die keines Dichters Lied mehr pflückt.</p>
<p>Auf grauem Schotter starrt die Echse,<br />
als wäre jählings sie versteinert<br />
am Gorgonenblick des Monds.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/">Im aufgelassenen Wingert</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geflock verglühter Dankgesänge</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/geflock-vergluehter-dankgesaenge/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/geflock-vergluehter-dankgesaenge/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 22:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geflock verglühter Dankgesänge philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36259</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sirrendes Geschmeiß ringsum – schwingt kein Horaz die Fliegenklatsche? * Siehst du im Wald die Bakchen schweifen? Sie kehren wie der Mond zurück, wenn seine Lenden schwellen. Doch die deinen Samen nahm, wird ihre Frucht zerreißen, sie einem wüsten Oger opfern. * Der Schnee auf Hymnengipfeln schmolz unter Satans schwarzer Sonne. Ein Wirbel steigt aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/geflock-vergluehter-dankgesaenge/">Geflock verglühter Dankgesänge</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sirrendes Geschmeiß ringsum –<br />
schwingt kein Horaz<br />
die Fliegenklatsche?</p>
<p>*</p>
<p>Siehst du im Wald die Bakchen schweifen?<br />
Sie kehren wie der Mond zurück,<br />
wenn seine Lenden schwellen.</p>
<p>Doch die deinen Samen nahm,<br />
wird ihre Frucht zerreißen,<br />
sie einem wüsten Oger opfern.</p>
<p>*</p>
<p>Der Schnee auf Hymnengipfeln<br />
schmolz unter Satans schwarzer Sonne.<br />
Ein Wirbel steigt aus stummen Furchen,<br />
Geflock verglühter Dankgesänge.</p>
<p>*</p>
<p>Der Herbst hat dir den Mund verstopft<br />
mit Büscheln trockener Gräser.<br />
Statt Augen blitzen, die dir eingesetzt<br />
die Meute, blinder Sehnsucht Scherben.<br />
Ins Schambein hat man dir gerammt,<br />
das keinem Hochfest je geschallt,<br />
ein Widderhorn.<br />
Die Krähe höhnt auf deiner Schulter<br />
der lächerlichen Vogelscheuche.</p>
<p>*</p>
<p>Gedämpfte Stimmen,<br />
Murmeln wie von Pilgern,<br />
die ins hohe Gras der Hymnen sanken.</p>
<p>Vom Abendwind verschluckte Vogelrufe,<br />
ein leises Schluchzen nur,<br />
als tropfe Harz<br />
aus einer Rinde,<br />
nachdem der bronzene Klang<br />
der Axt im Laub der Dämmerung<br />
verwehte.</p>
<p>*</p>
<p>Als ob der Sprachstrom münden wollte,<br />
ward über ihm der Himmel weit,<br />
und weicher glitt der azurgrüne Vers.<br />
Leichter, wie das Bild der Wolken,<br />
trägt er nun der Schwermut schwarzen Schaum.<br />
Und was ihm dämmernd Ufer streuten,<br />
des Sommers leer gesungene Nester,<br />
ausgepreßter Früchte Schalen,<br />
der Blüten Purpur, den verblaßten,<br />
hüllt ein er wie die dunkle Göttin<br />
alles Unerlöste<br />
in einen Nimbus gnädigen Verrauschens.<br />
Ihm ist, er dürfe endlich schlafen,<br />
nachdem sie Salz geschmeckt,<br />
die lange heimatlos gelallt, die Lippe.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schwarze Flocken stäuben</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schwarze-flocken-staeuben/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schwarze-flocken-staeuben/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 22:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Flocken stäuben philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36251</guid>
		<description><![CDATA[<p>Den Schmerz, der fragt wozu, kann Rose nicht, kann keines Festmahls goldner Wein betäuben. Und schimmert noch der Anmut Angesicht, des jähen Todes schwarze Flocken stäuben. Der Wange zarte Haut für Eros Kuß hat dürren Alters Dorngestrüpp zerstochen. Die Schlange fraß das Kraut an Uruks Fluß, das jung zu bleiben Gilgamesch versprochen. Der Klage Fittich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schwarze-flocken-staeuben/">Schwarze Flocken stäuben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Schmerz, der fragt wozu, kann Rose nicht,<br />
kann keines Festmahls goldner Wein betäuben.<br />
Und schimmert noch der Anmut Angesicht,<br />
des jähen Todes schwarze Flocken stäuben.</p>
<p>Der Wange zarte Haut für Eros Kuß<br />
hat dürren Alters Dorngestrüpp zerstochen.<br />
Die Schlange fraß das Kraut an Uruks Fluß,<br />
das jung zu bleiben Gilgamesch versprochen.</p>
<p>Der Klage Fittich stieg um Enkidu<br />
und sank bald schlaff herab auf die Gebeine.<br />
So deckt ein Bahrtuch Dichters Antlitz zu,<br />
die Verse Moos, daß keine Muse weine.</p>
<p>Mag hingerissen von der Lerche Sang<br />
die wilde Sehnsucht in die Sonne taumeln,<br />
im Dämmerschilf verirrt flicht sie den Strang,<br />
