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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Philosophische Gedichte</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Sat, 05 Sep 2026 22:08:54 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Der Schwermut Spleen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 22:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schwermut Spleen Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>durus amor grausamer Amor Vergil, Georgica, 3, 259 Im Wellendunkel geistert auf ein Licht, wie Glanz von Muscheln, ferner Sehnsucht Weinen. Doch blitzt nur Schaum. Poseidon rettet keinen, wo den Delphin der spitze Dreizack sticht. Der Seele Mund hat Salzflut schon geschluckt, mag ihr von Heimkehr süßes Bild auch gaukeln. Es stillt kein Traum ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schwermut-spleen/">Der Schwermut Spleen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>durus amor<br />
grausamer Amor</em><strong><br />
</strong><em>Vergil, Georgica, 3, 259<br />
</em><br />
Im Wellendunkel geistert auf ein Licht,<br />
wie Glanz von Muscheln, ferner Sehnsucht Weinen.<br />
Doch blitzt nur Schaum. Poseidon rettet keinen,<br />
wo den Delphin der spitze Dreizack sticht.</p>
<p>Der Seele Mund hat Salzflut schon geschluckt,<br />
mag ihr von Heimkehr süßes Bild auch gaukeln.<br />
Es stillt kein Traum ein wahngepeitschtes Schaukeln,<br />
wenn triefend Tritons schwarze Flosse zuckt.</p>
<p>Kein Vers ist wie der Abschiedsschrei Leanders,<br />
als tot ihm Heros Liebesfeuer schien.<br />
Ans Niemandsland speit aus den Atemlosen</p>
<p>das Rauschen dumpfen Bluts, der Schwermut Spleen.<br />
Die stille Anmut aber blüht woanders,<br />
bei Goethes Lilien oder Rilkes Rosen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Licht von fernen Sonnen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 22:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Licht von fernen Sonnen Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wahn will an Gaias Brüsten Schlummer saugen, hinsinken auf das weiche Vlies der Nacht. Doch wälzt der Geist sich, um den Schlaf gebracht, streift ihn der Blick der Angst in ihren Augen. Den Dichtern, die von Edens Früchten singen, spricht der Prophet vom kargen Abendmahl und was ins Leere ragt, vom Holz der Qual, worein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/licht-von-fernen-sonnen/">Licht von fernen Sonnen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wahn will an Gaias Brüsten Schlummer saugen,<br />
hinsinken auf das weiche Vlies der Nacht.<br />
Doch wälzt der Geist sich, um den Schlaf gebracht,<br />
streift ihn der Blick der Angst in ihren Augen.</p>
<p>Den Dichtern, die von Edens Früchten singen,<br />
spricht der Prophet vom kargen Abendmahl<br />
und was ins Leere ragt, vom Holz der Qual,<br />
worein des Todes kalte Nägel dringen.</p>
<p>Blüht dir ein Vers noch auf in irdener Schale,<br />
laß Schwermut ihn mit bittrem Glanz besprengen,<br />
der aus dem Kelch von Golgotha geronnen.</p>
<p>Daß er nicht wie des Toten Antlitz fahle,<br />
halt ihn empor, wenn sich die Schatten längen,<br />
als wecke ihn ein Licht von fernen Sonnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im aufgelassenen Wingert</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 22:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im aufgelassenen Wingert philosophsch-lyrische Gedichte über den Rhein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schieferbruch im aufgelassenen Wingert ist noch warm vom Sommertag. Im Staub der Schwermut aber schreit die Grille. Wie eine Muschel schluchzender Schlick verdunkelt der Kapelle Bergkristall die Wucherung der Ackerwinde. Runzlig gleich den Wangen greiser Witwen fahlen Trauben, die keines Dichters Lied mehr pflückt. Auf grauem Schotter starrt die Echse, als wäre jählings sie versteinert [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-aufgelassenen-wingert/">Im aufgelassenen Wingert</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schieferbruch im aufgelassenen Wingert<br />
ist noch warm vom Sommertag.<br />
Im Staub der Schwermut aber schreit die Grille.</p>
<p>Wie eine Muschel schluchzender Schlick<br />
verdunkelt der Kapelle Bergkristall<br />
die Wucherung der Ackerwinde.</p>
<p>Runzlig gleich den Wangen<br />
greiser Witwen fahlen Trauben,<br />
die keines Dichters Lied mehr pflückt.</p>
<p>Auf grauem Schotter starrt die Echse,<br />
als wäre jählings sie versteinert<br />
am Gorgonenblick des Monds.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Geflock verglühter Dankgesänge</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/geflock-vergluehter-dankgesaenge/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 22:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geflock verglühter Dankgesänge philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sirrendes Geschmeiß ringsum – schwingt kein Horaz die Fliegenklatsche? * Siehst du im Wald die Bakchen schweifen? Sie kehren wie der Mond zurück, wenn seine Lenden schwellen. Doch die deinen Samen nahm, wird ihre Frucht zerreißen, sie einem wüsten Oger opfern. * Der Schnee auf Hymnengipfeln schmolz unter Satans schwarzer Sonne. Ein Wirbel steigt aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/geflock-vergluehter-dankgesaenge/">Geflock verglühter Dankgesänge</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sirrendes Geschmeiß ringsum –<br />
schwingt kein Horaz<br />
die Fliegenklatsche?</p>
<p>*</p>
<p>Siehst du im Wald die Bakchen schweifen?<br />
Sie kehren wie der Mond zurück,<br />
wenn seine Lenden schwellen.</p>
<p>Doch die deinen Samen nahm,<br />
wird ihre Frucht zerreißen,<br />
sie einem wüsten Oger opfern.</p>
<p>*</p>
<p>Der Schnee auf Hymnengipfeln<br />
schmolz unter Satans schwarzer Sonne.<br />
Ein Wirbel steigt aus stummen Furchen,<br />
Geflock verglühter Dankgesänge.</p>
<p>*</p>
<p>Der Herbst hat dir den Mund verstopft<br />
mit Büscheln trockener Gräser.<br />
Statt Augen blitzen, die dir eingesetzt<br />
die Meute, blinder Sehnsucht Scherben.<br />
Ins Schambein hat man dir gerammt,<br />
das keinem Hochfest je geschallt,<br />
ein Widderhorn.<br />
Die Krähe höhnt auf deiner Schulter<br />
der lächerlichen Vogelscheuche.</p>
<p>*</p>
<p>Gedämpfte Stimmen,<br />
Murmeln wie von Pilgern,<br />
die ins hohe Gras der Hymnen sanken.</p>
<p>Vom Abendwind verschluckte Vogelrufe,<br />
ein leises Schluchzen nur,<br />
als tropfe Harz<br />
aus einer Rinde,<br />
nachdem der bronzene Klang<br />
der Axt im Laub der Dämmerung<br />
verwehte.</p>
<p>*</p>
<p>Als ob der Sprachstrom münden wollte,<br />
ward über ihm der Himmel weit,<br />
und weicher glitt der azurgrüne Vers.<br />
Leichter, wie das Bild der Wolken,<br />
trägt er nun der Schwermut schwarzen Schaum.<br />
Und was ihm dämmernd Ufer streuten,<br />
des Sommers leer gesungene Nester,<br />
ausgepreßter Früchte Schalen,<br />
der Blüten Purpur, den verblaßten,<br />
hüllt ein er wie die dunkle Göttin<br />
alles Unerlöste<br />
in einen Nimbus gnädigen Verrauschens.<br />
Ihm ist, er dürfe endlich schlafen,<br />
nachdem sie Salz geschmeckt,<br />
die lange heimatlos gelallt, die Lippe.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schwarze Flocken stäuben</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schwarze-flocken-staeuben/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 22:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarze Flocken stäuben philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Den Schmerz, der fragt wozu, kann Rose nicht, kann keines Festmahls goldner Wein betäuben. Und schimmert noch der Anmut Angesicht, des jähen Todes schwarze Flocken stäuben. Der Wange zarte Haut für Eros Kuß hat dürren Alters Dorngestrüpp zerstochen. Die Schlange fraß das Kraut an Uruks Fluß, das jung zu bleiben Gilgamesch versprochen. Der Klage Fittich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schwarze-flocken-staeuben/">Schwarze Flocken stäuben</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Schmerz, der fragt wozu, kann Rose nicht,<br />
kann keines Festmahls goldner Wein betäuben.<br />
Und schimmert noch der Anmut Angesicht,<br />
des jähen Todes schwarze Flocken stäuben.</p>
<p>Der Wange zarte Haut für Eros Kuß<br />
hat dürren Alters Dorngestrüpp zerstochen.<br />
Die Schlange fraß das Kraut an Uruks Fluß,<br />
das jung zu bleiben Gilgamesch versprochen.</p>
<p>Der Klage Fittich stieg um Enkidu<br />
und sank bald schlaff herab auf die Gebeine.<br />
So deckt ein Bahrtuch Dichters Antlitz zu,<br />
die Verse Moos, daß keine Muse weine.</p>
<p>Mag hingerissen von der Lerche Sang<br />
die wilde Sehnsucht in die Sonne taumeln,<br />
im Dämmerschilf verirrt flicht sie den Strang,<br />
am ächzenden Geäst der Nacht zu baumeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der verdorrte Feigenbaum</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 22:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der verdorrte Feigenbaum philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36246</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich. Matthäus 21, 18–19 &#160; Üppiger Blätter Glanz überwuchert das Dunkel, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-verdorrte-feigenbaum/">Der verdorrte Feigenbaum</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Als er aber am Morgen wieder in die Stadt ging, hungerte ihn.<br />
Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege, ging hinzu und<br />
fand nichts daran als Blätter und sprach zu ihm: Nie mehr wachse<br />
Frucht auf dir in Ewigkeit! Und der Feigenbaum verdorrte sogleich.<br />
Matthäus 21, 18–19</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Üppiger Blätter Glanz<br />
überwuchert das Dunkel,<br />
verheimlicht die Leere.</p>
<p>Falsche Fülle verdeckt<br />
die geistige Öde,<br />
trunkenes Rascheln<br />
gesanglose Dürre.</p>
<p>Nicht Glanz nährt,<br />
sondern Frucht.</p>
<p>Tautropfen,<br />
hohlen Wortes Geglitzer<br />
zerrinnt im Abendhauch.</p>
<p>Süß ist die Frucht,<br />
die im Laube der Dämmerung nachglüht<br />
und in die Nacht der Schwermut noch lächelt.</p>
<p>Feuchtes Lallen<br />
gleisnerischer Lippen<br />
verstummt<br />
unter des Meerwinds salzigen Küssen.</p>
<p>Vor dem Meister,<br />
heilig-nüchternen Blicks,<br />
ist der Unzucht fauliges Prangen,<br />
der triefende Wortwuchs<br />
im Moraste des Wahns<br />
längst schon verdorrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rose, vorm Abendgrauen zitternd</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/rose-vorm-abendgrauen-zitternd/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 22:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rose vorm Abendgrauen zitternd philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>O Dämon Mensch, Blut aus Schädeln schlürfend, verzückt von einem süßen Hauch aus Eden. Worauf wir ruhlos wandeln, der Erde Kruste schwimmt auf einem Meer aus Flammen, einer dunklen Gottheit lodernde Qual. Sieh, wie der Schönheit Rose vorm Abendgrauen zittert. In den Falten der Gewandung leicht lebender Gestalten hoher Tempelfriese rinnt ein bitterer Tau, die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/rose-vorm-abendgrauen-zitternd/">Rose, vorm Abendgrauen zitternd</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>O Dämon Mensch,<br />
Blut aus Schädeln schlürfend,<br />
verzückt von einem süßen Hauch<br />
aus Eden.</em></p>
<p>Worauf wir ruhlos wandeln,<br />
der Erde Kruste schwimmt<br />
auf einem Meer aus Flammen,<br />
einer dunklen Gottheit<br />
lodernde Qual.</p>
<p>Sieh, wie der Schönheit Rose<br />
vorm Abendgrauen zittert.</p>
<p>In den Falten der Gewandung<br />
leicht lebender Gestalten<br />
hoher Tempelfriese<br />
rinnt ein bitterer Tau,<br />
die Tränen unerhörter Klage.</p>
<p>Den Glanz der Ähren<br />
in den Opferschalen<br />
umschatten Seufzer<br />
ungestillten Hungers.</p>
<p>Der Zug der Völker<br />
