Terzinen für Herzen, die ergrauen
Noch blaue, Azur, Herzen, die ergrauen,
daß Blüten, wie sie süß im Winde schwingen,
im Grünen wir, am Saum des Abends schauen.
Sind wir auch müde, da wir lange gingen,
ans Ufer stiller Wasser zu gelangen,
uns sänftiget das flaumenweiche Singen
in Schilfen, wo schon Frühjahrsnester hangen.
Ein trunknes aber will uns ferne locken
in Gärten, wo die Äpfel goldner prangen,
wo nie der Liebe tiefe Quellen stocken.
Daß uns die Himmelslüfte dorthin trügen
wie leisen Schneiens schwerelose Flocken.
Schon muß die Bläue sich dem Trüben fügen,
der Kelch der Blume vor der Nacht sich schließen.
Laß, Liebe, eins ans andere uns schmiegen,
bis helle Tränen in das Dunkel fließen.
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