am ächzenden Geäst der Nacht zu baumeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schwarze-flocken-staeuben/">Schwarze Flocken stäuben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der verdorrte Feigenbaum</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 22:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der verdorrte Feigenbaum philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36246</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich. Matthäus 21, 18–19 &#160; Üppiger Blätter Glanz überwuchert das Dunkel, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/">Der verdorrte Feigenbaum</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn.<br />
Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und<br />
fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse<br />
Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich.<br />
Matthäus 21, 18–19</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Üppiger Blätter Glanz<br />
überwuchert das Dunkel,<br />
verheimlicht die Leere.</p>
<p>Falsche Fülle verdeckt<br />
die geistige Öde,<br />
trunkenes Rascheln<br />
gesanglose Dürre.</p>
<p>Nicht Glanz nährt,<br />
sondern Frucht.</p>
<p>Tautropfen,<br />
hohlen Wortes Geglitzer<br />
zerrinnt im Abendhauch.</p>
<p>Süß ist die Frucht,<br />
die im Laube der Dämmerung nachglüht<br />
und in die Nacht der Schwermut noch lächelt.</p>
<p>Feuchtes Lallen<br />
gleisnerischer Lippen<br />
verstummt<br />
unter des Meerwinds salzigen Küssen.</p>
<p>Vor dem Meister,<br />
heilig-nüchternen Blicks,<br />
ist der Unzucht fauliges Prangen,<br />
der triefende Wortwuchs<br />
im Moraste des Wahns<br />
längst schon verdorrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/">Der verdorrte Feigenbaum</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rose, vorm Abendgrauen zitternd</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/rose-vorm-abendgrauen-zitternd/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/rose-vorm-abendgrauen-zitternd/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 22:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rose vorm Abendgrauen zitternd philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36237</guid>
		<description><![CDATA[<p>O Dämon Mensch, Blut aus Schädeln schlürfend, verzückt von einem süßen Hauch aus Eden. Worauf wir ruhlos wandeln, der Erde Kruste schwimmt auf einem Meer aus Flammen, einer dunklen Gottheit lodernde Qual. Sieh, wie der Schönheit Rose vorm Abendgrauen zittert. In den Falten der Gewandung leicht lebender Gestalten hoher Tempelfriese rinnt ein bitterer Tau, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/rose-vorm-abendgrauen-zitternd/">Rose, vorm Abendgrauen zitternd</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>O Dämon Mensch,<br />
Blut aus Schädeln schlürfend,<br />
verzückt von einem süßen Hauch<br />
aus Eden.</em></p>
<p>Worauf wir ruhlos wandeln,<br />
der Erde Kruste schwimmt<br />
auf einem Meer aus Flammen,<br />
einer dunklen Gottheit<br />
lodernde Qual.</p>
<p>Sieh, wie der Schönheit Rose<br />
vorm Abendgrauen zittert.</p>
<p>In den Falten der Gewandung<br />
leicht lebender Gestalten<br />
hoher Tempelfriese<br />
rinnt ein bitterer Tau,<br />
die Tränen unerhörter Klage.</p>
<p>Den Glanz der Ähren<br />
in den Opferschalen<br />
umschatten Seufzer<br />
ungestillten Hungers.</p>
<p>Der Zug der Völker<br />
von Assur, Ninive und Babylon<br />
versank im Wüstensand,<br />
in mythischen Gebirges Schnee<br />
verwehte<br />
Hellas hymnischer Gesang.</p>
<p>Sieh, wie der Schönheit Rose<br />
vorm Abendgrauen zittert.</p>
<p>Die Tische mit den schimmernden Krügen<br />
goldenen Weins<br />
stieß das Horn des wilden Stiers,<br />
den keine Anmut zähmt,<br />
in den Morast der Finsternis.</p>
<p>Die leuchtende Lilie,<br />
Liebe hält sie in der Hand,<br />
zerrupft ein Drache,<br />
aus jenem Sumpf gekrochen,<br />
den kein Heros trockenlegt.</p>
<p>Der Grund, auf dem wir stehen, schwankt.</p>
<p>Der Worte Spiegel ist getrübt,<br />
unter Schlieren des Verschwiegenen<br />
verwischt sich uns der klare Sinn.</p>
<p>Dem Panzer der Kröte gleich<br />
schleppen wir das Leben hin,<br />
die Zunge reckend in ein lichtes Grün,<br />
vor der Nacht uns bergend<br />
in die Höhle des Traums.</p>
<p>Doch im Dunkeln wurzelnd<br />
sagt die Rose uns,<br />
was dem Sommertag gelang.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daß Stille kehrt im Dämmerlichte</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dass-stille-kehrt-im-daemmerlichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 22:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Daß Stille kehrt im Dämmerlichte philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36230</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im Halbschlaf ist es noch wie leises Pochen, als frage Sehnsucht, ob ein Herz hier weile, das sie vermißt auf sonnenfernen Pfaden, ein warmes Lächeln ihr entgegeneile. In Traumes Schluchten ist es wildes Brausen, als würden Brunnen schmerzlich überquellen, als wölke Gischt von aufgepeitschten Wassern am Fels der Angst, wo sie zum Abgrund schnellen. Der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dass-stille-kehrt-im-daemmerlichte/">Daß Stille kehrt im Dämmerlichte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Halbschlaf ist es noch wie leises Pochen,<br />