von Assur, Ninive und Babylon<br />
versank im Wüstensand,<br />
in mythischen Gebirges Schnee<br />
verwehte<br />
Hellas hymnischer Gesang.</p>
<p>Sieh, wie der Schönheit Rose<br />
vorm Abendgrauen zittert.</p>
<p>Die Tische mit den schimmernden Krügen<br />
goldenen Weins<br />
stieß das Horn des wilden Stiers,<br />
den keine Anmut zähmt,<br />
in den Morast der Finsternis.</p>
<p>Die leuchtende Lilie,<br />
Liebe hält sie in der Hand,<br />
zerrupft ein Drache,<br />
aus jenem Sumpf gekrochen,<br />
den kein Heros trockenlegt.</p>
<p>Der Grund, auf dem wir stehen, schwankt.</p>
<p>Der Worte Spiegel ist getrübt,<br />
unter Schlieren des Verschwiegenen<br />
verwischt sich uns der klare Sinn.</p>
<p>Dem Panzer der Kröte gleich<br />
schleppen wir das Leben hin,<br />
die Zunge reckend in ein lichtes Grün,<br />
vor der Nacht uns bergend<br />
in die Höhle des Traums.</p>
<p>Doch im Dunkeln wurzelnd<br />
sagt die Rose uns,<br />
was dem Sommertag gelang.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Daß Stille kehrt im Dämmerlichte</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dass-stille-kehrt-im-daemmerlichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 22:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Daß Stille kehrt im Dämmerlichte philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36230</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im Halbschlaf ist es noch wie leises Pochen, als frage Sehnsucht, ob ein Herz hier weile, das sie vermißt auf sonnenfernen Pfaden, ein warmes Lächeln ihr entgegeneile. In Traumes Schluchten ist es wildes Brausen, als würden Brunnen schmerzlich überquellen, als wölke Gischt von aufgepeitschten Wassern am Fels der Angst, wo sie zum Abgrund schnellen. Der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dass-stille-kehrt-im-daemmerlichte/">Daß Stille kehrt im Dämmerlichte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Halbschlaf ist es noch wie leises Pochen,<br />
als frage Sehnsucht, ob ein Herz hier weile,<br />
das sie vermißt auf sonnenfernen Pfaden,<br />
ein warmes Lächeln ihr entgegeneile.</p>
<p>In Traumes Schluchten ist es wildes Brausen,<br />
als würden Brunnen schmerzlich überquellen,<br />
als wölke Gischt von aufgepeitschten Wassern<br />
am Fels der Angst, wo sie zum Abgrund schnellen.</p>
<p>Der Tag indes ist nur ein ödes Ächzen<br />
in ungeölten Angeln loser Pforten,<br />
die dumpf im Wind der Langeweile schlagen,<br />
nur Wiederkäuen von entseelten Worten.</p>
<p>Daß endlich Stille kehrt im Dämmerlichte,<br />
muß edler Geist der Torheit Mund verstopfen,<br />
das Blut, das ihren Wangen Rosen malte,<br />
in dunkler Schwermut Kammern niedertropfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dass-stille-kehrt-im-daemmerlichte/">Daß Stille kehrt im Dämmerlichte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Durchs Gehölz verdorrter Worte</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/durchs-gehoelz-verdorrter-worte/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 22:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Durchs Gehölz verdorrter Worte philosophische Gedichte poetologische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36225</guid>
		<description><![CDATA[<p>Durchs Gehölz verdorrter Worte, schief gewachsen unterm scharfen Strahl Apolls, Krüppelstümpfe, sacht umwickelt da und dort von Selenes stillen Moosen, geht hin dein schmerzender, dein ausgetanzter Fuß. Verglühter Oden trockenes Laub weht herab nur dürres Rascheln. Vom Aronstab, der wie aus Psalmenzwielicht starrt, tropft ein blasser Reim. Wohin denn, Dichter, führt Schwermut dich zu später [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/durchs-gehoelz-verdorrter-worte/">Durchs Gehölz verdorrter Worte</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Durchs Gehölz verdorrter Worte,<br />
schief gewachsen<br />
unterm scharfen Strahl Apolls,<br />
Krüppelstümpfe,<br />
sacht umwickelt da und dort<br />
von Selenes stillen Moosen,<br />
geht hin dein schmerzender,<br />
dein ausgetanzter Fuß.</p>
<p>Verglühter Oden<br />
trockenes Laub<br />
weht herab nur dürres Rascheln.</p>
<p>Vom Aronstab,<br />
der wie aus Psalmenzwielicht starrt,<br />
tropft ein blasser Reim.</p>
<p>Wohin denn, Dichter,<br />
führt Schwermut dich<br />
zu später Stunde?</p>
<p>Spricht dir geisterhaftes Schimmern<br />
zwischen Dorngestrüpp und Eichenstrunk<br />
von einer Lichtung noch,<br />
betaut vom dunklen Glanz<br />
der Elegie?</p>
<p>Da ist bloß ein Geweb von Spinnen,<br />
wo unterm schwärzlichen Grind<br />
der Todgeweihten<br />
im kalten Mondlicht<br />
lacrimae rerum glimmen.</p>
<p>So leg dich hin,<br />
wo Melde kriecht<br />
und Löwenzahn um Disteln bleckt.</p>
<p>Kaum eingeschlafen<br />
fühlst du Tau<br />
von den Lidern<br />
nie geküßter Himmelsrose<br />
auf die Stirn dir rinnen.</p>
<p>Breitet Nacht ein Vlies<br />
für unerfüllter Liebe<br />
hoffnungslose Klage?</p>
<p>Ist es noch Dämmerung,<br />
ist es schon Traum,<br />
als würden ferner Heimat,<br />
bitterer Legende Brunnen<br />
überfließen?</p>
<p>Es ist das Gurren einer wilden Taube,<br />
die bangen Schwunges flattert,<br />
wenn herniederweht<br />
der Eule Schatten.</p>
<p>Kein Adoneus,<br />
kein Iambus<br />
kann den Riß ermessen<br />
durch süßer Minne Lied,<br />
der Waldmaus jähes Todesschrillen.</p>
<p>Es ist vorbei.</p>
<p>Dich reißt das Heulen der Motoren,<br />
der Moloch mit dem Schlund aus Stahl<br />
und gläsern-tränenlosen Augen<br />
aus der Mulde<br />
vergilisch-grünen Dämmers.</p>
<p>Stopf den abgerupften Vers,<br />
Holunders schwarze Glykoneen<br />
in den Rucksack<br />
eines biederen Studienrats<br />
auf Bildungsreisen.</p>
<p>Schlepp dich durch Attrappen<br />
totgereimten Walds<br />
ins städtische Büro.</p>
<p>Die nichts nährt<br />
als deinen Überdruß,<br />
der Phrasen harte Kruste<br />
würg hinunter.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Müdigkeit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/muedigkeit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/muedigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 22:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wird schon schlaff der Parze heikler Faden, sieh, wie flockenzart der Traum entschwebt. Laß ins Dunkel Wortes Falter taumeln, der am Honig süßen Sinns geklebt. Müdigkeit läßt hin die Ruder fahren, und die Wellen werden langsam glatt. Daß an Ufern fern noch Geister winken, hofft dein Herz nicht mehr, vom Schaukeln matt. Boten dunkler Abkunft, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/muedigkeit/">Müdigkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wird schon schlaff der Parze heikler Faden,<br />
sieh, wie flockenzart der Traum entschwebt.<br />
Laß ins Dunkel Wortes Falter taumeln,<br />
der am Honig süßen Sinns geklebt.</p>
<p>Müdigkeit läßt hin die Ruder fahren,<br />
und die Wellen werden langsam glatt.<br />
Daß an Ufern fern noch Geister winken,<br />
hofft dein Herz nicht mehr, vom Schaukeln matt.</p>
<p>Boten dunkler Abkunft, wie sie knistern,<br />
Motten, von der Kerze Schein gelockt.<br />
Verse kommen nicht, nur dumpfes Stöhnen,<br />
wenn auf deiner Brust der Nachtmahr hockt.</p>
<p>Quellen, Blüten aus der Jugend Auen,<br />
lang verrauscht, im Abendzwielicht fahl.<br />
Aschengrau das goldne Haar der Frauen,<br />
taub der Mund, den du geküßt einmal.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gegenstrebige Fügung</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-fuegung/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-fuegung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 22:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenstrebige Fügung philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Heißes Blut erträumt sich einen Götzen, der die wilden Herzen niederringt, laues sehnt sich nach dem Blitz der Peitsche, unter der erschlaffte Ader springt. Anmut schmiegt sich an des Scheusals Kralle, bis sie ihrer Lenden Taft zerfetzt. Unschuld lockt es in die Labyrinthe, wo ein Stiermensch sie zu Tode hetzt. Feuchter Glanz steigt in der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gegenstrebige-fuegung/">Gegenstrebige Fügung</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heißes Blut erträumt sich einen Götzen,<br />
der die wilden Herzen niederringt,<br />
laues sehnt sich nach dem Blitz der Peitsche,<br />
unter der erschlaffte Ader springt.</p>
<p>Anmut schmiegt sich an des Scheusals Kralle,<br />
bis sie ihrer Lenden Taft zerfetzt.<br />
Unschuld lockt es in die Labyrinthe,<br />
wo ein Stiermensch sie zu Tode hetzt.</p>
<p>Feuchter Glanz steigt in der Liebe Auge,<br />
würgt sie kalte Hand der Phrenesie.<br />
Der Ophelia sterbensbleiche Lippen<br />
rötet wilder Schwermut Elegie.</p>
<p>Dionysisch läßt sich Unzucht feiern,<br />
Geifer ätzt vestalisch reine Haut.<br />
Freies Wort durchbricht den Firn der Phrase,<br />
wenn Apollos hoher Strahl ihn taut.</p>
<p>Der gewandert durch La Douce France,<br />
schritt im bittern Staub auch der Vendée.<br />
Dem des Wortes Rose glomm auf Wolken,<br />
fand den Enzian nicht mehr im Schnee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Erläuterungen:<br />
Gegenstrebige Fügung ist die Übersetzung des heraklitischen Ausdrucks palintonos harmonie.</em></p>
<p><em>Das heiße Blut ist orientalischer Herkunft; es hat sich die Religion der Unterwerfung verordnet.</em></p>
<p><em>Unschuld: Ariadne kehrt ins Labyrinth des Ungeheuers zurück.</em></p>
<p><em>Ophelia liebt den Prinzen Hamlet, wird von diesem aber zurückgewiesen. Sie verfällt nach<br />
dem tragischen Tod ihres Vaters von Hamlets Hand dem Wahnsinn und geht ins Wasser.<br />
Georg Heym, Arthur Rimbaud und Peter Huchel schrieben Gedichte über das traurige Schicksal Ophelias.</em></p>
<p><em>Auserlesene Jungfrauen, Vestalinnen, hatten als römischen Staatskult das Herdfeuer im Vestatempel zu hüten.</em></p>
<p><em>La Douce France: Herkunft aus dem altfranzösischen Rolandslied, findet sich auch bei Stefan George.</em></p>
<p><em>Hölderlin wanderte von Nürtingen bis Bordeaux, auf dem Rückweg durchquerte er auch die Vendée, deren Aufstand gegen den Terror der Jakobiner von diesen blutig niedergeschlagen worden war.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Als Wahn entlarvt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2026 22:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Als Wahn entlarvt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Netz des Glaubens, zart gewebt, worein sich müder Geist verfangen, daß einmal er zum Äther schwebt, zur Heimat wieder wird gelangen, zerriß in gnadenlosem Sturm, in Erdnacht fiel ein blinder Wurm. Das Bild der Hoffnung, Hen kai Pan, verehrt, gemalt wie einst Ikonen, ein Antlitz, Schnee auf goldnem Plan, wo wir vereint mit Engeln [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/als-wahn-entlarvt/">Als Wahn entlarvt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netz des Glaubens, zart gewebt,<br />
worein sich müder Geist verfangen,<br />
daß einmal er zum Äther schwebt,<br />
zur Heimat wieder wird gelangen,<br />
zerriß in gnadenlosem Sturm,<br />
in Erdnacht fiel ein blinder Wurm.</p>
<p>Das Bild der Hoffnung, Hen kai Pan,<br />
verehrt, gemalt wie einst Ikonen,<br />
ein Antlitz, Schnee auf goldnem Plan,<br />
wo wir vereint mit Engeln wohnen,<br />
hat kalter Einsicht Kalk verätzt,<br />
das Gold ward grauer Staub zuletzt.</p>
<p>Das Mahl der Liebe, Brot und Wein,<br />
die uns noch Dichterworte priesen,<br />
als könnten wir Geschwister sein<br />
auf Abendlichtes stillen Wiesen,<br />
hat Schwermut abgetan als Spleen,<br />
