Duft der Wehmut
Die Kerze flackert hohem Bild,
als würde Heimweh sie verzehren,
löscht sie auch aus, wir sind gewillt,
den Glanz im Dunkel zu verehren.
Durch zarte Halme glänzt das Meer,
so viele Sonnen sind versunken
so viele Träume trug es her,
Medusen stumm und Hymnen trunken.
Am Kelch der Rose zittert Tau,
in weicher Erde Schoß zu münden,
der Hauch der Frühe ist noch lau,
der Mittag wird das Herz entzünden.
Im grünen Schatten grast das Rind,
sein Horn ist wie der Mond gebogen,
in losen Blüten tändelt Wind,
der Duft der Wehmut ist verflogen.
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