als frage Sehnsucht, ob ein Herz hier weile,<br />
das sie vermißt auf sonnenfernen Pfaden,<br />
ein warmes Lächeln ihr entgegeneile.</p>
<p>In Traumes Schluchten ist es wildes Brausen,<br />
als würden Brunnen schmerzlich überquellen,<br />
als wölke Gischt von aufgepeitschten Wassern<br />
am Fels der Angst, wo sie zum Abgrund schnellen.</p>
<p>Der Tag indes ist nur ein ödes Ächzen<br />
in ungeölten Angeln loser Pforten,<br />
die dumpf im Wind der Langeweile schlagen,<br />
nur Wiederkäuen von entseelten Worten.</p>
<p>Daß endlich Stille kehrt im Dämmerlichte,<br />
muß edler Geist der Torheit Mund verstopfen,<br />
das Blut, das ihren Wangen Rosen malte,<br />
in dunkler Schwermut Kammern niedertropfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Durchs Gehölz verdorrter Worte</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/durchs-gehoelz-verdorrter-worte/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/durchs-gehoelz-verdorrter-worte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 22:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Durchs Gehölz verdorrter Worte philosophische Gedichte poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36225</guid>
		<description><![CDATA[<p>Durchs Gehölz verdorrter Worte, schief gewachsen unterm scharfen Strahl Apolls, Krüppelstümpfe, sacht umwickelt da und dort von Selenes stillen Moosen, geht hin dein schmerzender, dein ausgetanzter Fuß. Verglühter Oden trockenes Laub weht herab nur dürres Rascheln. Vom Aronstab, der wie aus Psalmenzwielicht starrt, tropft ein blasser Reim. Wohin denn, Dichter, führt Schwermut dich zu später [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/durchs-gehoelz-verdorrter-worte/">Durchs Gehölz verdorrter Worte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Durchs Gehölz verdorrter Worte,<br />
schief gewachsen<br />
unterm scharfen Strahl Apolls,<br />
Krüppelstümpfe,<br />
sacht umwickelt da und dort<br />
von Selenes stillen Moosen,<br />
geht hin dein schmerzender,<br />
dein ausgetanzter Fuß.</p>
<p>Verglühter Oden<br />
trockenes Laub<br />
weht herab nur dürres Rascheln.</p>
<p>Vom Aronstab,<br />
der wie aus Psalmenzwielicht starrt,<br />
tropft ein blasser Reim.</p>
<p>Wohin denn, Dichter,<br />
führt Schwermut dich<br />
zu später Stunde?</p>
<p>Spricht dir geisterhaftes Schimmern<br />
zwischen Dorngestrüpp und Eichenstrunk<br />
von einer Lichtung noch,<br />
betaut vom dunklen Glanz<br />
der Elegie?</p>
<p>Da ist bloß ein Geweb von Spinnen,<br />
wo unterm schwärzlichen Grind<br />
der Todgeweihten<br />
im kalten Mondlicht<br />
lacrimae rerum glimmen.</p>
<p>So leg dich hin,<br />
wo Melde kriecht<br />
und Löwenzahn um Disteln bleckt.</p>
<p>Kaum eingeschlafen<br />
fühlst du Tau<br />
von den Lidern<br />
nie geküßter Himmelsrose<br />
auf die Stirn dir rinnen.</p>
<p>Breitet Nacht ein Vlies<br />
für unerfüllter Liebe<br />
hoffnungslose Klage?</p>
<p>Ist es noch Dämmerung,<br />
ist es schon Traum,<br />
als würden ferner Heimat,<br />
bitterer Legende Brunnen<br />
überfließen?</p>
<p>Es ist das Gurren einer wilden Taube,<br />
die bangen Schwunges flattert,<br />
wenn herniederweht<br />
der Eule Schatten.</p>
<p>Kein Adoneus,<br />
kein Iambus<br />
kann den Riß ermessen<br />
durch süßer Minne Lied,<br />
der Waldmaus jähes Todesschrillen.</p>
<p>Es ist vorbei.</p>
<p>Dich reißt das Heulen der Motoren,<br />
der Moloch mit dem Schlund aus Stahl<br />
und gläsern-tränenlosen Augen<br />
aus der Mulde<br />
vergilisch-grünen Dämmers.</p>
<p>Stopf den abgerupften Vers,<br />
Holunders schwarze Glykoneen<br />
in den Rucksack<br />
eines biederen Studienrats<br />
auf Bildungsreisen.</p>
<p>Schlepp dich durch Attrappen<br />
totgereimten Walds<br />
ins städtische Büro.</p>
<p>Die nichts nährt<br />
als deinen Überdruß,<br />
der Phrasen harte Kruste<br />
würg hinunter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Müdigkeit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/muedigkeit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/muedigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 22:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wird schon schlaff der Parze heikler Faden, sieh, wie flockenzart der Traum entschwebt. Laß ins Dunkel Wortes Falter taumeln, der am Honig süßen Sinns geklebt. Müdigkeit läßt hin die Ruder fahren, und die Wellen werden langsam glatt. Daß an Ufern fern noch Geister winken, hofft dein Herz nicht mehr, vom Schaukeln matt. Boten dunkler Abkunft, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/muedigkeit/">Müdigkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wird schon schlaff der Parze heikler Faden,<br />
