Terzinen auf den verschlossenen Garten
O reiner Spiegel mondbehauchtes Wasser,
da Stille spannt ihr Tuch, das nebelbleiche,
und schmerzerglühte Rosen sagen blasser
den Duft der Seele über dunklem Teiche,
und Vogels weher Laut verrinnt wie Tränen,
die glänzen an den Blättern schwarzer Eiche,
die Halme schwanken wie von bangem Wähnen,
als möchten Engel bald den Garten schließen,
schon lange schweigen Lieder und Fontänen,
die allzu sehnend sich dem Tag ergießen.
Die Rosen auf dem Teiche werden blasser,
ihr Glühen hat der Nacht den Weg gewiesen.
O reiner Spiegel mondbehauchtes Wasser.
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