Das Zerbrechen der Gefäße
Gefäße – Anmut malte ihnen Ranken –,
befüllt mit Früchten, Sinn des schönen Lebens,
von Rosen Düfte, Träume des Entschwebens,
o Blüten, die auf keuschem Wasser schwanken –
ein Dämon hieß dich, Dichter, zu zerbrechen,
die Verse, Blumen stillen Lebens, bargen,
daß in Fragmenten nur, zerborstenen Zargen,
du stammelst, Wohllauts Splittern, die uns stechen.
Wie mühsam retten aus Ägyptens Sand
Gelehrte des Papyrus Zeilen, fast verblaßte,
daß Sapphos zarte Stimme fern erklinge.
Die matten Steine, Inkarnat der Wand,
wie frisch zum Mosaik sie Sorgfalt faßte,
daß Odem früher Seelen zu uns dringe.
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