sieh, wie flockenzart der Traum entschwebt.<br />
Laß ins Dunkel Wortes Falter taumeln,<br />
der am Honig süßen Sinns geklebt.</p>
<p>Müdigkeit läßt hin die Ruder fahren,<br />
und die Wellen werden langsam glatt.<br />
Daß an Ufern fern noch Geister winken,<br />
hofft dein Herz nicht mehr, vom Schaukeln matt.</p>
<p>Boten dunkler Abkunft, wie sie knistern,<br />
Motten, von der Kerze Schein gelockt.<br />
Verse kommen nicht, nur dumpfes Stöhnen,<br />
wenn auf deiner Brust der Nachtmahr hockt.</p>
<p>Quellen, Blüten aus der Jugend Auen,<br />
lang verrauscht, im Abendzwielicht fahl.<br />
Aschengrau das goldne Haar der Frauen,<br />
taub der Mund, den du geküßt einmal.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Gegenstrebige Fügung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-fuegung/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-fuegung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 22:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenstrebige Fügung philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heißes Blut erträumt sich einen Götzen, der die wilden Herzen niederringt, laues sehnt sich nach dem Blitz der Peitsche, unter der erschlaffte Ader springt. Anmut schmiegt sich an des Scheusals Kralle, bis sie ihrer Lenden Taft zerfetzt. Unschuld lockt es in die Labyrinthe, wo ein Stiermensch sie zu Tode hetzt. Feuchter Glanz steigt in der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-fuegung/">Gegenstrebige Fügung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heißes Blut erträumt sich einen Götzen,<br />
der die wilden Herzen niederringt,<br />
laues sehnt sich nach dem Blitz der Peitsche,<br />
unter der erschlaffte Ader springt.</p>
<p>Anmut schmiegt sich an des Scheusals Kralle,<br />
bis sie ihrer Lenden Taft zerfetzt.<br />
Unschuld lockt es in die Labyrinthe,<br />
wo ein Stiermensch sie zu Tode hetzt.</p>
<p>Feuchter Glanz steigt in der Liebe Auge,<br />
würgt sie kalte Hand der Phrenesie.<br />
Der Ophelia sterbensbleiche Lippen<br />
rötet wilder Schwermut Elegie.</p>
<p>Dionysisch läßt sich Unzucht feiern,<br />
Geifer ätzt vestalisch reine Haut.<br />
Freies Wort durchbricht den Firn der Phrase,<br />
wenn Apollos hoher Strahl ihn taut.</p>
<p>Der gewandert durch La Douce France,<br />
schritt im bittern Staub auch der Vendée.<br />
Dem des Wortes Rose glomm auf Wolken,<br />
fand den Enzian nicht mehr im Schnee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Erläuterungen:<br />
Gegenstrebige Fügung ist die Übersetzung des heraklitischen Ausdrucks palintonos harmonie.</em></p>
<p><em>Das heiße Blut ist orientalischer Herkunft; es hat sich die Religion der Unterwerfung verordnet.</em></p>
<p><em>Unschuld: Ariadne kehrt ins Labyrinth des Ungeheuers zurück.</em></p>
<p><em>Ophelia liebt den Prinzen Hamlet, wird von diesem aber zurückgewiesen. Sie verfällt nach<br />
dem tragischen Tod ihres Vaters von Hamlets Hand dem Wahnsinn und geht ins Wasser.<br />
Georg Heym, Arthur Rimbaud und Peter Huchel schrieben Gedichte über das traurige Schicksal Ophelias.</em></p>
<p><em>Auserlesene Jungfrauen, Vestalinnen, hatten als römischen Staatskult das Herdfeuer im Vestatempel zu hüten.</em></p>
<p><em>La Douce France: Herkunft aus dem altfranzösischen Rolandslied, findet sich auch bei Stefan George.</em></p>
<p><em>Hölderlin wanderte von Nürtingen bis Bordeaux, auf dem Rückweg durchquerte er auch die Vendée, deren Aufstand gegen den Terror der Jakobiner von diesen blutig niedergeschlagen worden war.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Als Wahn entlarvt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 22:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Als Wahn entlarvt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36190</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das Netz des Glaubens, zart gewebt, worein sich müder Geist verfangen, daß einmal er zum Äther schwebt, zur Heimat wieder wird gelangen, zerriß in gnadenlosem Sturm, in Erdnacht fiel ein blinder Wurm. Das Bild der Hoffnung, Hen kai Pan, verehrt, gemalt wie einst Ikonen, ein Antlitz, Schnee auf goldnem Plan, wo wir vereint mit Engeln [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/">Als Wahn entlarvt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netz des Glaubens, zart gewebt,<br />
worein sich müder Geist verfangen,<br />
daß einmal er zum Äther schwebt,<br />
zur Heimat wieder wird gelangen,<br />
zerriß in gnadenlosem Sturm,<br />
in Erdnacht fiel ein blinder Wurm.</p>
<p>Das Bild der Hoffnung, Hen kai Pan,<br />
verehrt, gemalt wie einst Ikonen,<br />
ein Antlitz, Schnee auf goldnem Plan,<br />
wo wir vereint mit Engeln wohnen,<br />
hat kalter Einsicht Kalk verätzt,<br />
das Gold ward grauer Staub zuletzt.</p>
<p>Das Mahl der Liebe, Brot und Wein,<br />
die uns noch Dichterworte priesen,<br />
als könnten wir Geschwister sein<br />
auf Abendlichtes stillen Wiesen,<br />