als Wahn entlarvt ein Arzt aus Wien.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Festmahl des Übermenschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2026 22:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Festmahl des Übermenschen philosophische Gedichte komisch-groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Schillernder Aussatz des Lichts, linkischer Buhle der Nacht. Er wähnte, sacht wie der Pardel auf moosigem Grund dahinzuschweben oder nackt zwischen kitzelnden Halmen bacchantisch zu tanzen. Doch ihm blieb nur, starr wie der Felsen, auf dem einzig Moose und Flechten sich wandeln, in das neblige Tal versteinerter Gegenwart zu blicken, und zum Unterschlupf die Höhle [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-festmahl-des-uebermenschen/">Das Festmahl des Übermenschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schillernder Aussatz des Lichts,<br />
linkischer Buhle der Nacht.</p>
<p>Er wähnte, sacht wie der Pardel<br />
auf moosigem Grund dahinzuschweben<br />
oder nackt zwischen kitzelnden Halmen<br />
bacchantisch zu tanzen.</p>
<p>Doch ihm blieb nur, starr wie der Felsen,<br />
auf dem einzig Moose und Flechten sich wandeln,<br />
in das neblige Tal<br />
versteinerter Gegenwart zu blicken,<br />
und zum Unterschlupf die Höhle<br />
des Eremiten, den er erschlagen,<br />
einzig das Zwielicht des Irrealen<br />
und der Schlund des Nichts,<br />
den umsonst er stopft<br />
mit den Innereien der Unschuld<br />
und den dürftigen Gaben<br />
einer verkarsteten und zur Steppe<br />
gewordenen Erde.</p>
<p>Beim dumpfen Gelage<br />
mit den längst zu Schatten entwesten<br />
alten Kämpen der großen Endschlacht<br />
wider den Sinn des Daseins,<br />
dem Teufelsgeiger, dem fetten Falstaff des Geifers<br />
und dem Alchemisten der tödlichen Schmelze,<br />
füttert er zuerst die schuppige Echse,<br />
die zwischen seinen zitternden Knien schwänzelt,<br />
mit blassenden Herzen von Nymphen,<br />
die ihm die Angel mit dem Köder<br />
gleisnerischer Verheißung<br />
ihrer Erlösung vom Bann<br />
gefischt hat,<br />
daß von Liebe sie lispelt,<br />
die giftige, widrige Lippe.</p>
<p>Oger, sein Meisterkoch,<br />
garniert die Festtagsplatte<br />
mit zierlichen Füßen<br />
abgetriebener Föten.</p>
<p>In der trüben Suppe<br />
schwimmen die glasigen Augen jener,<br />
die seinetwegen geweint,<br />
Saphir und Aquamarin<br />
unter exotischen Wimpern,<br />
verschleierter Sklavinnen,<br />
die nicht er,<br />
der Impotente,<br />
sondern Oger entjungfert.</p>
<p>Die zarte Lende,<br />
honiggolden mit Sirup überstrichen,<br />
mundet ihm bestialisch,<br />
hat er gestreichelt sie,<br />
sanft mit Küssen bedacht<br />
doch gestern noch,<br />
als er die Keuschheit der Kindfrau verhöhnte.</p>
<p>Beeren, Pilze, Trüffel,<br />
sie atmen den Humus der Beete,<br />
die er sorgsam gedüngt<br />
mit dem Aas von Schakalen<br />
und den Zungen von Nachtigallen.</p>
<p>Edel glimmt der Bernstein des Weins.<br />
Den Pokal haben einst die Frevler<br />
geraubt aus dem Tempel des alten Gottes,<br />
dessen Tod er prahlerisch verkündet,<br />
indes würgt ihm seine Asche<br />
die Kehle noch lange.</p>
<p>Einen neuen Gott aber fand er sich nicht,<br />
dem die düster schwelende Glut<br />
animalischer Leidenschaft zu opfern<br />
den Sinn veredelte,<br />
nur eine Fratze zusammengeleimter Mythen.</p>
<p>Endlich lehnt er sich rülpsend zurück,<br />
und seine altersfleckige Haut<br />
schwitzt glitzernde Perlen<br />
sentimentalen Gefühls aus,<br />
ein Aroma verströmend<br />
aus Veilchen und Urin.</p>
<p>Ein Schnalzen, ein Händeklatschen,<br />
schon ist sein Dichter zur Stelle,<br />
in seiner dunkelsten Ängste Abgrund<br />
lilafarbene Blüten und purpurnes Blattwerk<br />
lieblicher Oden zu streuen.</p>
<p>O Grauen<br />
in den Labyrinthen des Traums,<br />
worin er vergebens dem nahen<br />
und fernen und wieder nahen<br />
Brüllen des Minotaurus<br />
zu entfliehen sucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Heimkunft gibt es keine</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 22:37:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimkunft gibt es keine philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Stimmen, die ins Schweigen gleiten, wenn dem Kahn, dem ruderlosen, Schaum des Monds und Schlaf von Rosen schwarzen Wassers Wogen breiten. Ferner Heimat Melodien mahnen weicher Wehmut Waisen, wenn durch Zwielichts Dämmerschneisen sie an fremde Ufer fliehen. Heimkunft, sprachst du, gibt es keine. Auf die Lauben goldner Sonnen war schon matter Tau geronnen, daß es [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/">Heimkunft gibt es keine</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Stimmen, die ins Schweigen gleiten,<br />
wenn dem Kahn, dem ruderlosen,<br />
Schaum des Monds und Schlaf von Rosen<br />
schwarzen Wassers Wogen breiten.</p>
<p>Ferner Heimat Melodien<br />
mahnen weicher Wehmut Waisen,<br />
wenn durch Zwielichts Dämmerschneisen<br />
sie an fremde Ufer fliehen.</p>
<p>Heimkunft, sprachst du, gibt es keine.<br />
Auf die Lauben goldner Sonnen<br />
war schon matter Tau geronnen,<br />
daß es schien, die Sehnsucht weine.</p>
<p>Laß uns, sprach ich, hier nur liegen.<br />
Moose seufzten, und uns kühlten<br />
Abendlüfte. Was wir fühlten,<br />
war wie dunkler Schilfe Wiegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkunft-gibt-es-keine/">Heimkunft gibt es keine</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das unlesbare Pergament</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 22:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das unlesbare Pergament Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Um zu begreifen, reicht ein Schattenriß, zeigt er den Archetypus einer Geste. Als wär ein Pergament er, das verweste, umwölkt des Lebens Sinn uns Finsternis. Der Strom des Daseins hebt ins Sonnenlicht, was auf ihm treibt, ob Knospen oder Leichen. Woraus er quillt, wie lang die Pulse reichen, verrät kein Code uns und kein Urgesicht. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/">Das unlesbare Pergament</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um zu begreifen, reicht ein Schattenriß,<br />
zeigt er den Archetypus einer Geste.<br />
Als wär ein Pergament er, das verweste,<br />
umwölkt des Lebens Sinn uns Finsternis.</p>
<p>Der Strom des Daseins hebt ins Sonnenlicht,<br />
was auf ihm treibt, ob Knospen oder Leichen.<br />
Woraus er quillt, wie lang die Pulse reichen,<br />
verrät kein Code uns und kein Urgesicht.</p>
<p>Nimm, Dichter, was erscheint, für offenbar.<br />
Wir sind nicht frei, der Strömung zu entkommen.<br />
Auf welches Ufer sie uns mag auch setzen,</p>
<p>ob endet, sich erneut der Seele Jahr,<br />
hier gilt nur: sinken oder fortgeschwommen<br />
mit Schaum von Blüten, Schatten, Traumes Fetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-unlesbare-pergament/">Das unlesbare Pergament</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schläfer auf dem lecken Kahn</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schlaefer-auf-dem-lecken-kahn/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schlaefer-auf-dem-lecken-kahn/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 22:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schläfer auf dem lecken Kahn philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36114</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie das zarte Blatt unterm Feuer sich krümmt, muß der Geist vorm Spiegelbild sich winden. Wenn die Knospe bang sich des Abends schließt, läßt, was ephemer ist, Dämmerung erblinden. Säulen stehen wir, salzige, erstarrt vor der Feuersbrunst in Sodoms Mauern. Unsre Herzen sind, Lavaklumpen gleichend, fahl, Glut, erloschen unter Ascheschauern. Wie die Blüte des Lichts [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schlaefer-auf-dem-lecken-kahn/">Schläfer auf dem lecken Kahn</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie das zarte Blatt unterm Feuer sich krümmt,<br />
muß der Geist vorm Spiegelbild sich winden.<br />
Wenn die Knospe bang sich des Abends schließt,<br />
läßt, was ephemer ist, Dämmerung erblinden.</p>
<p>Säulen stehen wir, salzige, erstarrt<br />
vor der Feuersbrunst in Sodoms Mauern.<br />
Unsre Herzen sind, Lavaklumpen gleichend, fahl,<br />
Glut, erloschen unter Ascheschauern.</p>
<p>Wie die Blüte des Lichts dunkle Woge wiegt,<br />
muß der Geist auf wilden Wellen reiten.<br />
Fiedriger Pollen nur, sanft umhaucht von lauer Luft,<br />
wird zur schwesterlichen Knospe gleiten.</p>
<p>Ach, wir schliefen ein auf dem lecken Kahn,<br />
und uns träumt von Avalon, wo goldne Äpfel wuchsen.<br />
Schwarzer Abgrund, der jählings sich aufgetan,<br />
fesselt uns mit stygisch-süßem Glucksen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gedächtnis atmet auf</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gedaechtnis-atmet-auf/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 22:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis atmet auf Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36096</guid>
		<description><![CDATA[<p>Frühe Namen hat fast schwülstiger Abschiedshauch später Blüten erstickt. Salziger Wind vom Meer riß ihn fort, und dir atmet wieder frisch ein Gedächtnis auf. Scheint auch bäurisch die Form, fahl schon das blaue Zeug, lang in Truhen verwahrt: wasche, polier es gut, und mit herbstlichem Most ge- füllt, weht dich Mnemosyne an. Überwuchert von Moos, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gedaechtnis-atmet-auf/">Gedächtnis atmet auf</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Frühe Namen hat fast schwülstiger Abschiedshauch<br />
später Blüten erstickt. Salziger Wind vom Meer<br />
riß ihn fort, und dir atmet<br />
wieder frisch ein Gedächtnis auf.</p>
<p>Scheint auch bäurisch die Form, fahl schon das blaue Zeug,<br />
lang in Truhen verwahrt: wasche, polier es gut,<br />
und mit herbstlichem Most ge-<br />
füllt, weht dich Mnemosyne an.</p>
<p>Überwuchert von Moos, ward unlesbar die Schrift.<br />
Rätsel munkelt der Spruch, muß an Fragmenten sich<br />
müde tasten das Auge.<br />
Schab den Wildwuchs vom Stein und lies.</p>
<p>Trügend hat uns ein Bild, dunstigem Schleier gleich,<br />
Wortes offenen Sinn mystisch verhüllt. Es glänzt<br />
transparent nur ein Tropfen,<br />
kondensiert er, sagt Wittgenstein.</p>
<p>Doch braucht dürres Gemüt, rätselzerfurchte Stirn,<br />
Wunde, brennend für nichts, Wandern im wüsten Land<br />
Schatten dichteren Wortes,<br />
grünes Laub, das von ferne rauscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mythos und Schrift</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mythos-und-schrift/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mythos-und-schrift/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 22:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mythos und Schrift Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bang hat sich in den Quell, fliehend vorm blonden Gott, Kastalia gestürzt. Pindar beschwört ihr Gold, als Apollon die Locken wusch im schillernden Schaum des Lichts. Delphis Grotte ist nah, Pythia trunknen Munds, Rätsel raunend in Trance, Schicksal dem Ödipus: Retter Thebens, der hinkte, blinder Bettler im Hain Athens. Giftig schwirrte sein Pfeil. Heilung dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mythos-und-schrift/">Mythos und Schrift</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bang hat sich in den Quell, fliehend vorm blonden Gott,<br />
Kastalia gestürzt. Pindar beschwört ihr Gold,<br />
als Apollon die Locken<br />
wusch im schillernden Schaum des Lichts.</p>
<p>Delphis Grotte ist nah, Pythia trunknen Munds,<br />
Rätsel raunend in Trance, Schicksal dem Ödipus:<br />
Retter Thebens, der hinkte,<br />
blinder Bettler im Hain Athens.</p>
<p>Giftig schwirrte sein Pfeil. Heilung dem siechen Geist<br />
sandte manchmal sein Lied, wenn ein Horaz es sang.<br />
Doch um Marsyas Flöte<br />
fahlt des Satyrs geschundne Haut.</p>
<p>Seine Schwester ist keusch, aber genauso wild.<br />
Opfer ward der Voyeur, der sie beim Bad erspäht.<br />
Lächelnd sah sie Aktaion<br />
bluten, eigener Meute Riß.</p>
<p>Schlaf im blendenden Strahl spendet die Rebe kaum,<br />
wie es Nietzsche gewähnt, der an Migräne litt.<br />
Bruder Christi war Bacchus<br />
