Auf einsamen Pfaden
Du wandelst, Dichter, Pfade, einsam-wilde,
da wuchert schon das Heidekraut.
Mit deinem Schatten sprichst du Worte, milde,
als wär er deine holde Braut.
Und keine Schwelle ist, die deiner harre,
wenn Abendhauch die Stirne kühlt.
Dich dünkt, als ob die trunkne Luft erstarre,
die früh der Weide Haar durchwühlt.
Hast du die Gipfelödnis noch erklommen,
liegt wie im Jenseitsdunst das Tal,
wo deine Blume auf dem Strom geschwommen.
Nun werden alle Verse kahl.
Ins Finstre will sich eine Flamme senken,
nah eines Kreuzes rauhem Stein.
Rief’s auf die Höhe dich, des Lamms zu denken,
in dessen Blut das Wort wird rein?
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