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Das Gold der Dämmerungen

19.05.2020

Wenn das Gold der Dämmerungen
noch im Laube zögernd weilt,
wie auf Wogen, weich geschwungen,
sich des Schaumes Glitzern teilt.

Als wir unterm Kirschbaum lagen,
Tropfen kühlten schon das Gras,
was nur wollte ich dir sagen,
süß ein Wort, das ich vergaß.

Wenn des Nachts ein stilles Schneien
durch die Angst der Wälder weht,
wie ein blaues Benedeien
ein Geläut durch Mauern fleht.

Und wir standen stumm am Grabe,
Hauch der Nacht im Efeukranz,
heller Tränen Opfergabe
war des Dankes schwacher Glanz.

 

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