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Daß sich die Seele sage

08.02.2021

Ein fahles Glimmen blieb von deinem Tag,
das sich von sanft geneigten Knospen breitet,
o faß es nicht, sein Wesen ist zu vag,
o pflück sie nicht, sie fallen, schlafgeweitet.

Im Dunst der Ferne sagt kein Sternbild mehr,
was du geahnt, erhofft an Lebensfülle,
schau in den Brunnen, er ist grau und leer,
lausch in die Dämmerung, wie tief die Stille.

Ein weiches Wasser strömt durch deine Nacht,
wie lang vergessner Sage dunkler Regen,
es füllt aufs Neu den öden Brunnenschacht,
es bringt, daß sich die Seele sage, Segen.

 

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