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Das Wort, das Blatt

07.06.2021

Kaum ist das Blatt, das Wort ergrünt,
hat es dein Herbst schon ausgebleicht.
geküßt von einem kühlen Hauch,
das Wort, das Blatt, es fällt so leicht.

Mit tausend Blättern weht es hin,
sie knistern, treibt der Wind sie fort,
und stumm wird, fahl der grüne Sinn,
versinkt im Schnee das Blatt, das Wort.

Und hat das Moos den hellen Stamm
mit seiner Patina verfärbt,
unlesbar ward das Epigramm,
das in die Rinde du gekerbt.

Und wäre es geritzt in Stein
und prangt noch lange überm Grab,
die Veilchen seufzen dort allein,
wenn ihnen Tau zu weinen gab.

 

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