hat Schwermut abgetan als Spleen,<br />
als Wahn entlarvt ein Arzt aus Wien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/">Als Wahn entlarvt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Festmahl des Übermenschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 22:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Festmahl des Übermenschen philosophische Gedichte komisch-groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36139</guid>
		<description><![CDATA[<p>Schillernder Aussatz des Lichts, linkischer Buhle der Nacht. Er wähnte, sacht wie der Pardel auf moosigem Grund dahinzuschweben oder nackt zwischen kitzelnden Halmen bacchantisch zu tanzen. Doch ihm blieb nur, starr wie der Felsen, auf dem einzig Moose und Flechten sich wandeln, in das neblige Tal versteinerter Gegenwart zu blicken, und zum Unterschlupf die Höhle [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/">Das Festmahl des Übermenschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schillernder Aussatz des Lichts,<br />
linkischer Buhle der Nacht.</p>
<p>Er wähnte, sacht wie der Pardel<br />
auf moosigem Grund dahinzuschweben<br />
oder nackt zwischen kitzelnden Halmen<br />
bacchantisch zu tanzen.</p>
<p>Doch ihm blieb nur, starr wie der Felsen,<br />
auf dem einzig Moose und Flechten sich wandeln,<br />
in das neblige Tal<br />
versteinerter Gegenwart zu blicken,<br />
und zum Unterschlupf die Höhle<br />
des Eremiten, den er erschlagen,<br />
einzig das Zwielicht des Irrealen<br />
und der Schlund des Nichts,<br />
den umsonst er stopft<br />
mit den Innereien der Unschuld<br />
und den dürftigen Gaben<br />
einer verkarsteten und zur Steppe<br />
gewordenen Erde.</p>
<p>Beim dumpfen Gelage<br />
mit den längst zu Schatten entwesten<br />
alten Kämpen der großen Endschlacht<br />
wider den Sinn des Daseins,<br />
dem Teufelsgeiger, dem fetten Falstaff des Geifers<br />
und dem Alchemisten der tödlichen Schmelze,<br />
füttert er zuerst die schuppige Echse,<br />
die zwischen seinen zitternden Knien schwänzelt,<br />
mit blassenden Herzen von Nymphen,<br />
die ihm die Angel mit dem Köder<br />
gleisnerischer Verheißung<br />
ihrer Erlösung vom Bann<br />
gefischt hat,<br />
daß von Liebe sie lispelt,<br />
die giftige, widrige Lippe.</p>
<p>Oger, sein Meisterkoch,<br />
garniert die Festtagsplatte<br />
mit zierlichen Füßen<br />
abgetriebener Föten.</p>
<p>In der trüben Suppe<br />
schwimmen die glasigen Augen jener,<br />
die seinetwegen geweint,<br />
Saphir und Aquamarin<br />
unter exotischen Wimpern,<br />
verschleierter Sklavinnen,<br />
die nicht er,<br />
der Impotente,<br />
sondern Oger entjungfert.</p>
<p>Die zarte Lende,<br />
honiggolden mit Sirup überstrichen,<br />
mundet ihm bestialisch,<br />
hat er gestreichelt sie,<br />
sanft mit Küssen bedacht<br />
doch gestern noch,<br />
als er die Keuschheit der Kindfrau verhöhnte.</p>
<p>Beeren, Pilze, Trüffel,<br />
sie atmen den Humus der Beete,<br />
die er sorgsam gedüngt<br />
mit dem Aas von Schakalen<br />
und den Zungen von Nachtigallen.</p>
<p>Edel glimmt der Bernstein des Weins.<br />
Den Pokal haben einst die Frevler<br />
geraubt aus dem Tempel des alten Gottes,<br />
dessen Tod er prahlerisch verkündet,<br />
indes würgt ihm seine Asche<br />
die Kehle noch lange.</p>
<p>Einen neuen Gott aber fand er sich nicht,<br />
dem die düster schwelende Glut<br />
animalischer Leidenschaft zu opfern<br />
den Sinn veredelte,<br />
nur eine Fratze zusammengeleimter Mythen.</p>
<p>Endlich lehnt er sich rülpsend zurück,<br />
und seine altersfleckige Haut<br />
schwitzt glitzernde Perlen<br />
sentimentalen Gefühls aus,<br />
ein Aroma verströmend<br />
aus Veilchen und Urin.</p>
<p>Ein Schnalzen, ein Händeklatschen,<br />
schon ist sein Dichter zur Stelle,<br />
in seiner dunkelsten Ängste Abgrund<br />
lilafarbene Blüten und purpurnes Blattwerk<br />
lieblicher Oden zu streuen.</p>
<p>O Grauen<br />
in den Labyrinthen des Traums,<br />
worin er vergebens dem nahen<br />
und fernen und wieder nahen<br />
Brüllen des Minotaurus<br />
zu entfliehen sucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heimkunft gibt es keine</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 22:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimkunft gibt es keine philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36135</guid>
		<description><![CDATA[<p>Stimmen, die ins Schweigen gleiten, wenn dem Kahn, dem ruderlosen, Schaum des Monds und Schlaf von Rosen schwarzen Wassers Wogen breiten. Ferner Heimat Melodien mahnen weicher Wehmut Waisen, wenn durch Zwielichts Dämmerschneisen sie an fremde Ufer fliehen. Heimkunft, sprachst du, gibt es keine. Auf die Lauben goldner Sonnen war schon matter Tau geronnen, daß es [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/">Heimkunft gibt es keine</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmen, die ins Schweigen gleiten,<br />