nicht. Hob ER doch den Wein ins Licht.</p>
<p>Daseins Zwiespalt und Angst sinnt uns der Mythos an.<br />
Gibt uns göttliche Schrift Zeichen der Gnade noch,<br />
daß von Hoffnung uns singen<br />
Quellen rein wie das Schöpferwort?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gesang ströme das Blut</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gesang-stroeme-das-blut/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2026 22:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesang ströme das Blut Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berg aus Knochen und Zeit, willst du, zu Hause fremd, darauf errichten dein Zelt? Steige herab und geh als ein Dichter ins Stromtal, nah sich fühlend stets Quell und Meer. Erinnerung, wie grau macht sie die Asche noch. Wie ein bitterer Rauch süßes Gefühl dir raubt. Hier, wo singen die Wellen, wasche die Schwermut dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gesang-stroeme-das-blut/">Gesang ströme das Blut</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Berg aus Knochen und Zeit, willst du, zu Hause fremd,<br />
darauf errichten dein Zelt? Steige herab und geh<br />
als ein Dichter ins Stromtal,<br />
nah sich fühlend stets Quell und Meer.</p>
<p>Erinnerung, wie grau macht sie die Asche noch.<br />
Wie ein bitterer Rauch süßes Gefühl dir raubt.<br />
Hier, wo singen die Wellen,<br />
wasche die Schwermut dir ab der Fluß.</p>
<p>Wüst bekritzeltes Blatt, Zeuge verstörten Geists,<br />
wie Liebe es tut, sieht sie Betrügers Schrift,<br />
zerreiß, was dich verzerrt hat,<br />
sieh im Wasser dein Spiegelbild.</p>
<p>Fandst du Ruhe im Schilf, strömt dir Gesang das Blut.<br />
Rhythmen ewigen Sinns tragen dich fort von dir,<br />
fort vom Wirrwarr des Herzens,<br />
zum Geheimnis des Ursprungs heim.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kehr ins Lichte zurück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kehr-ins-lichte-zurueck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kehr-ins-lichte-zurueck/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2026 22:42:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kehr ins Lichte zurück Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36055</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sicher wähnt sich, wer kriecht. Aufrechten droht der Fall. Doch auf schwindligem Grat wandelt der Kühne hin. Mag er zittern, er trinkt aus dem kristallenen Kelch das Licht. Der Gebückte verbirgt Unglück und Leid umsonst, von der Rute, die schlug, blutet die Seele noch. Was von Liebe er lallt, ist trüb wie Blüten auf faulem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kehr-ins-lichte-zurueck/">Kehr ins Lichte zurück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sicher wähnt sich, wer kriecht. Aufrechten droht der Fall.<br />
Doch auf schwindligem Grat wandelt der Kühne hin.<br />
Mag er zittern, er trinkt aus<br />
dem kristallenen Kelch das Licht.</p>
<p>Der Gebückte verbirgt Unglück und Leid umsonst,<br />
von der Rute, die schlug, blutet die Seele noch.<br />
Was von Liebe er lallt, ist<br />
trüb wie Blüten auf faulem Grund.</p>
<p>Vom Rauch der Lüge gewürgt, Kehlen, sie röcheln schon Tod.<br />
Doch die gesalbt mit Öl, klebrigem Fusel des Wahns,<br />
säuseln, schöner sei Leben,<br />
das im Kehricht des Unwerts wühlt.</p>
<p>Kehr ins Lichte zurück, schlug dich das Schicksal auch.<br />
Im Traum glänzen sie noch, Trauben verheißnen Weins.<br />
Lieder mögen sie pflücken,<br />
keltern odische Rhythmen bald.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Heimkehr ist Abschied auch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 22:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Heimkehr ist Abschied auch Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte asklepiadeische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36046</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Georg Jünger Klagepsalm, Elegie: Tod war der Musaget. Taubheit fragt nach dem Sinn. Ariel schweb hinan in den blauenden Äther, unsrer sinkenden Sehnsucht Bild. Wärmt kein Feuer den Lar? Heimkehr ist Abschied auch: Geht sie heiter des Wegs, sieht sie vermüllt den Teich, wild verwuchert den Friedhof, auf dem Grabstein verblaßt [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/heimkehr-ist-abschied-auch/">Heimkehr ist Abschied auch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Georg Jünger<br />
</em><br />
Klagepsalm, Elegie: Tod war der Musaget.<br />
Taubheit fragt nach dem Sinn. Ariel schweb hinan<br />
in den blauenden Äther,<br />
unsrer sinkenden Sehnsucht Bild.</p>
<p>Wärmt kein Feuer den Lar? Heimkehr ist Abschied auch:<br />
Geht sie heiter des Wegs, sieht sie vermüllt den Teich,<br />
wild verwuchert den Friedhof,<br />
auf dem Grabstein verblaßt die Schrift.</p>
<p>Was gesungen Homer, Woge, sie rauscht es noch,<br />
und was Sappho gefühlt, ritzt noch ins Mark ihr Vers.<br />
Leiden stiftet Gedächtnis,<br />
Verse, dürftige, düngt der Schmerz.</p>
<p>Schaum glänzt, Blüten des Sturms. Was wir gedacht, war Schaum.<br />
Lieblich scheint er im Licht, gräßlich, speit Nacht ihn aus.<br />
Geist der Liebe: Gespenst, saugt<br />
an der Vene der Schwermut Alb.</p>
<p>Welle um Welle Gesang, Feuchte, die Zungen löst:<br />
Ebben die Pulse der Lust, stottert ein trockner Mund.<br />
Doch die Wellen Homers, sie<br />
rauschen jenseits des Menschen noch.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ephemer</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ephemer/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ephemer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 22:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ephemer Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36043</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ephemeres Geschlecht, Falter im Kerzenschein, wähnend, was sie erblickt, was sie erregte so heiß, künde ewiges Sein. Er- lahmend knistert, was sanft geschwirrt. Offne Knospen des Tags drehten sich sonnenwärts. Sie verschließen ihr Herz, Liebe, verstoßner, gleich. Wenn sie träumen, erglänzen Tränen, kühlender Tau des Monds. Früchte, leuchtend im Laub herbstlicher Dämmerung, eine finstere Hand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ephemer/">Ephemer</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ephemeres Geschlecht, Falter im Kerzenschein,<br />
wähnend, was sie erblickt, was sie erregte so heiß,<br />
künde ewiges Sein. Er-<br />
lahmend knistert, was sanft geschwirrt.</p>
<p>Offne Knospen des Tags drehten sich sonnenwärts.<br />
Sie verschließen ihr Herz, Liebe, verstoßner, gleich.<br />
Wenn sie träumen, erglänzen<br />
Tränen, kühlender Tau des Monds.</p>
<p>Früchte, leuchtend im Laub herbstlicher Dämmerung,<br />
eine finstere Hand greift nach den edlen, Wind,<br />
und sie fallen ins Dunkel,<br />
Moose seufzen, es seufzt das Gras.</p>
<p>Worte, flüsternd gehaucht, Schreie der Angst, der Qual:<br />
Flecken grauen Papiers. Grämliche Lippe spuckt<br />
Rätselbitteres aus. Fahl<br />
schimmern Oden von Hölderlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ephemer/">Ephemer</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das untergegangene Bild</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 22:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das untergegangene Bild Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte alkäische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36036</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Ozeane, schäumend, saugt Mond sie an, die übers Ufer treten, Ströme, umschilft von Nacht, was Leben hat erdichtet, Wasser, Spuren im Sande, löscht aus es wieder. Die hohen Male, gleißend im Strahl des Ruhms, wo hieratisch goldene Chiffre glänzt, sie schwanken schon, sind unterspült vom Glucksen der Wellen und dunklem Seufzen. Die Flammen aber, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/">Das untergegangene Bild</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ozeane, schäumend, saugt Mond sie an,<br />
die übers Ufer treten, Ströme, umschilft von Nacht,<br />
was Leben hat erdichtet, Wasser,<br />
Spuren im Sande, löscht aus es wieder.</p>
<p>Die hohen Male, gleißend im Strahl des Ruhms,<br />
wo hieratisch goldene Chiffre glänzt,<br />
sie schwanken schon, sind unterspült vom<br />
Glucksen der Wellen und dunklem Seufzen.</p>
<p>Die Flammen aber, züngelnd im trocknen Gras,<br />
ins Waldreich fräsen gierig sie Schneisen ein.<br />
Der einst sie barg für Vestas Herde,<br />
wischt sich vergebens den Ruß vom Antlitz.</p>
<p>Als Satans Fackel ragt das Gipfelkreuz<br />
und kündet, Asche werde des Lebens Baum.<br />
Die man ihm nahm, des Laubwerks Schatten,<br />
können des Sterbenden Stirn nicht kühlen.</p>
<p>Wir Dämmertrunknen trauern dem Bild nicht nach,<br />
das Lethe schluckt, verrunzelt vom Funkenfraß.<br />
Was einst ikonengleich gelächelt,<br />
wurde zernarbt vom Geschmeiß des Zeitgeists.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-untergegangene-bild/">Das untergegangene Bild</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brodem schwarzer Bitternisse</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 22:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Brodem schwarzer Bitternisse Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte alkäische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36033</guid>
		<description><![CDATA[<p>Sehr fern und leise tönen Kristallen gleich Gesänge, wie von Kelchen ein Widerhall, die festtagsfreudig überschäumten: Tropfen entflammten den Schnee der Höhen. Du hörst sie, Dichter, noch in den Nächten, wenn sich schlaflos wälzt die Seele und bangend fragt, wohin entschwand, was Schönes liebte, Schwan ward und Leda mit Traum umflockte, aus Quellen tauchte, schuppiger [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/">Brodem schwarzer Bitternisse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr fern und leise tönen Kristallen gleich<br />
Gesänge, wie von Kelchen ein Widerhall,<br />
die festtagsfreudig überschäumten:<br />
Tropfen entflammten den Schnee der Höhen.</p>
<p>Du hörst sie, Dichter, noch in den Nächten, wenn<br />
sich schlaflos wälzt die Seele und bangend fragt,<br />
wohin entschwand, was Schönes liebte,<br />
Schwan ward und Leda mit Traum umflockte,</p>
<p>aus Quellen tauchte, schuppiger Nymphe Glanz,<br />
entführte tief in Grotten Horaz hinab,<br />
doch triefend stieg empor er wieder,<br />
bergend die Muschel, der Verse Perlmutt.</p>
<p>Entfloh auch Daphne schauernd vorm Gott des Lichts,<br />
war Kuß der Strahl, der goldene, schon dem Schoß,<br />
zum Lorbeer wurde sie verwandelt,<br />
daß als Bekränzter Apollon singe.</p>
<p>Uns scheint verhängt, ein Grabtuch der Nacht, das Vlies,<br />
gewebt aus Fäden schäbigen Garns, gebläht<br />
vom Brodem schwarzer Bitternisse:<br />
Taub sind die Finger der Morgenröte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/brodem-schwarzer-bitternisse/">Brodem schwarzer Bitternisse</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Schlüssel bist du selber</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2026 22:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oden]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schlüssel bist du selber Oden philosophische Gedichte lyrische Gedichte alkäische Strophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36029</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Schlüssel bist du selber. Sobald dein Bild im Blau von Augen zarter als Dunst verschwebt, an deiner Seite Anmut schreitet, hat sich schon leise die Tür geöffnet. Die Knospe Mund, verschlossen, vom Mond gekränkt, sie tut sich auf, haucht flüsternd dein Mund sie an. Und wenn du ihren Duft einatmest, nährt sich dein Geist [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/">Der Schlüssel bist du selber</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schlüssel bist du selber. Sobald dein Bild<br />
