Ariadne und der Gaukler
Kam der neue Gott gegangen,
hingegeben war ich stumm.
Richard Strauss, Ariadne auf Naxos (Libretto: Hugo von Hofmannsthal)
Sie liegt an Naxos Strand allein.
Es plätschern die Najaden,
es säuseln rings Dryaden.
Ertauben fühlt sie Mark und Bein,
will in die Flut sich stürzen,
das Elend abzukürzen.
Da hemmt sie gleisnerischer Schein.
Es lächeln zärtlich Blicke,
es singt ein Gott vom Glücke.
Erglühen fühlt sie Mark und Bein,
will trinken von dem Munde
sich Kühlung ihrer Wunde.
Doch fließt mitnichten goldner Wein.
Es beißt in ihren Nacken,
es stechen garstig Zacken.
Ihr grunzt ein Borstenschwein.
Ein Gaukler war’s, nicht Bacchus –
nun mach, Ariadne, Schluß.
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