wenn dem Kahn, dem ruderlosen,<br />
Schaum des Monds und Schlaf von Rosen<br />
schwarzen Wassers Wogen breiten.</p>
<p>Ferner Heimat Melodien<br />
mahnen weicher Wehmut Waisen,<br />
wenn durch Zwielichts Dämmerschneisen<br />
sie an fremde Ufer fliehen.</p>
<p>Heimkunft, sprachst du, gibt es keine.<br />
Auf die Lauben goldner Sonnen<br />
war schon matter Tau geronnen,<br />
daß es schien, die Sehnsucht weine.</p>
<p>Laß uns, sprach ich, hier nur liegen.<br />
Moose seufzten, und uns kühlten<br />
Abendlüfte. Was wir fühlten,<br />
war wie dunkler Schilfe Wiegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/">Heimkunft gibt es keine</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Das unlesbare Pergament</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 22:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das unlesbare Pergament Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36133</guid>
		<description><![CDATA[<p>Um zu begreifen, reicht ein Schattenriß, zeigt er den Archetypus einer Geste. Als wär ein Pergament er, das verweste, umwölkt des Lebens Sinn uns Finsternis. Der Strom des Daseins hebt ins Sonnenlicht, was auf ihm treibt, ob Knospen oder Leichen. Woraus er quillt, wie lang die Pulse reichen, verrät kein Code uns und kein Urgesicht. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/">Das unlesbare Pergament</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um zu begreifen, reicht ein Schattenriß,<br />
zeigt er den Archetypus einer Geste.<br />
Als wär ein Pergament er, das verweste,<br />
umwölkt des Lebens Sinn uns Finsternis.</p>
<p>Der Strom des Daseins hebt ins Sonnenlicht,<br />
was auf ihm treibt, ob Knospen oder Leichen.<br />
Woraus er quillt, wie lang die Pulse reichen,<br />
verrät kein Code uns und kein Urgesicht.</p>
<p>Nimm, Dichter, was erscheint, für offenbar.<br />
Wir sind nicht frei, der Strömung zu entkommen.<br />
Auf welches Ufer sie uns mag auch setzen,</p>
<p>ob endet, sich erneut der Seele Jahr,<br />
hier gilt nur: sinken oder fortgeschwommen<br />
mit Schaum von Blüten, Schatten, Traumes Fetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schläfer auf dem lecken Kahn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schlaefer-auf-dem-lecken-kahn/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schlaefer-auf-dem-lecken-kahn/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 22:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schläfer auf dem lecken Kahn philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie das zarte Blatt unterm Feuer sich krümmt, muß der Geist vorm Spiegelbild sich winden. Wenn die Knospe bang sich des Abends schließt, läßt, was ephemer ist, Dämmerung erblinden. Säulen stehen wir, salzige, erstarrt vor der Feuersbrunst in Sodoms Mauern. Unsre Herzen sind, Lavaklumpen gleichend, fahl, Glut, erloschen unter Ascheschauern. Wie die Blüte des Lichts [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schlaefer-auf-dem-lecken-kahn/">Schläfer auf dem lecken Kahn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie das zarte Blatt unterm Feuer sich krümmt,<br />
muß der Geist vorm Spiegelbild sich winden.<br />
Wenn die Knospe bang sich des Abends schließt,<br />
läßt, was ephemer ist, Dämmerung erblinden.</p>
<p>Säulen stehen wir, salzige, erstarrt<br />
vor der Feuersbrunst in Sodoms Mauern.<br />
Unsre Herzen sind, Lavaklumpen gleichend, fahl,<br />
Glut, erloschen unter Ascheschauern.</p>
<p>Wie die Blüte des Lichts dunkle Woge wiegt,<br />
muß der Geist auf wilden Wellen reiten.<br />
Fiedriger Pollen nur, sanft umhaucht von lauer Luft,<br />
wird zur schwesterlichen Knospe gleiten.</p>
<p>Ach, wir schliefen ein auf dem lecken Kahn,<br />
und uns träumt von Avalon, wo goldne Äpfel wuchsen.<br />
Schwarzer Abgrund, der jählings sich aufgetan,<br />
fesselt uns mit stygisch-süßem Glucksen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gedächtnis atmet auf</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gedaechtnis-atmet-auf/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gedaechtnis-atmet-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 22:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis atmet auf Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Frühe Namen hat fast schwülstiger Abschiedshauch später Blüten erstickt. Salziger Wind vom Meer riß ihn fort, und dir atmet wieder frisch ein Gedächtnis auf. Scheint auch bäurisch die Form, fahl schon das blaue Zeug, lang in Truhen verwahrt: wasche, polier es gut, und mit herbstlichem Most ge- füllt, weht dich Mnemosyne an. Überwuchert von Moos, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gedaechtnis-atmet-auf/">Gedächtnis atmet auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Frühe Namen hat fast schwülstiger Abschiedshauch<br />
später Blüten erstickt. Salziger Wind vom Meer<br />
riß ihn fort, und dir atmet<br />
wieder frisch ein Gedächtnis auf.</p>
