Bilder, lang verblichen
Dahin also, wo die Stille noch grünet,
Zweige sich wölben über schmalen Pfaden,
wo ein Wasser gelbliche Rosen spiegelt,
lichte Schneisen ins Weite uns laden.
Oder zu weiß überstäubten Matten,
wo ein dunkles Murmeln herniedergehet,
abends der Wind aus blauenden Schatten
Schlafes schimmernde Tropfen wehet.
Bilder, Dichter, wie lang schon verblichen.
Was im Sommerlichte wir blühen sahen,
grauen Wintertagen ist es gewichen,
wo den Sinn verhüllende Nebel nahen.
Du sagst, sie sind nicht gänzlich zerronnen,
Herzen gleich, zerstochen von kalten Kristallen,
röten sie sich unter kommenden Sonnen,
Düfte zu senden aus purpurnen Ballen.
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