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Die Liebe und der Tod

22.02.2018

Verwehen mögen Küsse
gleich dem Vogelruf –
daß warme Lippen welken,
ganz verlöscht ein Mund!

Mund, der Wolken sang
und Regen wachem Schlaf –
kahl ist alles Wohnen
und die Wände stumm.

Die Lider möge decken
stillen Schlummers Schnee –
daß weiche Augen brechen,
ihr blauer Himmel sinkt!

Auge, das mir offen
seine Blume gab –
verronnen sind die Tränen,
weichen Sinnes Tau.

Denk ich deiner Hände
Fieder-Flatter-Gruß –
worin soll ich pflanzen
abgerissnen Flaum?

War dein Haar das Nest
sommerblauer Düfte –
keine Biene summt
um Strähnen grauen Staubs.

Füße kleiner Bäche,
die durch Gräser rannen –
Wahn und Durst
sind mein Aschen-Pfad.

Herz, das meinem pochte
Lebens andre Hälfte –
wie kann mich halten
abgebrochner Zweig?

 

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