Terzinen von den Seelenvögeln
Ein zarter Kringel, eine Wolkensträhne,
erscheint im Geisterblau am hellsten Tage,
die Locke des Nichts an niemands Mähne,
ein Zittern überläuft das Gras so zage,
als streiften es der Lüfte Feenhände.
Du weißt nicht, gilt es Freude oder Klage,
daß deinen Schlaf ein hohes Zirpen ende,
wenn in den Wipfeln Seelenvögel warten
und äugen nach der reinen Opferspende.
Du pflückst die süßen Beeren in dem Garten,
doch stillst du damit nicht ihr altes Grauen,
sie picken nach dem Herzen dir, dem zarten.
O Torheit, sich Chimären anvertrauen!
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