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	<title>Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung &#187; Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main</title>
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	<description>Gedichte, philosophische Essays, philosophische Sentenzen und Aphorismen, Übersetzungen antiker und moderner lyrischer Dichtung</description>
	<lastBuildDate>Mon, 20 Apr 2026 00:02:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Niemand schert sich um Herrn Niemand</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 23:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonette]]></category>
		<category><![CDATA[Niemand schert sich um Herrn Niemand Sonette Gedichte über Frankfurt lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Herr Niemand schläft auf harten Holzpaletten, Schmutzlappen, Folien bis zum Kinn gezogen, die Seele hören ächzen wundgebogen, die wohlig aufgewacht in weichen Betten. Paar Schritte nur vom REWE, hinter Hecken, im Winter, ah, er fängt schon an zu stinken. Kein Engel ist, zu ihm herabzusinken, kein Fittig mag solch Menschenaas bedecken. Vielleicht hat einst Sonette [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/niemand-schert-sich-um-herrn-niemand/">Niemand schert sich um Herrn Niemand</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Niemand schläft auf harten Holzpaletten,<br />
Schmutzlappen, Folien bis zum Kinn gezogen,<br />
die Seele hören ächzen wundgebogen,<br />
die wohlig aufgewacht in weichen Betten.</p>
<p>Paar Schritte nur vom REWE, hinter Hecken,<br />
im Winter, ah, er fängt schon an zu stinken.<br />
Kein Engel ist, zu ihm herabzusinken,<br />
kein Fittig mag solch Menschenaas bedecken.</p>
<p>Vielleicht hat einst Sonette ja geschrieben,<br />
den nun die Läuse schwarzer Träume beißen,<br />
Herr Niemand, der im eignen Kehricht liegt,</p>
<p>von sanften Seelen, die das Schneelicht lieben,<br />
wenn Birken in der späten Sonne gleißen,<br />
von Wehmut, wenn die Schwalbe südwärts fliegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Jamben auf die frühen Wirren</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 23:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Jamben auf die frühen Wirren philosophische Gedichte Gedichte über Frankfurt Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Welch seltsames Gemisch (halt dir die Nase zu) von Veilchenduft und Elendsdung, der noch wie bäurischen Geschickes Ironie ihm an lackierten Schuhen klebt, umschwebt den geckenhaften Schwadroneur. Die Nickelbrille flügelt auf dem Nasenjoch, die schwarze Lederweste schmiegt sich speckig an die Hühnerbrust. Als habe ihm den Blondschopf Meerfahrt ausgebleicht, als tränk das Auge noch Azur, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/iamben-auf-die-fruehen-wirren/">Jamben auf die frühen Wirren</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Welch seltsames Gemisch (halt dir die Nase zu)<br />
von Veilchenduft und Elendsdung,<br />
der noch wie bäurischen Geschickes Ironie<br />
ihm an lackierten Schuhen klebt,<br />
umschwebt den geckenhaften Schwadroneur.<br />
Die Nickelbrille flügelt auf<br />
dem Nasenjoch, die schwarze Lederweste schmiegt<br />
sich speckig an die Hühnerbrust.<br />
Als habe ihm den Blondschopf Meerfahrt ausgebleicht,<br />
als tränk das Auge noch Azur,<br />
und war, ein Hasenherz, doch nie an Hellas’ Strand,<br />
schielt bangend er nach links und rechts,<br />
ob jene auch, auch sie verweilt im Seminar,<br />
und räuspert sich, hat seinen Quark<br />
der Herr Professor Schmidt zum frühen und<br />
zum Marx des Kapitals, dem Bruch<br />
der Episteme, wie’s der Hohepriester aus<br />
Paris, der Gattenmörder, nennt,<br />
breit ausgewalzt, steht ruckend auf, die Brille rutscht,<br />
