Pfad ins Abendrot
So wandeln wir den Pfad ins Abendrot,
wo Moose unsre Schritte dämpfen.
Wie Nachtviolenduft scheint süß der Tod,
Ruh, tiefe Ruh nach all den Kämpfen.
Noch glühen Tropfen Lichts im Dämmerlaub,
und wenn sie fallen, seufzt die Erde.
Uns hat der Vers gewirbelt, goldner Staub,
Eratos liebliche Gebärde.
Und hüllt uns ein die Nacht in schwarzen Samt,
sei er bestickt mit Blüten, weißen.
Die Sonne sank, die unser Lied entflammt,
Mond schenkt ihm noch ein fahles Gleißen.
Der Schatten löst sich ab vom Leichnam jäh
und wandert noch allein ein Weilchen.
Doch kehrt er um, als ob er weinen säh
von ihm verdunkelt holde Veilchen.
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