Sonett um heitere Entsagung
Die Pfade, die sich in das Dunkel schlingen
und münden fern an Buchten, muschelhellen,
umrauscht von trunkner Verse blauen Wellen,
zu müde sind wir, daß wir sie begingen.
Die Sonnentrauben, die dem Südlicht glücken,
erlesen in der Früh von braunen Händen,
daß feuchtes Gold dem Festtag sie einst spenden,
zu schwach ist unsre Hand, sie noch zu pflücken.
Wir sehen nur, ans Fenster schlaff gelehnt,
den Schaum des Abendlichtes über Hängen,
wo schon zum Mond aufquillt ein Traumgelalle.
Wir fühlen nur, wie sich vergebens sehnt
das kalte Herz nach glühenderen Sängen
und wärmen es im Schnee der Verskristalle.
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