im Blau von Augen zarter als Dunst verschwebt,<br />
an deiner Seite Anmut schreitet,<br />
hat sich schon leise die Tür geöffnet.</p>
<p>Die Knospe Mund, verschlossen, vom Mond gekränkt,<br />
sie tut sich auf, haucht flüsternd dein Mund sie an.<br />
Und wenn du ihren Duft einatmest,<br />
nährt sich dein Geist am Gewölk des fremden.</p>
<p>Stehst aber du vor Hieroglyphen starr,<br />
vorm kalten Funkeln nächtlicher Sterngewalt,<br />
erahn, wie tauend niederperlten<br />
Eisblumen: Heiß ging im Schlaf dein Atem.</p>
<p>Doch sei vor Gauklern, Worttürmern, auf der Hut,<br />
sie stopfen wunde Herzen mit Phrasen voll,<br />
als wär ein Passepartout, was glitzert:<br />
einmal gedreht, schon entzweigebrochen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schluessel-bist-du-selber/">Der Schlüssel bist du selber</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Des Bewußtseins Fron</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 22:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Des Bewußtseins Fron Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=36004</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nachts sickern Stimmen durch die Mauerfugen. So klingen lebensfeuchte Zungen nicht. Es sind die Ahnen, die das Dunkel trugen und sich verzehrt nach sanfter Blicke Licht. Nachts ächzen Dielen unbetretener Treppen. So weckt kein mürbes Holz, was aufrecht geht. Es sind Lemuren, die zur Tür sich schleppen, wo ihres Grabes Schmach, dein Name, steht. Und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/des-bewusstseins-fron/">Des Bewußtseins Fron</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachts sickern Stimmen durch die Mauerfugen.<br />
So klingen lebensfeuchte Zungen nicht.<br />
Es sind die Ahnen, die das Dunkel trugen<br />
und sich verzehrt nach sanfter Blicke Licht.</p>
<p>Nachts ächzen Dielen unbetretener Treppen.<br />
So weckt kein mürbes Holz, was aufrecht geht.<br />
Es sind Lemuren, die zur Tür sich schleppen,<br />
wo ihres Grabes Schmach, dein Name, steht.</p>
<p>Und wenn du in der Sonne wandelst, heiter,<br />
geht dir zur Seit, Obszönes mauschelnd, Hohn<br />
auf Gottes Bildnis, Schatten, dein Begleiter.</p>
<p>O sinke wieder in den schwarzen Mohn,<br />
daß dir den Kosmos löscht der Wahnbereiter,<br />
für Stunden lockert des Bewußtseins Fron.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>O Bruder Tod</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2026 22:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[O Bruder Tod philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie es auch sei, das Leben, es ist gut. Johann Wolfgang von Goethe &#160; Die Drossel saß auf zart bemoostem Pfahl. Die Schwester sang ihr Lied im Morgenrot. Es wärmte sich das Herz am Liebesstrahl. Die rote Lust des Bluts ahnt nichts vom Tod. Die Drossel sang ihr Lied im Morgenrot. Wie es auch sei, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/o-bruder-tod/">O Bruder Tod</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.<br />
</em>Johann Wolfgang von Goethe</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Drossel saß auf zart bemoostem Pfahl.<br />
Die Schwester sang ihr Lied im Morgenrot.<br />
Es wärmte sich das Herz am Liebesstrahl.<br />
Die rote Lust des Bluts ahnt nichts vom Tod.</p>
<p>Die Drossel sang ihr Lied im Morgenrot.<br />
Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.<br />
Ein banges Pulsen schwang sich ein ins Lot,<br />
als tropfe in den Adern Licht ins Blut.</p>
<p>Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.<br />
Doch glimmt der stille Schnee im Abendrot,<br />
seufzt unterm Eise hohen Lebens Flut.<br />
Sanft komme, fleht das Herz, o Bruder Tod.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das Fenster und der Turm</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 22:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das Fenster und der Turm Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35968</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin Das Fenster, wo er stand, dem Licht zu danken und auf den lieblichen, den Neckarauen den milden Glanz des Morgentaus zu schauen, sieh, wie es fahle Schatten überranken. Die sich zum blauen Äther aufgeschwungen, zerkratzt von Schreien ward der Samt der Töne, die er beschwor, daß sich der Geist versöhne, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fenster-und-der-turm/">Das Fenster und der Turm</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin</em></p>
<p>Das Fenster, wo er stand, dem Licht zu danken<br />
und auf den lieblichen, den Neckarauen<br />
den milden Glanz des Morgentaus zu schauen,<br />
sieh, wie es fahle Schatten überranken.</p>
<p>Die sich zum blauen Äther aufgeschwungen,<br />
zerkratzt von Schreien ward der Samt der Töne,<br />
die er beschwor, daß sich der Geist versöhne,<br />
verschluckt vom Dunst der Stern, den er besungen.</p>
<p>Wir hören schon das Turmgemäuer splittern,<br />
als stießen einen Rammbock die Titanen,<br />
sich Brachland, Wüsteneien zu erschließen.</p>
<p>Der barhaupt weilte unter den Gewittern,<br />
ließ uns Enterbten nur ein dumpfes Ahnen,<br />
wie Lichtgesänge jäh zum Orkus fließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im Hungerwinter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 22:03:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Im Hungerwinter philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35962</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie staubig war die Hand. Sie hat gewühlt im trocknen Acker nach vergessenen Knollen. Herbst war. Doch hat er Winter schon gefühlt, als wär sein graues Herz im Schnee verschollen. Und Winter kam. Es leckte wüst im Herd die Hungerglut nach ferner Kindheit Brühen. Und ächzten Scheite, hat er sich verzehrt nach eines Mundes seufzendem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-hungerwinter/">Im Hungerwinter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie staubig war die Hand. Sie hat gewühlt<br />
im trocknen Acker nach vergessenen Knollen.<br />
Herbst war. Doch hat er Winter schon gefühlt,<br />
als wär sein graues Herz im Schnee verschollen.</p>
<p>Und Winter kam. Es leckte wüst im Herd<br />
die Hungerglut nach ferner Kindheit Brühen.<br />
Und ächzten Scheite, hat er sich verzehrt<br />
nach eines Mundes seufzendem Erglühen.</p>
<p>Doch hat er nur ein kaltes Glas behaucht,<br />
das hoher Anmut Blumenantlitz schreinte.<br />
Das Bild verschwamm, als wär es eingetaucht<br />
in Wasser, die ein Quell im Dunkel weinte.</p>
<p>Der Herd erlosch. Ihm schien im Traum ein Wild<br />
im Schnee zu scharren. Aus der Furche ragten<br />
bloß Knochen. Unterm Huf sang orphisch mild,<br />
was stumm die Geister trug, die es zernagten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Traumgerank</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 22:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Traumgerank philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Verglühend wölkt uns Sommer Rauch. Wie wir im Schattenlaub von Linden uns leichter in den Abschied finden, umweht ihn auch der Wehmut Hauch. Was fern wie helles Rauschen quillt aus schlummerloser Erde Schründen, sind Stimmen, die ins Dunkel münden, der Liebe Seufzen, ungestillt. Den mürben Lippen ist kein Trank, daß er zum Liede sie befeuchte. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/">Traumgerank</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Verglühend wölkt uns Sommer Rauch.<br />
Wie wir im Schattenlaub von Linden<br />
uns leichter in den Abschied finden,<br />
umweht ihn auch der Wehmut Hauch.</p>
<p>Was fern wie helles Rauschen quillt<br />
aus schlummerloser Erde Schründen,<br />
sind Stimmen, die ins Dunkel münden,<br />
der Liebe Seufzen, ungestillt.</p>
<p>Den mürben Lippen ist kein Trank,<br />
daß er zum Liede sie befeuchte.<br />
Die Nacht taucht ihre fahle Leuchte<br />
in unser schwankes Traumgerank.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/traumgerank/">Traumgerank</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Kann uns noch eine Schwalbe retten?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 22:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kann uns noch eine Schwalbe retten? philosophsiche Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte, und unsre Augen wäscht ein hohes Licht. Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte in milden Abends Hauch vom Angesicht. Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte, die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt. Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte ein Wasser, das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/">Kann uns noch eine Schwalbe retten?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dort kühlt die Stirne Tau, Moos dämpft die Schritte,<br />
und unsre Augen wäscht ein hohes Licht.<br />
Es ist, als ob ein Angstgespinst uns glitte<br />
in milden Abends Hauch vom Angesicht.</p>
<p>Wie Blumen still sind sacht gepflückte Worte,<br />
die, Musen, ihr auf Dichters Schwelle ließt.<br />
Nun aber tönt schon wie aus fernem Horte<br />
ein Wasser, das um weiße Säulen fließt.</p>
<p>Kann, Liebe, uns noch eine Schwalbe retten,<br />
wenn jäh ihr Schrei in Südlands Gärten reißt,<br />
die Schwermut sich aufs Vlies von Veilchen betten?<br />
Stillt goldene Wolke noch den kranken Geist?</p>
<p>Ach nein, uns hält Gemäuer hier gefangen,<br />
wo einst genistet hat, was längst entflog.<br />
Umsonst, daß wir nach süßen Schimmern langen,<br />
wenn sich des Lebens Zweig herniederbog.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kann-uns-noch-eine-schwalbe-retten/">Kann uns noch eine Schwalbe retten?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 22:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sieh Schatten durch verdorrte Schilfe streifen. Schmal ist der Steg des Abends, und er schwankt. Wie wird der Geist von Dorngestrüpp umrankt, wo ihm der Schwermut bittre Beeren reifen. Erloschen scheint, was Gaias Reich entquollen. Die helle Stimme, die das Grün benetzt, hat wie ein graues Herz jäh ausgesetzt. Des Orpheus goldne Laute ist verschollen. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/">Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sieh Schatten durch verdorrte Schilfe streifen.<br />
Schmal ist der Steg des Abends, und er schwankt.<br />
Wie wird der Geist von Dorngestrüpp umrankt,<br />
wo ihm der Schwermut bittre Beeren reifen.</p>
<p>Erloschen scheint, was Gaias Reich entquollen.<br />
Die helle Stimme, die das Grün benetzt,<br />
hat wie ein graues Herz jäh ausgesetzt.<br />
Des Orpheus goldne Laute ist verschollen.</p>
<p>Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr,<br />
die, Dichter, dich in Gärten früh entrückten,<br />
wo dir im Dämmerlaube Trauben glommen.</p>
<p>Die Waben sind vom lichten Honig leer,<br />
die Wassergeister, die dein Herz verzückten,<br />
sind durch Kloaken heim ins Nichts geschwommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dies-ist-die-zeit-der-genien-nicht-mehr/">Dies ist die Zeit der Genien nicht mehr</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wandlungen des Waldgotts</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 22:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Wandlungen des Waldgotts philosophische Gedichte komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert, sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt. Die Hufe, die geknickt so mancher Blume den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm, sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee, wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen: Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras. Ihm [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-wandlungen-des-waldgotts/">Die Wandlungen des Waldgotts</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hörner, die einst Pan, den Gott, geziert,<br />
sie fielen plötzlich ab, wie mürbe Dornen<br />
