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Terzinen über den Kranz

24.11.2021

Und was wir träumen, soll wie Tropfen rinnen
an alten Kruges veilchenblauen Wangen,
wie Duft, der ihm entsteigt, sei unser Sinnen.

Verweht in fernem Läuten, was wir sangen,
mag Schweigen uns in blaue Nacht entrücken,
Gezwitscher grüner Helle uns empfangen.

Wir gehen über hohen Klanges Brücken
zu Inseln, weißer Blüten träges Kreisen
will uns mit sanftem Taumel noch beglücken.

Dem blindem Sänger öffnen sich die Schneisen,
der Halme Dunkel beugt sich vor den Strahlen,
die sanft erlöschend Armut seligpreisen.

O schöner Kranz, gewunden unter Qualen.

 

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