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Sei nicht bang, mein Kind

29.12.2025

Hat’s an die Scheibe nicht gepocht?
Die Ranke war’s im Wind.
Sei nicht bang, mein Kind.

Hat die Diele nicht geknarrt?
Das war die schwarze Krähe.
Sie scheut des Menschen Nähe.

Hörst du, Mutter, wie es rauscht?
Das sind die weichen Wellen,
die aus Träumen quellen.

Weh, kann ich ja nicht schwimmen.
Wie dein Bötchen aus Papier
tragen sie dich fort von hier.

In Fernen, da ich dich vermisse?
Zu Inseln, wo noch Elfen leben,
die an Sonnenfäden schweben.

Ist Täubchen, das entflog, bei ihnen?
Ja, es hüllt dein Schwesterlein
dich in sein Gefieder ein.

Und gurrt leise, daß ich schlafe.
Ja, nun schlummre ein, mein Kindchen.
Morgen weckt dich auf das Hündchen.

 

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