<p>Scheint auch bäurisch die Form, fahl schon das blaue Zeug,<br />
lang in Truhen verwahrt: wasche, polier es gut,<br />
und mit herbstlichem Most ge-<br />
füllt, weht dich Mnemosyne an.</p>
<p>Überwuchert von Moos, ward unlesbar die Schrift.<br />
Rätsel munkelt der Spruch, muß an Fragmenten sich<br />
müde tasten das Auge.<br />
Schab den Wildwuchs vom Stein und lies.</p>
<p>Trügend hat uns ein Bild, dunstigem Schleier gleich,<br />
Wortes offenen Sinn mystisch verhüllt. Es glänzt<br />
transparent nur ein Tropfen,<br />
kondensiert er, sagt Wittgenstein.</p>
<p>Doch braucht dürres Gemüt, rätselzerfurchte Stirn,<br />
Wunde, brennend für nichts, Wandern im wüsten Land<br />
Schatten dichteren Wortes,<br />
grünes Laub, das von ferne rauscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mythos und Schrift</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mythos-und-schrift/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mythos-und-schrift/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 22:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mythos und Schrift Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bang hat sich in den Quell, fliehend vorm blonden Gott, Kastalia gestürzt. Pindar beschwört ihr Gold, als Apollon die Locken wusch im schillernden Schaum des Lichts. Delphis Grotte ist nah, Pythia trunknen Munds, Rätsel raunend in Trance, Schicksal dem Ödipus: Retter Thebens, der hinkte, blinder Bettler im Hain Athens. Giftig schwirrte sein Pfeil. Heilung dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mythos-und-schrift/">Mythos und Schrift</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bang hat sich in den Quell, fliehend vorm blonden Gott,<br />
Kastalia gestürzt. Pindar beschwört ihr Gold,<br />
als Apollon die Locken<br />
wusch im schillernden Schaum des Lichts.</p>
<p>Delphis Grotte ist nah, Pythia trunknen Munds,<br />
Rätsel raunend in Trance, Schicksal dem Ödipus:<br />
Retter Thebens, der hinkte,<br />
blinder Bettler im Hain Athens.</p>
<p>Giftig schwirrte sein Pfeil. Heilung dem siechen Geist<br />
sandte manchmal sein Lied, wenn ein Horaz es sang.<br />
Doch um Marsyas Flöte<br />
fahlt des Satyrs geschundne Haut.</p>
<p>Seine Schwester ist keusch, aber genauso wild.<br />
Opfer ward der Voyeur, der sie beim Bad erspäht.<br />
Lächelnd sah sie Aktaion<br />
bluten, eigener Meute Riß.</p>
<p>Schlaf im blendenden Strahl spendet die Rebe kaum,<br />
wie es Nietzsche gewähnt, der an Migräne litt.<br />
Bruder Christi war Bacchus<br />
nicht. Hob ER doch den Wein ins Licht.</p>
<p>Daseins Zwiespalt und Angst sinnt uns der Mythos an.<br />
Gibt uns göttliche Schrift Zeichen der Gnade noch,<br />
daß von Hoffnung uns singen<br />
Quellen rein wie das Schöpferwort?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gesang ströme das Blut</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gesang-stroeme-das-blut/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gesang-stroeme-das-blut/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 22:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesang ströme das Blut Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berg aus Knochen und Zeit, willst du, zu Hause fremd, darauf errichten dein Zelt? Steige herab und geh als ein Dichter ins Stromtal, nah sich fühlend stets Quell und Meer. Erinnerung, wie grau macht sie die Asche noch. Wie ein bitterer Rauch süßes Gefühl dir raubt. Hier, wo singen die Wellen, wasche die Schwermut dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gesang-stroeme-das-blut/">Gesang ströme das Blut</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Berg aus Knochen und Zeit, willst du, zu Hause fremd,<br />
darauf errichten dein Zelt? Steige herab und geh<br />
als ein Dichter ins Stromtal,<br />
nah sich fühlend stets Quell und Meer.</p>
<p>Erinnerung, wie grau macht sie die Asche noch.<br />
Wie ein bitterer Rauch süßes Gefühl dir raubt.<br />
Hier, wo singen die Wellen,<br />
wasche die Schwermut dir ab der Fluß.</p>
<p>Wüst bekritzeltes Blatt, Zeuge verstörten Geists,<br />
wie Liebe es tut, sieht sie Betrügers Schrift,<br />
zerreiß, was dich verzerrt hat,<br />
sieh im Wasser dein Spiegelbild.</p>
<p>Fandst du Ruhe im Schilf, strömt dir Gesang das Blut.<br />
Rhythmen ewigen Sinns tragen dich fort von dir,<br />
fort vom Wirrwarr des Herzens,<br />
zum Geheimnis des Ursprungs heim.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kehr ins Lichte zurück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kehr-ins-lichte-zurueck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kehr-ins-lichte-zurueck/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 22:42:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kehr ins Lichte zurück Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36055</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sicher wähnt sich, wer kriecht. Aufrechten droht der Fall. Doch auf schwindligem Grat wandelt der Kühne hin. Mag er zittern, er trinkt aus dem kristallenen Kelch das Licht. Der Gebückte verbirgt Unglück und Leid umsonst, von der Rute, die schlug, blutet die Seele noch. Was von Liebe er lallt, ist trüb wie Blüten auf faulem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kehr-ins-lichte-zurueck/">Kehr ins Lichte zurück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher wähnt sich, wer kriecht. Aufrechten droht der Fall.<br />
