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Tau der Stille

01.08.2022

Wenn wir uns gegenüberstehen,
die Tränen, die von Blüten rinnen
aus einem wehbetauten Innen,
kann ich sie fühlen, du sie sehen?

Die Worte, die wie Bienen schwärmen,
sie suchen in der süßen Fülle,
was ein sie schläfert, Tau der Stille,
wer mag um herbes Harz sich härmen.

Im Dämmer, da wir blindlings tasten,
erglimmen zwischen Zweigen droben
uns Blicke, die das Dunkel loben,
wie leicht des Abends Schatten lasten.

Und hat der heiße Tag geblendet,
schon wollen Dunkelfalter flügeln,
die weichen Wasser Traumlicht spiegeln,
o hohe Nacht, die uns vollendet.

 

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