Die Lektion des Kindes
Eine Antwort auf die Krähe von Ted Hughes
Die Trübsinn-Nebel, öder Träume Dunst,
die uns die nahe Sicht, den Sinn, benehmen,
des Moorlands feuchte Schleier lichtet Kunst,
die Sonne scheucht die trügerischen Schemen.
Wenn wilde Krähe nicht von Liebe spricht
und weiße Haie in die Tiefe biegen,
gebricht’s dem Schöpferworte nicht an Licht,
um unsern Unflat schwirren ja die Fliegen.
Reißt uns des Dämons Wut vom Wunder los,
und sehen wir im Blütenblatt nur Wunde,
die Rose bebt, ein unbewußter Schoß,
ihr Duft erleichtert Kranken manche Stunde.
Entgeistert Mann und Weib ein Schattenreich,
wenn sie sich Haut und blinder Stachel sind,
der blaue Blick des Sommers macht sie weich,
die Frucht am Zweig, der überhängt, das Kind.
Das Kind spricht Liebe, ihm galt die Lektion,
und sei es nur zerzauste Puppe, die es küsst,
zu denken, daß sein Lächeln blind, ist Hohn,
die Liebe sieht es schön, was Rohen häßlich ist.
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