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Erde sind wir, Pollen von Licht

28.09.2016

(sapphische Strophe)

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Erde sind wir, tränenbefruchtetes Schweigen,
Feuermale, zuckend aus dunklen Schöpfungs-
kernen, bis uns Nächte der Angst verklären
Lieder der Liebe.

Blütenoffen sproßte uns Mund um Mund, die
Lüfte strömten dunkles Geheiß den frühen
Seelen, rissen ihnen von weichen Lippen
Worte wie Pollen.

Kommen Winter, fallen die Sterne wie Flocken,
fallen gottverlassene Bilder vom Himmel,
sind vergraben Pollen und Licht im Schoß der
duldsamen Erde.

Warten, Herz an Herz, in den Schattenlauben,
hören, was da klopft, was da seufzt hinan ins
Sternenlicht der höheren Welt, bis wiederkehrt
Anmut und Melos.

Erde sind wir, Pollen von Licht, gezeugt, um
wahr zu machen heiligen Sinn mit Blüten
edlen Dufts und herbstlichem Lied, wenn wieder
sinken die Rosen.

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