Der Blicke ungerührtes Gleiten
Der Blicke ungerührtes Gleiten
ist haltlos wie ein feiner Staub,
der kaum gestreift das Sommerlaub,
der Wind treibt auf des Meeres Weiten.
Wir sehen leuchten wohl die Reben,
noch in der Dämmerung den Schein,
die Glut der Trauben für den Wein,
doch reicht uns keinen Kelch das Leben.
Wie durch Verlieses schwarzes Gitter
gebrochen sickert uns der Strahl,
und an den Wänden, grau und kahl,
erinnerungslos sinkt hin der Flitter.
Wir fühlen, wie die Serenade
des Herzens trockne Schwelle leckt,
es ist vom Andrang zu erschreckt,
daß es sich in der Fülle bade.
Wie Muscheln sind wir, gramversiegelt,
in denen keine Perle reift,
wie Puppen, die im Frost versteift,
woraus kein Liebestraum geflügelt.
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