Wenn der Mond im Flockentanz zergeht
Sinkt deine leichte Last wie Engelsschuh
ins weiße Plumeau einer kalten Welt?
Entschwindet deine Lebensspur im Nu,
Wenn lautlos frischer Schnee aus Träumen fällt?
Wie hat einmal dein Händedruck gewärmt!
So taute eines Herzens Winter hin.
Wie sind nun deine Hände ganz verhärmt!
So ging des Herzens Sommer schnell dahin.
Wie hat des Mundes aufgeplatzte Frucht
Den Durst der Seele süß gestillt.
Dem stummen Mund die arme Seele flucht,
Sie dürstet lang noch vor der Quelle Bild.
Wenn der Mond im Flockentanz zergeht,
Sind deine scheuen Stapfen schon verweht.
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