Porträt des Dichters als Waldmaus und Eule
Mit der Waldmaus,
der schon das Fell erschauert
vom Todesgriff der Kralle,
schattet sanft ein Flügel hin,
erfüll den Sinn des Seins.
Mit der Eule auch,
wenn langsam wie im Schlaf
das Lid vom kalten Aug sie schiebt,
sich ihr Gefieder bläht
in orphisch-blauer Nacht.
Angst macht, daß du sehr still
Samen sammelst, Verse,
durch dunkler Strophen Gänge
ins Nest des Traumes bringst.
Doch Triumphgefühl,
wenn lautlos du hingleitest,
im Schneegefild den Schattenflaum,
süßen Fleisches Reim dir fängst.
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