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Das Zittern des Mohns

26.03.2017

Das kaum betastend
über der Dinge schlafendes Angesicht streift,
Dichterwort,
wie der Finger des Blinden,
der Zeichen aufspürt
in den Archiven der Luft.

Geistiges Ohr,
das übers Schilf der Toten gebeugt
wogender Klage lauscht,
lidlos zu wachen
unter der Rätselschrift
so stummer Blitze.

Schattenmund,
dem Zittern des Mohns nachzusprechen,
da er sich Schmelz erküßt im Tau,
Abschied
im erdwärts rinnenden Licht.

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