Die Geliebte des alten Dichters spricht
Sanft war der Hügel, wo wir abends lagen,
gefunkelt hat schon über uns dein Stern.
Als hätte nichts genagt am Lebenskern,
umfloß dich holder Glanz aus Jugendtagen.
Der reinen Quellen mochtest du gedenken,
aus denen du geschöpft des Liedes Trank.
Du wußtest auch den süßen Qualen Dank,
die auf den Schnee der Anmut Schatten senken.
Ich aber wandte mich, daß deine Blicke
die Feuchte meiner Wangen nicht gewahrten,
nicht, wie Erinnerung mein Herz bedrücke,
das Grabmal mit den heimlich aufgebahrten,
den Träumen, die geopfert ich dem Glücke,
die Nacht zu sein um deine lichten Fahrten.
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