vom Rosenstrauch, den Feuchte nicht mehr nährt.<br />
Die Hufe, die geknickt so mancher Blume<br />
den sehnsuchtsvoll ins Licht gereckten Arm,<br />
sind hingeschmolzen wie ein Rest von Schnee,<br />
wenn Sommers Lippen Gassenhauer pfeifen:<br />
Umschmeichelt hat die Fersen ihm das Gras.<br />
Ihm tauchte leuchtend auf aus stillem Teich,<br />
wo einst nach Nixen er gespäht, geschwänzten,<br />
sein lächelndes Gesicht, voll Ebenmaß<br />
die Züge, an der Schläfe keck die Locke,<br />
die roten Schimmer auf die Stirne warf.<br />
Weg war, der wild gewippt, der Ziegenbart.<br />
„Nun“, sprach snobistisch näselnden Akzents<br />
der Ex-Gott ohne Huf und Tiergehörn,<br />
wo ihm sonst Fühlung mit der Erde ward,<br />
von ihren heißen Adern süßes Glucksen<br />
und das er gern gewühlt ins Dämmerlaub,<br />
„nun ist es aus mit dem Nomadenleben,<br />
ich will mich in den Chiton hüllen, des Mantels<br />
Faltenflut mit goldenen Fibeln stauen,<br />
Sandalen, die nicht quietschen, tragen.<br />
Die Flöte tausch ich, um gelehrt zu tun,<br />
ein gegen die mit Wachs getünchte Tafel.<br />
Wer mag denn noch das Tongekringel sehen,<br />
das ihr entströmt aufs Lämmerfell, ins Moos.<br />
Nun will Student ich werden in der Stadt,<br />
mit Phaidros still im Schatten der Platane<br />
dem sanften Murmeln des Illisos lauschen<br />
und jenes weisen Mannes Honigmund,<br />
aus dem die goldenen Worte süßer triefen<br />
als aus den Waben meiner Waldesbienen.<br />
Wie wir den Tiergeist glücklich überwinden,<br />
dies künden sie, wenn Eros, ungestillt<br />
im Fleisch, steigt hoch und höher, stufenweise,<br />
bis er in reinen Äthers Blau entschwebt.“</p>
<p>*</p>
<p>O armer Pan, wie hast du Sokrates<br />
das Wort vom Mund gepflückt, die Blume,<br />
die nur im Paradies des Idealen<br />
blüht, das allein die schmale Pforte öffnet<br />
dem Pilger, der vom Schuh müd abgestreift<br />
die stummen Krumen dieser harten Erde.<br />
Wie bist du aufgeschreckt jäh in der Nacht<br />
und fühltest an der Stirn ein zartes Jucken<br />
von Beulen links und rechts, als würden dir<br />
aufs neu die tierischen, die Hörner sprießen.<br />
O wie verlangte es dich nach der Flöte,<br />
um dunklem Weh zu winden hellen Klang.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Vampir Liebe</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 22:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Der Vampir Liebe Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35909</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als Engel kehrt um Mitternacht zurück, wenn einsam liegt die Seele, mondumschattet, was an der Vene sog, bis sie ermattet, der Vampir Liebe, der geschlürft ihr Glück. Und wenn sein Flügel weiche Flocken weht, ist ihr, als müsse sie im Schnee ersticken, als würden kristalline Uhren ticken, die langsam schmelzen, bis der Zeiger steht. Sie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/">Der Vampir Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als Engel kehrt um Mitternacht zurück,<br />
wenn einsam liegt die Seele, mondumschattet,<br />
was an der Vene sog, bis sie ermattet,<br />
der Vampir Liebe, der geschlürft ihr Glück.</p>
<p>Und wenn sein Flügel weiche Flocken weht,<br />
ist ihr, als müsse sie im Schnee ersticken,<br />
als würden kristalline Uhren ticken,<br />
die langsam schmelzen, bis der Zeiger steht.</p>
<p>Sie träumt, es nahe sich ein Mund dem ihren,<br />
als wolle er sie küssen oder säugen<br />
mit süßen Giften und mit bitterm Tau.</p>
<p>Des Menschen Seele gleicht den scheuen Tieren,<br />
die sterbend noch aus dunklen Höhlen äugen,<br />
ob das verheißene kommt, das schöne Blau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-vampir-liebe/">Der Vampir Liebe</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Epiphanie der Nacht</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Epiphanie der Nacht philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sie kommt die Brücke, die ins Dunkel führt, und über einen Abgrund nur aus Dunkel. Auf deines Schlafes Schwelle harrt sie lang, Opal das Aug, ihr Blick ist Wahngefunkel. Was auf der Nymphe Kopf so lieblich wippt, Gefieder ist es, blau, weiß, purpurfarben. Der Wundervogel, dem sie es entriß, singt fern im Paradies, wo Schatten [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/epiphanie-der-nacht/">Epiphanie der Nacht</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommt die Brücke, die ins Dunkel führt,<br />
und über einen Abgrund nur aus Dunkel.</p>
<p>Auf deines Schlafes Schwelle harrt sie lang,<br />
Opal das Aug, ihr Blick ist Wahngefunkel.</p>
<p>Was auf der Nymphe Kopf so lieblich wippt,<br />
Gefieder ist es, blau, weiß, purpurfarben.</p>
<p>Der Wundervogel, dem sie es entriß,<br />
singt fern im Paradies, wo Schatten darben.</p>
<p>Sie lechzen nach dem magischen Gesang,<br />
wie nach dem Becher Schwermutkranke.</p>
<p>Nun übertritt ihr Fuß die Schwelle sacht,<br />
daß nicht der bunte Schmuck des Haares schwanke.</p>
<p>Ihr Lächeln schimmert gleich der Maske starr<br />
im Spiel des Noh. Wie aus der Pythia Munde</p>
<p>tönt es. So tönen Muscheln sehnsuchtsdumpf,<br />
die Flut geschwemmt in wild durchbrauste Sunde.</p>
<p>Als hätte sie sich über dich gebeugt,<br />
ist dir schon bang, daß Geisterlippen küssen.</p>
<p>Es ging ein Hauch nur, der dich aufgeweckt.<br />
Ein blasser Flaum liegt auf zerwühltem Kissen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Süßen Dufts ist Erdenglück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 22:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Süßen Dufts ist Erdenglück philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Alles ruht, gleich einer Nature morte, wo blaue Trauben in der Silberschale seltsam schimmern wie im fahlen Strahle die Augen Ganymeds in Lunas Hort. Wie konnte malen stiller Anmut Bild, wo liebend Schatten sich um Früchte ranken und an der Blume Lippen Falter schwanken, in dem geschrien das Blut, der Abgrund wild? Es war der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suessen-dufts-ist-erdenglueck/">Süßen Dufts ist Erdenglück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Alles ruht, gleich einer Nature morte,<br />
wo blaue Trauben in der Silberschale<br />
seltsam schimmern wie im fahlen Strahle<br />
die Augen Ganymeds in Lunas Hort.</p>
<p>Wie konnte malen stiller Anmut Bild,<br />
wo liebend Schatten sich um Früchte ranken<br />
und an der Blume Lippen Falter schwanken,<br />
in dem geschrien das Blut, der Abgrund wild?</p>
<p>Es war der Maler, dem den dunklen Blick<br />
ein Engel hieß ins Dämmerlicht zu tunken,<br />
und war vom bittern Wermut er auch trunken,<br />
zu fühlen, süßen Dufts ist Erdenglück.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sie aber kehrten nicht ein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 22:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sie aber kehrten nicht ein Friedrich Hölderlin philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag. * Wozu Dichter in dürftiger Zeit? * Weh mir, wenn … * Die Mauern stehn sprachlos und kalt. Im Winde klirren die Fahnen. Friedrich Hölderlin &#160; Sie aber kehrten nicht ein. Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/sie-aber-kehrten-nicht-ein/">Sie aber kehrten nicht ein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Denn so kehren die Himmlischen ein, tiefschütternd gelangt so<br />
Aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Wozu Dichter in dürftiger Zeit?</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Weh mir, wenn …</em></p>
<p><em>*</em></p>
<p><em>Die Mauern stehn sprachlos und kalt.</em><br />
<em> Im Winde klirren die Fahnen.</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie aber kehrten nicht ein.</p>
<p>Kein Blitz durchbrach die Wolkenmauer Düsternis.<br />
Kein Flügelschlag des himmlischen Boten<br />
zerteilte, daß sie töne, die Dämmerung.</p>
<p>Im Kelche des Lichts<br />
schwamm im Tau<br />
die tote Mücke.</p>
<p>Künstlich wird nun die Erde<br />
beatmet.<br />
Doch ihr Keuchen klingt<br />
im Ohr der Freunde,<br />
die am Sterbebett<br />
mit traurig-schönen Veilchen knien,<br />
beinahe schon obszön.</p>
<p>Das Mark des Dichterworts<br />
ward ausgekratzt<br />
vom schartigen Messer<br />
tonloser Phrasen.</p>
<p>Selene taumelt,<br />
ein stumpfer Klotz,<br />
verätzt vom Geifer<br />
blecherner Titanen,<br />
durch die Gottesleere,<br />
ein Schmutzfleck<br />
auf dem fadenscheinigen<br />
Trauerkleid der Nacht.</p>
<p>Die Tische wurden abgeräumt,<br />
ins Meer geflossen ist<br />
das Schneegesims der Höhen,<br />
und was noch schüchtern blaut,<br />
ist ins Erinnerungsalbum<br />
eingepreßter Enzian.</p>
<p>Der Glanz des Marmors,<br />
das lichte Vlies der Götterbilder,<br />
um trunkene Lenden strömend,<br />
trübte Lymphe<br />
ausgeträumter Augen.</p>
<p>Die Frucht, die wie der Sonne Gold<br />
im weichen Duft des Morgens glomm,<br />
ward fahler als der Mond,<br />
wenn er ins Schwermutsdickicht sinkt.<br />
Sie blaßte, als Vernunft,<br />
ein schwarzer Wurm,<br />
ihr alle Süße ausgesogen.</p>
<p>Schimmlig wurde das Brot,<br />
unverdaulich die Liebe.</p>
<p>Verwässert hat den Wein<br />
für ausgelallte Zungen<br />
fader zwitterhafter Zeitgeschmack.</p>
<p>Wir harren, verschont<br />
vom Strahle des Vaters,<br />
bis in die Fingerspitzen taub,<br />
den feuchten Samt der Abende zu fühlen,<br />
in Waben dürstender Luft,<br />
flügellose Drohnen,<br />
im Zwielicht dämmernd,<br />
des Sturms.</p>
<p>Das Wehen in den Angstgespinsten<br />
kündigt ihn schon an.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der entrückte Vates</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der entrückte Vates philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin Der Kelch, dem Evoe die Flamme sang und den du in die Dämmerung gehoben, war wie die Seele, die empor sich schwang, zu fühlen Äthers blauen Hauch von droben. Ward von dem hohen Traumbild ihr auch bang, sie ist erwacht, Dionysos zu loben. Ja, Wohllaut ist der stummen Qual geweht, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-entrueckte-vates/">Der entrückte Vates</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dem Andenken an Friedrich Hölderlin<br />
</em><br />
Der Kelch, dem Evoe die Flamme sang<br />
und den du in die Dämmerung gehoben,<br />
war wie die Seele, die empor sich schwang,<br />
zu fühlen Äthers blauen Hauch von droben.<br />
Ward von dem hohen Traumbild ihr auch bang,<br />
sie ist erwacht, Dionysos zu loben.<br />
Ja, Wohllaut ist der stummen Qual geweht,<br />
die Angst ward offner Knospe Dankgebet.</p>
<p>Du aber, Dichter, der die Glut genährt<br />
mit Tropfen Bluts und goldnen Sanges Samen,<br />
bist jäh entschwunden. Schwermut hat gegärt,<br />
in Waben dich zu bergen fremder Namen.<br />
Doch hat die Einsamkeit dir noch verklärt<br />
ein Zittern in entrückter Himmel Hamen.<br />
Ja, deine Flamme schmilzt wie Purpurwein,<br />
was uns zur Erde beugt, das Herz, den Stein.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Es ist vorbei</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2026 22:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Es ist vorbei Hölderlin Der Tod des Empedokles philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>O Schattenbild, es ist vorbei. * Könnt ich’s noch einmal vor die Seele rufen! Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles   Es ist vorbei. Erinnerung, ein Glanz, der matt sich nur in Tränen spiegelt. Und kam aus einem Himmel, einem Wort, von blauen Äthers Hauch beflügelt. Als wär der dunkle Brunnen, der Gesang, vertrocknet unter [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-ist-vorbei/">Es ist vorbei</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>O Schattenbild, es ist vorbei.</em></p>
<p>*</p>
<p><em>Könnt ich’s noch einmal vor die Seele rufen!</em></p>
<p>Friedrich Hölderlin, Der Tod des Empedokles</p>
<p><em> </em></p>
<p>Es ist vorbei. Erinnerung, ein Glanz,<br />
