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Vom All umarmt und einsam sein

05.02.2026

Durch fahle Adern pocht kein Sinn.
Verdorrte Blätter wirbeln schon
in Winkel trockner Seufzer hin.

Die Sonne sinkt, o roter Mohn.

An später Rose Wimpern schwillt
ein Tropfen Tau, und wenn er fällt,
ist Trübsal, was im Herzen quillt.

O daß kein Faden Licht uns hält.

Am Morgen gingen wir, ein Paar,
durchpulst von warmem Zartgefühl,
und helle Blicke sprachen wahr.

O Abendschatten, stumm und kühl.

Ins Wasser, wo die Weide sacht
die Haare taucht ins Rauschen ein,
wirft ihre Silbermünzen Nacht.

Vom All umarmt und einsam sein.

 

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