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Tränen

26.01.2015

Wie geht die Zeit dahin mit dumpfem Dösen
Auf geblümten Kissen. In zerlesenen Blättern
Wollen müde Augen sich vom Zeitgeist lösen.
Und wieder schlafen, schlafen unter grauen Wettern.

Die heiße Liebe fröstelt es vorm Schnee des Alters.
Keine Flammen wollen seine Wangen röten,
Kein Schmachten nach dem Feuertod des Falters.
Kein Liebesengel mag den Seelentod ertöten.

Wie geht die Zeit dahin, und Flocken fallen
So leise, leise in den Schacht der Träume.
Bleibt nicht ein gutes Wort, ein süßes Lallen,
Ein Rauschen jener einst begrünten Säume?

Wie geht die Zeit dahin mit leerem Sinnen.
Tränen, die keinen Namen meinen, rinnen.

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