Geh, Dichter, abseits
Im Gedenken an Peter Huchel
Was Hohn spricht Sinn und Form, gilt jetzt für schön.
Man preist des Stotterers unzüchtig Lallen,
als wär es ein Gesang von Nachtigallen.
Man rast bei eines hohlen Kopfs Gedröhn.
Die Warze, die Euterpes Mund entstellt,
erdrosselter Sonette Aasgerüche,
Eratos Herz, flambiert in Satans Küche –
der Pöbel pinkelt in den Quell der Welt.
Geh, Dichter, abseits nun zum Ahnengrabe.
Damit das wahre Schöne leuchte rein,
die grünen Schatten von der Inschrift schabe.
Mir glänzten Trauben auf im Musenhain,
was ich gepflückt im Herbst, gekeltert habe,
im Dunkel reifte es zu edlem Wein.
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