der matt sich nur in Tränen spiegelt.<br />
Und kam aus einem Himmel, einem Wort,<br />
von blauen Äthers Hauch beflügelt.</p>
<p>Als wär der dunkle Brunnen, der Gesang,<br />
vertrocknet unter scharfen Strahlen,<br />
und die genährt einst hat des Gottes Huld,<br />
des Mundes Blumen mußten fahlen.</p>
<p>Wo Rose übersonnt den Lilienschnee,<br />
zerschlagen hat die edle Vase<br />
die Niedertracht, der Mißgunst dumpfer Knecht,<br />
enthemmt vom Chloroform der Phrase.</p>
<p>Es ist vorbei. Der Völker Herz, es schlägt<br />
nicht mehr, ward Hertha aus der Brust gerissen<br />
von Klauen, scharf gewetzt am Totenmal,<br />
von dunklen Meuten totgebissen.</p>
<p>Sprach uns wie eine Laute, die nachtönt,<br />
läßt müde Hand sie los, daß wiederkehre<br />
die Seele noch, der Abendwind?<br />
Ein Schluchzen war’s, Gewürg der Leere.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:</em><br />
<em>Der Tod des Empedokles, Regie Danièle Huillet, Jean-Marie Straub (1987):</em><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.youtube.com/watch?v=2LIBvXmX4ww">https://www.youtube.com/watch?v=2LIBvXmX4ww</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Claude Lorrain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 22:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Lorrain philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35825</guid>
		<description><![CDATA[<p>Allem sprichst du freundlich zu: Umwinde, was an Schatten dich umseufzt, umrankt, mit meiner Blicke blütenhellem Zittern. Wo auf lichten Wellen Sehnsucht schwankt, bläht sich weißes Segel weich im Winde, grünt Efeu schon an filigranen Gittern. Die Tiere gehen leicht, wie Wolken gehen, derselbe klare Dunst, der beide trägt, läßt, was entschwindet, liebend auferstehen. Die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/">Claude Lorrain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Allem sprichst du freundlich zu: Umwinde,<br />
was an Schatten dich umseufzt, umrankt,<br />
mit meiner Blicke blütenhellem Zittern.</p>
<p>Wo auf lichten Wellen Sehnsucht schwankt,<br />
bläht sich weißes Segel weich im Winde,<br />
grünt Efeu schon an filigranen Gittern.</p>
<p>Die Tiere gehen leicht, wie Wolken gehen,<br />
derselbe klare Dunst, der beide trägt,<br />
läßt, was entschwindet, liebend auferstehen.</p>
<p>Die Ziegen, Schafe, Rinder wandeln frei,<br />
kein Pferch beengt, kein Brandmal wird geprägt,<br />
sie fesselt einzig Wohllaut der Schalmei.</p>
<p>Er aber ragt in bläulichem Gewande,<br />
ein Gärtner wie für Edens Überfluß,<br />
und vor ihm kniet die schönste der Marien –</p>
<p>jetzt salbt sie ihn mit ihres Blickes Kuß.<br />
Die Scherstern stehen staunend noch am Rande,<br />
leer ist das Grab, entrückt, die sterbend schrien.</p>
<p>Ascanius hat den Bogen straff gespannt,<br />
doch lässest du das Purpurrot nicht rinnen,<br />
der heilige Hirsch schaut ruhig nur, gebannt.</p>
<p>Du überwölbst den Abgrund mit dem Schein<br />
von sanften Flammen. Heiteres Besinnen<br />
schenkst du wie milde Sonnen dunkler Wein.</p>
<p>Die uns den Geist, das müde Herz zerstücken,<br />
die rohen Bilder, trüber Sud des Wahns,<br />
kann uns das Auge noch dein Dämmer feuchten,</p>
<p>die Ufer, zart gesäumt vom Schnee des Schwans?<br />
Wird deine Pastorale je entzücken,<br />
die stieren, wenn Kadaver faulig leuchten?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe auch:<br />
</em><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/landschaft-mit-christus-der-maria-magdalena-erscheint">https://sammlung.staedelmuseum.de/de/werk/landschaft-mit-christus-der-maria-magdalena-erscheint<br />
</a><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Landscape_with_Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia#/media/File:Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia_1682_Claude_Lorrain.jpg">https://en.wikipedia.org/wiki/Landscape_with_Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia#/media/File:Ascanius_Shooting_the_Stag_of_Sylvia_1682_Claude_Lorrain.jpg</a></p>
<p><a class="moz-txt-link-freetext" href="https://www.meisterdrucke.com/kunstdrucke/Claude-Lorrain/267259/Pastorale-Landschaft,-1645.html">https://www.meisterdrucke.com/kunstdrucke/Claude-Lorrain/267259/Pastorale-Landschaft,-1645.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/claude-lorrain/">Claude Lorrain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unerfüllt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 22:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Unerfüllt Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ob es eine unerfüllte Sehnsucht ist, die einen Menschen wahnsinnig macht? (Ich dachte an Schumann, aber auch an mich.) Ludwig Wittgenstein &#160; Auch wenn die Blume Wort sich aufgetan, spät schien ihr Lächeln noch, das wehmutbleiche, verströmte keinen Duft ihr Mund, der weiche, wie blauen Hauch im Schnee der Enzian. Und lauschtest du im Dunkel, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/unerfuellt/">Unerfüllt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ob es eine unerfüllte Sehnsucht ist, die einen Menschen wahnsinnig macht?<br />
(Ich dachte an Schumann, aber auch an mich.)<br />
</em><br />
Ludwig Wittgenstein</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch wenn die Blume Wort sich aufgetan,<br />
spät schien ihr Lächeln noch, das wehmutbleiche,<br />
verströmte keinen Duft ihr Mund, der weiche,<br />
wie blauen Hauch im Schnee der Enzian.</p>
<p>Und lauschtest du im Dunkel, ob ein Quell<br />
im dürren Gras, im dürstenden, entspringe,<br />
ein Vogel süß im Laub des Dämmers singe,<br />
schlug dir nur jäh Pans Huf ans Trommelfell.</p>
<p>Dir blieben, Dichter, tauben Nervs Chimären,<br />
ein Rauch, der aus der Sehnsucht Asche weht,<br />
nur ausgelöschte Augen edler Sprossen.</p>
<p>Getrübtes Bildnis läßt sich nicht verklären.<br />
Es ätzte ein Erinnerungssekret<br />
das Inkarnat, vom Reimvlies einst umflossen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der getrübte Augenblick</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 22:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der getrübte Augenblick philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35811</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die im Frühlicht singen, orphisch stammeln, ahnen nicht, daß aller Laut erlischt, wenn die Nacht die Bitterkräuter mischt in den Honig, den Tagwesen sammeln. Glücklich, die, verschont vom Todesgrauen, sich in stiller Bläue Nester bauen. Alle Tage hat Kairos verdichtet, alle Sommer bündeln sich zum Strahl, und der Sehnsucht dunkles Muttermal ist von feuchtem Tauglanz [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/">Der getrübte Augenblick</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die im Frühlicht singen, orphisch stammeln,<br />
ahnen nicht, daß aller Laut erlischt,<br />
wenn die Nacht die Bitterkräuter mischt<br />
in den Honig, den Tagwesen sammeln.</p>
<p>Glücklich, die, verschont vom Todesgrauen,<br />
sich in stiller Bläue Nester bauen.</p>
<p>Alle Tage hat Kairos verdichtet,<br />
alle Sommer bündeln sich zum Strahl,<br />
und der Sehnsucht dunkles Muttermal<br />
ist von feuchtem Tauglanz schon durchlichtet.</p>
<p>Uns zerläuft der Augenblick in Ringen,<br />
die an schroffer Norne Stirn zerspringen.</p>
<p>Sorge nährt uns, eine düstre Amme,<br />
Schwermut, reife Traube, purpurn, süß,<br />
ungepflückter Traum vom Paradies,<br />
bis das Mark verzehrt hat Dämons Flamme.</p>
<p>Wenn sich Sänge abendlich erheitern,<br />
tragen stumm wir heim die Last von Scheitern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-getruebte-augenblick/">Der getrübte Augenblick</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pfad ins Abendrot</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 22:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pfad ins Abendrot philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35803</guid>
		<description><![CDATA[<p>So wandeln wir den Pfad ins Abendrot, wo Moose unsre Schritte dämpfen. Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod, Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen. Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub, und wenn sie fallen, seufzt die Erde. Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub, Eratos liebliche Gebärde. Und hüllt uns ein die Nacht in [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/pfad-ins-abendrot/">Pfad ins Abendrot</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So wandeln wir den Pfad ins Abendrot,<br />
wo Moose unsre Schritte dämpfen.<br />
Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod,<br />
Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen.</p>
<p>Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub,<br />
und wenn sie fallen, seufzt die Erde.<br />
Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub,<br />
Eratos liebliche Gebärde.</p>
<p>Und hüllt uns ein die Nacht in schwarzen Samt,<br />
sei er bestickt mit Blüten, weißen.<br />
Die Sonne sank, die unser Lied entflammt,<br />
Mond schenkt ihm noch ein fahles Gleißen.</p>
<p>Der Schatten löst sich ab vom Leichnam jäh<br />
und wandert noch allein ein Weilchen.<br />
Doch kehrt er um, als ob er weinen säh<br />
von ihm verdunkelt holde Veilchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Der wundersame Parasit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 22:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Der wundersame Parasit komische Gedichte philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Untier, wulstig, einem Wurme gleich, klebte ihm im Nacken, trank aus der Vene Schluck um Schluck, das heiter machte, Blut. Das war keine Staubgespinst, ihm höhlten die Augen fahle Glut und kalte Flammen, daß Schrecken schmolz und Wollust fror. Sie sagten, er selber habe es erzeugt, entsprungen sei es seinem Geist, dem kranken, und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-wundersame-parasit/">Der wundersame Parasit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Untier, wulstig, einem Wurme gleich,<br />
klebte ihm im Nacken, trank aus der Vene<br />
Schluck um Schluck, das heiter machte, Blut.<br />
Das war keine Staubgespinst, ihm höhlten<br />
die Augen fahle Glut und kalte Flammen,<br />
daß Schrecken schmolz und Wollust fror.<br />
Sie sagten, er selber habe es erzeugt,<br />
entsprungen sei es seinem Geist, dem kranken,<br />
und reichten ihm die lila Kügelchen.<br />
Doch hat er eins geschluckt, vernahm er bald<br />
das Schluchzen wilder, fühlte Tropfen Chroms<br />
übers Rückgrat rinnen, warm ins Mark.<br />
Die Ärzte kennen nur der Seele Schale,<br />
die trübe waschen sie mit bittrer Lauge.<br />
Sie sehen nicht die Risse, die subtilen,<br />
in denen unaustilgbar feinster Schleim<br />
von Amöben ungeheuren Lebens wimmelt.<br />
Den Unheilsgast, er ließ ihn sich nicht nehmen<br />
und atzte ihn mit zahmer Pflanzenkost,<br />
Kresse, Boretsch, Kerbel, Sauerampfer,<br />
die dunkle Vene mochte sich erhellen.<br />
Ihn hüllte müßig Schlürfen ein und Schmatzen,<br />
wenn er mit Pindar Schnee sah auf den Gipfeln,<br />
den Schaum der Meere glitzern mit Homer,<br />
und mit Vergil Camillas Panzer blitzen.<br />
Doch als er im Ovid blindlings geblättert,<br />
gab dies dem lahmen Dämon einen Kick:<br />
Er sprang ihm jählings von der Schulter. Schon<br />
hat behend im Vorhang er gebaumelt,<br />
ein antiker Sphinx en miniature<br />
mit Brüsten spitz und Nachtigallenkrallen.<br />
Die Brüste tönten wie gewiegte Glocken,<br />
die Krallen kratzten Seufzer aus dem Samt.<br />
„Du glaubst, du bist mich los!“ War’s nicht die Stimme,<br />
die einst ihn girrend in die Schilfnacht zog,<br />
von Mondes scharfer Sichel überschwirrte?<br />
„O nein, zuerst mußt du das Rätsel lösen,<br />
soll ich nicht länger um dein Haupt gespenstern.<br />
Nun, Tagwesen denk’s: Was kriecht daher<br />
am Morgen, erhebt sich mittags in die Lüfte,<br />
