Was keiner je erklügelt
Keiner hat, was uns noch glänzt, erfunden.
Dem sie den Tempel bauten, Gott Apoll
hat offenbart sich erst im Glanz von Wunden,
in einer Quelle Sang, der wunders schwoll.
Doch einer sah, wie in den Kapitellen
der Säule Krone noch vom Ursprung spricht,
und ließ Akanthus aus dem Marmor quellen,
daß er den Geist bezeuge, Gottes Licht.
Keiner hat, was uns verblüfft, erklügelt,
der alten Sprache reiches Ornament,
die Formenstrenge, die graziös noch flügelt,
wenn schon des Abschieds fahle Sonne brennt.
Doch einer kreuzte unter blauen Winden
mit prallen Segeln aus dem Heimatbelt,
den Sinn in einer stillen Frucht zu finden,
an Küsten schimmernd, wo das Wort zerschellt.
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