Doch auf schwindligem Grat wandelt der Kühne hin.<br />
Mag er zittern, er trinkt aus<br />
dem kristallenen Kelch das Licht.</p>
<p>Der Gebückte verbirgt Unglück und Leid umsonst,<br />
von der Rute, die schlug, blutet die Seele noch.<br />
Was von Liebe er lallt, ist<br />
trüb wie Blüten auf faulem Grund.</p>
<p>Vom Rauch der Lüge gewürgt, Kehlen, sie röcheln schon Tod.<br />
Doch die gesalbt mit Öl, klebrigem Fusel des Wahns,<br />
säuseln, schöner sei Leben,<br />
das im Kehricht des Unwerts wühlt.</p>
<p>Kehr ins Lichte zurück, schlug dich das Schicksal auch.<br />
Im Traum glänzen sie noch, Trauben verheißnen Weins.<br />
Lieder mögen sie pflücken,<br />
keltern odische Rhythmen bald.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Heimkehr ist Abschied auch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 22:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimkehr ist Abschied auch Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36046</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Georg Jünger Klagepsalm, Elegie: Tod war der Musaget. Taubheit fragt nach dem Sinn. Ariel schweb hinan in den blauenden Äther, unsrer sinkenden Sehnsucht Bild. Wärmt kein Feuer den Lar? Heimkehr ist Abschied auch: Geht sie heiter des Wegs, sieht sie vermüllt den Teich, wild verwuchert den Friedhof, auf dem Grabstein verblaßt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/">Heimkehr ist Abschied auch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Georg Jünger<br />
</em><br />
Klagepsalm, Elegie: Tod war der Musaget.<br />
Taubheit fragt nach dem Sinn. Ariel schweb hinan<br />
in den blauenden Äther,<br />
unsrer sinkenden Sehnsucht Bild.</p>
<p>Wärmt kein Feuer den Lar? Heimkehr ist Abschied auch:<br />
Geht sie heiter des Wegs, sieht sie vermüllt den Teich,<br />
wild verwuchert den Friedhof,<br />
auf dem Grabstein verblaßt die Schrift.</p>
<p>Was gesungen Homer, Woge, sie rauscht es noch,<br />
und was Sappho gefühlt, ritzt noch ins Mark ihr Vers.<br />
Leiden stiftet Gedächtnis,<br />
Verse, dürftige, düngt der Schmerz.</p>
<p>Schaum glänzt, Blüten des Sturms. Was wir gedacht, war Schaum.<br />
Lieblich scheint er im Licht, gräßlich, speit Nacht ihn aus.<br />
Geist der Liebe: Gespenst, saugt<br />
an der Vene der Schwermut Alb.</p>
<p>Welle um Welle Gesang, Feuchte, die Zungen löst:<br />
Ebben die Pulse der Lust, stottert ein trockner Mund.<br />
Doch die Wellen Homers, sie<br />
rauschen jenseits des Menschen noch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/">Heimkehr ist Abschied auch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ephemer</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ephemer/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ephemer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 22:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ephemer Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36043</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ephemeres Geschlecht, Falter im Kerzenschein, wähnend, was sie erblickt, was sie erregte so heiß, künde ewiges Sein. Er- lahmend knistert, was sanft geschwirrt. Offne Knospen des Tags drehten sich sonnenwärts. Sie verschließen ihr Herz, Liebe, verstoßner, gleich. Wenn sie träumen, erglänzen Tränen, kühlender Tau des Monds. Früchte, leuchtend im Laub herbstlicher Dämmerung, eine finstere Hand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ephemer/">Ephemer</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ephemeres Geschlecht, Falter im Kerzenschein,<br />
wähnend, was sie erblickt, was sie erregte so heiß,<br />
künde ewiges Sein. Er-<br />
lahmend knistert, was sanft geschwirrt.</p>
<p>Offne Knospen des Tags drehten sich sonnenwärts.<br />
Sie verschließen ihr Herz, Liebe, verstoßner, gleich.<br />
Wenn sie träumen, erglänzen<br />
Tränen, kühlender Tau des Monds.</p>
<p>Früchte, leuchtend im Laub herbstlicher Dämmerung,<br />
eine finstere Hand greift nach den edlen, Wind,<br />
und sie fallen ins Dunkel,<br />
Moose seufzen, es seufzt das Gras.</p>
<p>Worte, flüsternd gehaucht, Schreie der Angst, der Qual:<br />
Flecken grauen Papiers. Grämliche Lippe spuckt<br />
Rätselbitteres aus. Fahl<br />
schimmern Oden von Hölderlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ephemer/">Ephemer</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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	</channel>
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