Nachts mit dem Kahn
Wir lauschten im Schilf,
weiche Tropfen zersprangen,
der Teichrohrsänger rief
unseren Herzen, den bangen.
Wir nahmen den Kahn,
Ruder, es schäumte,
fiederwolkige Anmut, ein Schwan,
Mond, der im schwarzen Wasser Endymion träumte.
Ließen weiter uns tragen
von aufseufzender Welle,
müßig zu fragen,
ob heimatlich harrte noch eine Schwelle.
Auf der Insel sind wir erwacht,
rätselhart knirschte der Kies,
fremder wurde die Fremde, die Nacht,
die Funken ins schwankende Blätterwerk blies.
Im Eichenhaine, von Büschen verdüstert,
lagen wir Wange an Wange geschmiegt,
schwieg ich, hast du mir Dunkles geflüstert,
Träne, o Glanz, bald im Dickicht des Herzens versiegt.
Nichts galt es noch zu erreichen,
schwebte feucht glühend der Ball
im Geäst der uralten Eichen,
ja, wir hörten tief schluchzen die Nachtigall.
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