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Paul Verlaine, En sourdine

01.05.2018

Aus: Fêtes galantes

Calmes dans le demi-jour
Que les branches hautes font,
Pénétrons bien notre amour
De ce silence profond.

Fondons nos âmes, nos coeurs
Et nos sens extasiés,
Parmi les vagues langueurs
Des pins et des arbousiers.

Ferme tes veux à demi,
Croise tes bras sur ton sein,
Et de ton coeur endormi
Chasse à jamais tout dessein.

Laissons-nous persuader
Au souffle berceur et doux
Qui vient à tes pieds rider
Les ondes de gazon roux.

Et quand, solennel, le soir
Des chênes noirs tombera,
Voix de notre désespoir,
Le rossignol chantera.

 

Con sordino

Laß uns beim matten Glanz,
der sinkt von hohen Zweigen
die Liebe tauchen ganz
in dieses tiefe Schweigen.

Lösen Herzen wir und Seelen
und der Sinne Schäumen
in das Schatten-Schwelen
von Pinien und Erdbeerbäumen.

Laß Schlaf auf Wimpern tropfen,
kreuz die Arme vor den Brüsten,
und aus Herzens müdem Klopfen
scheuche Wunsch und Listen.

Wir wollen trunken fließen
ins Schaukeln und ins Säuseln,
die Gras zu deinen Füßen
in rote Wellen kräuseln.

Und wenn des Abends ragen
die weihedunklen Eichen,
es wird uns das Entsagen
die Nachtigall erweichen.

 

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