hängt schließlich starr im Spinnennetz der Nacht?“<br />
Er wußte es sogleich: Die Raupe kriecht ja<br />
früh von Blatt zu Blatt, sie frißt, wird fett,<br />
die Sonne wandelt sie in einen Falter,<br />
der Anmut Bild, der Dichtkunst Doppelgänger,<br />
der in den Trug der blauen Sehnsucht schwebt<br />
und dämmert’s sich ins Netz der Norn verstrickt.<br />
Er biß sich auf die Lippen, Idiot der Liebe,<br />
schwieg, daß ihn sein Parasit nicht lasse,<br />
und er dann einsam und gedächtnislos<br />
nur eines möchte: schlafen, dämmern, schlafen.<br />
So hat die Sphinx gespenstisch sich zurück-<br />
gestaltet in den Wurm, den windigen,<br />
und hielt ihn wach mit Saugen, Schlucken, Schluchzen.<br />
Gern wandelt er im Park der Anstalt nun,<br />
wohin er wehrlos lächelnd ward verbracht,<br />
erfreut am Flattern sich der Ephemeren,<br />
die rätselschöner Knospen Schein behext.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vor dem Katarakt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 22:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Vor dem Katarakt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wasser, wie sie knisternd glimmen vor dem Katarakt, dem jähen. Wie sich trunken Geister blähen, die zum dunklen Abgrund schwimmen. Knospen, wie sie bang erbleichen vor dem rauhen Ruf der Schnitter. Verse, ach, sie schmecken bitter, wenn sie unsren Nächten gleichen. Seelen, die nach Angeln schnappen mit dem Köder toter Worte. Wüsten, einst ergünte Horte, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vor-dem-katarakt/">Vor dem Katarakt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wasser, wie sie knisternd glimmen<br />
vor dem Katarakt, dem jähen.<br />
Wie sich trunken Geister blähen,<br />
die zum dunklen Abgrund schwimmen.</p>
<p>Knospen, wie sie bang erbleichen<br />
vor dem rauhen Ruf der Schnitter.<br />
Verse, ach, sie schmecken bitter,<br />
wenn sie unsren Nächten gleichen.</p>
<p>Seelen, die nach Angeln schnappen<br />
mit dem Köder toter Worte.<br />
Wüsten, einst ergünte Horte,<br />
wo geweht das Lilienwappen.</p>
<p>Glieder, die sich blind umschlingen,<br />
wild gepeitscht von Gottes Ruten.<br />
Verse, die nicht wollen bluten,<br />
wenn auch Bisse in sie dringen.</p>
<p>Dichter, wirf die blauen Blüten<br />
in die Flut, sieh, wie sie treiben.<br />
Wohlgestalt kann hier nicht bleiben,<br />
und kein Duft der schönen Mythen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die geschändete Luna</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 22:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Die geschändete Luna Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Sonne Glut, an deiner Wange kalt, ein Schnee, den Tränen nicht zum Schmelzen bringen. Auf turteltaubenflaumenstillen Schwingen flogst du durch unsrer Träume Schattenwald. Den du geküßt, schläft süß, Endymion, und was er träumt, sind weicher Lüfte Schwestern, Gezwitscher, aufgeweht aus schwanken Nestern, als wär sein Schlaf bestäubt von blauem Mohn. Uns blieb allein ein [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-geschaendete-luna/">Die geschändete Luna</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sonne Glut, an deiner Wange kalt,<br />
ein Schnee, den Tränen nicht zum Schmelzen bringen.<br />
Auf turteltaubenflaumenstillen Schwingen<br />
flogst du durch unsrer Träume Schattenwald.</p>
<p>Den du geküßt, schläft süß, Endymion,<br />
und was er träumt, sind weicher Lüfte Schwestern,<br />
Gezwitscher, aufgeweht aus schwanken Nestern,<br />
als wär sein Schlaf bestäubt von blauem Mohn.</p>
<p>Uns blieb allein ein stummer öder Stein,<br />
den Hybris mit Titanengeifer fleckte,<br />
ein Fühlen dumpf, wenn Gischt der Ozeane</p>
<p>dringt in der Seele taube Poren ein.<br />
Die Sehnsucht aber, die einst Luna weckte,<br />
verfiel der Mahd wie Veilchen und Zyane.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das Zerbrechen der Gefäße</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 22:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Poetologische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Das Zerbrechen der Gefäße Sonette poetologische Gedichte philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35761</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gefäße – Anmut malte ihnen Ranken –, befüllt mit Früchten, Sinn des schönen Lebens, von Rosen Düfte, Träume des Entschwebens, o Blüten, die auf keuschem Wasser schwanken – ein Dämon hieß dich, Dichter, zu zerbrechen, die Verse, Blumen stillen Lebens, bargen, daß in Fragmenten nur, zerborstenen Zargen, du stammelst, Wohllauts Splittern, die uns stechen. Wie [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/">Das Zerbrechen der Gefäße</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>G</strong>efäße – Anmut malte ihnen Ranken –,<br />
befüllt mit Früchten, Sinn des schönen Lebens,<br />
von Rosen Düfte, Träume des Entschwebens,<br />
o Blüten, die auf keuschem Wasser schwanken –</p>
<p>ein Dämon hieß dich, Dichter, zu zerbrechen,<br />
die Verse, Blumen stillen Lebens, bargen,<br />
daß in Fragmenten nur, zerborstenen Zargen,<br />
du stammelst, Wohllauts Splittern, die uns stechen.</p>
<p>Wie mühsam retten aus Ägyptens Sand<br />
Gelehrte des Papyrus Zeilen, fast verblaßte,<br />
daß Sapphos Stimme sich zur Ode ründe.</p>
<p>Die matten Steine, Inkarnat der Wand,<br />
wie frisch zum Mosaik sie Sorgfalt faßte,<br />
daß es vom Antlitz früher Seele künde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-zerbrechen-der-gefaesse/">Das Zerbrechen der Gefäße</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Im Labyrinth des Dämmers</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 22:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Im Labyrinth des Dämmers Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35753</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Vates war es, der die Wege wies. Er hat die Schneise in die Nacht geschlagen, daß heller wurde unser vages Sagen, wenn es den hohen Sinn des Lichtes pries. Er hat der Trauben Purpurgold gepflückt und sie gekeltert für die Sonnwendfeier. Er wob aus Sonnenfäden lichte Schleier, die uns dem Wirrsal unsrer Angst entrückt. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/im-labyrinth-des-daemmers/">Im Labyrinth des Dämmers</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vates war es, der die Wege wies.<br />
Er hat die Schneise in die Nacht geschlagen,<br />
daß heller wurde unser vages Sagen,<br />
wenn es den hohen Sinn des Lichtes pries.</p>
<p>Er hat der Trauben Purpurgold gepflückt<br />
und sie gekeltert für die Sonnwendfeier.<br />
Er wob aus Sonnenfäden lichte Schleier,<br />
die uns dem Wirrsal unsrer Angst entrückt.</p>
<p>Wie sollen wir die sanften Strahlen finden,<br />
wenn wir im Labyrinth des Dämmers irren,<br />
den Ruf zum Azur hören in Verliesen –</p>
<p>was können uns noch müde Bienen künden,<br />
wenn sie in Falten fahler Gaze schwirren,<br />
was grauer Tropfen Klang auf kahlen Fliesen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkungen zum Verständnis:<br />
<em>Vates, -is, m u. f: Wahrsager, Seher, Prophet, Sibylle, gottbegeisterter Sänger und Dichter; vates Maeonius: Homer; vates Lesbia: Sappho; vates Aeneidos: Vergil.</em><br />
Pons, lateinisch-deutsches Wörterbuch</p>
<p><em>„Vātes“, das … vielleicht aus dem Gallischen entlehnt ist, gehört samt dem altirischen Etymon „fáith“ und dem kymrischen „gwawd“, dem mittelirischen „fáth“ (Gedicht, Komposition; prophetische Weisheit) zu einer </em>indogermanischen <em>Wurzel „*uāt-“, die etwa „geistig erregt sein, inspiriert sein“ bedeutet und im Deutschen „Wut“, aber auch im Namen des germanischen Wind- und Inspirationsgottes Wōđan (nord. Óđinn) vorliegt. Der „vātes“ ist also der vom höheren Wissen Angehauchte. [...] Kymrisch „dewin“ ist eine römerzeitliche Entlehnung aus lat. ‚dīvīnus‘ (göttlich).<br />
</em>J. M. Jones: A Welsh Grammar. Oxford 1913, S. 233.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Glossen am Rand der Leere</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2026 22:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Glossen am Rand der Leere philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier. Georg Büchner, Leonce und Lena &#160; Wie eine Träne fließt die Zeit, hat kein Gewicht. Du fühlst sie, die so heiß, auf deiner Wange nicht. * Willst du sie halten, Anmut, leises Lächeln, verzieht sie das Gesicht und fängt zu weinen an. * Taubenpaar. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/glossen-rand-der-leere/">Glossen am Rand der Leere</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier.</em><br />
Georg Büchner, Leonce und Lena</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie eine Träne fließt die Zeit, hat kein Gewicht.<br />
Du fühlst sie, die so heiß, auf deiner Wange nicht.</p>
<p>*</p>
<p>Willst du sie halten, Anmut, leises Lächeln,<br />
verzieht sie das Gesicht und fängt zu weinen an.</p>
<p>*</p>
<p>Taubenpaar. Sie picken Seit an Seite vor sich hin.<br />
Flattern, böses Stechen, nähert sich die Fremdlingin.</p>
<p>*</p>
<p>Schönheitsflecken, keine Warze auf den Traumgesichten –<br />
Roms größter Dichter aber will das Werk vernichten.</p>
<p>*</p>
<p>Abendsonne. Daß wir Hand in Hand noch schritten,<br />
dunkel fühlend, Herz an Herz hat ausgelitten.</p>
<p>*</p>
<p>Ersterbend, Rose, hauchst du blind<br />
den Sehnsuchtsduft dem kalten Wind.</p>
<p>*</p>
<p>Nur einmal ist sie aufgeglommen,<br />
die Flamme für den Daseinsfrommen.</p>
<p>*</p>
<p>Die Tropfen, die Gott regnen ließ,<br />
sie machten unser Darben süß.</p>
<p>*</p>
<p>Die goldne Frucht, die uns zu pflücken war verwehrt,<br />
hat unsre Sehnsucht nach dem Garten nur vermehrt.</p>
<p>*</p>
<p>Das Krüglein Vers, es faßt nur wenig Wein,<br />
mag golden er, von reifen Trauben sein.</p>
<p>*</p>
<p>Die Sehnsucht war mit Worten nicht zu stillen,<br />
du mußt zuletzt das leere Blatt zerknüllen.</p>
<p>*</p>
<p>Schnee auf Schnee gefallen,<br />
helle Rätsel aus Kristallen.</p>
<p>*</p>
<p>Wie Nester, sanft im Schilf gewiegt,<br />
ist unser Träumen leer, das Lied versiegt.</p>
<p>*</p>
<p>Der Liebe Bogen kann nur Saiten, wohl gespannt,<br />
Harmonien entlocken, deren Stimmungen verwandt.</p>
<p>*</p>
<p>Was der Verstand uns nicht verdüstert, Azurblau,<br />
von zarter Wimper rinnend, heller Tau.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mnemosynes Hauch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 22:01:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Mnemosynes Hauch Sonette philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=35745</guid>
		<description><![CDATA[<p>Perlmutt der Tiefe, Schaum der Ozeane – frag nicht, woher, zu welchem Zweck sie sind. Verstand ist für den Teint der Anmut blind, taub für die Vibration der Porzellane. Wie Muscheln sind, Kristalle die Kulturen, die eine wird mit Perlenglanz bedacht, und jener schimmert Iris Farbenpacht. Sie sind, wie Hamann wußte, Gottes Spuren. Zerschlugen den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/">Mnemosynes Hauch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Perlmutt der Tiefe, Schaum der Ozeane –<br />
frag nicht, woher, zu welchem Zweck sie sind.<br />
Verstand ist für den Teint der Anmut blind,<br />
taub für die Vibration der Porzellane.</p>
<p>Wie Muscheln sind, Kristalle die Kulturen,<br />
die eine wird mit Perlenglanz bedacht,<br />
und jener schimmert Iris Farbenpacht.<br />
Sie sind, wie Hamann wußte, Gottes Spuren.</p>
<p>Zerschlugen den Perlmutt die Eisenhämmer,<br />
zerbrach die Hybris hohen Festtags Schalen,<br />
hat Bacchus Feind den Wein verschüttet auch:</p>
<p>Noch lindern Tropfen Lichtes unsre Qualen,<br />
die aus Erinnern rinnen, zartem Dämmer,<br />
Laub, angeweht von Mnemosynes Hauch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mnemosynes-hauch/">Mnemosynes Hauch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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