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Der blasse Sang

15.04.2020

Von Chrysanthemen, die schon sinken,
von Nelken nur ein graues Licht,
im Grabesgrün verschneites Winken,
so kühl und rein glänzt uns Verzicht.

Und wenn den Teppich wir betreten,
von leisem Schmerz beflocktes Moos,
quillt aus dem Blütennebel Beten
und Odem aus dem Blumenschoß.

Wie Monde tauchen deine Augen
in meiner Augen trübes Naß,
und Lippen, die nach Wärme saugen,
sie finden meine Lippen blaß.

 

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