er schiebt sie nonchalant zurück,<br />
und man vernimmt ein krauses Kauderwelsch,<br />
Adornos Zwielicht-Idiom,<br />
vermengt wie die Satura mit Fruchtallerlei,<br />
im Rausch der Nacht gepflückt<br />
im leider unbewachten Garten Hölderlins,<br />
und radebrecht von Brot und Wein, vom Göttermahl,<br />
dem wahren Bruch der falschen Zeit.<br />
Der ist nicht ganz bei Trost, denkt sich der dicke Schmidt,<br />
ist noch nicht nüchtern in der Früh,<br />
und in der Runde sieht man, wie sie feixen und<br />
die Augen rollen, mancher gähnt,<br />
doch er bleibt unbeirrt, ein trunkener Prophet,<br />
dem Lorbeer kitzelt schon die Stirn.<br />
Doch der verkannte Vates ist ein armer Hund,<br />
hat sich in diesen Vamp verliebt,<br />
ein Schönchen aus den Westend-Villen, die niemals<br />
im Seminar nach ihm geblickt,<br />
ihn keines Worts gewürdigt, wenn er auch, o Scham,<br />
ihr in den Kasten ein Gedicht<br />
geworfen, ohne seinen Namen, Gott sei Dank,<br />
den Philosophendialekt<br />
gepaukt, und seine Mundart ganz zersetzt, verpantscht.<br />
Sie aber wußte es genau,<br />
und hat auf dem Semesterabschlußfest getanzt<br />
mit einem unbebrillten Kerl,<br />
vor seinen Augen, engumschlungen, ihren Schoß<br />
an ihn gepreßt, die Zunge, rot<br />
und lang, ihm grinsend hingestreckt, gestreckt.<br />
O laß es sein, schmink es dir ab,<br />
rät dir der Dichter, der Diotima im Wach-<br />
traum sang, hat auf Susette er auch<br />
geschaut, du liebe selbst die eigne Anima,<br />
die aus dem Dunst der Angst dir steigt.<br />
Und fühlst du noch die Glut, scheu nicht die Einsamkeit,<br />
den Haken, der die Asche schürt.<br />
O schweres Glück, zur Muttersprache heimgekehrt,<br />
zerfällt dir der Jargon der Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Dantestraße</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/dantestrasse/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 16:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dantestraße Gedichte über Frankfurt philosophische Gedichte lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Namen Wittgenstein und Frege, sie waren bloß ein zwittriges Gerücht, auf solch verschneitem Höhenwege im Lackschuh schritt ein Liebrucks nicht. * Sie wähnten sich im Zeitzenith, Kopernikus war nichts dagegen, doch war ihr Wirbel ohne Segen, die alte Sonne hielt nicht Schritt. * Die kluge Spinne Sprache webt und webt die Fäden in den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/dantestrasse/">Dantestraße</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Namen Wittgenstein und Frege,<br />
sie waren bloß ein zwittriges Gerücht,<br />
auf solch verschneitem Höhenwege<br />
im Lackschuh schritt ein Liebrucks nicht.</p>
<p>*</p>
<p>Sie wähnten sich im Zeitzenith,<br />
Kopernikus war nichts dagegen,<br />
doch war ihr Wirbel ohne Segen,<br />
die alte Sonne hielt nicht Schritt.</p>
<p>*</p>
<p>Die kluge Spinne Sprache webt<br />
und webt die Fäden in den Zweigen.<br />
Sieh, wer noch zitternd daran klebt,<br />
ein Denker, der vergaß zu schweigen.</p>
<p>*<br />
„Substanz das Subjekt“, alter Zopf,<br />
dem alles Puder weggeblasen,<br />
er baumelte dort manchem Tropf<br />
am nackten Hintern hohler Phrasen.</p>
<p>*</p>
<p>Und Blicke dann, die angezündet<br />
noch manches abgedroschne Stroh,<br />
und Lippen dann, die sich geründet,<br />
zog ab mit DER DA Gigolo.</p>
<p>*</p>
<p>Ja, Freiheit! der Enthemmte schreit<br />
und bricht entzwei das edle Glas,<br />
er weiß nicht, daß nur eins befreit,<br />
Gesetz des Rhythmus, lichtes Maß.</p>
<p>*</p>
<p>Die Marxologen, Scharlatane,<br />
die wider Staat und Sitte stritten,<br />
sie rollten ein die rote Fahne<br />
und wurden Volkes Parasiten.</p>
<p>*</p>
<p>Die Bäurische verfiel dem Stenz,<br />
dem Singsang eines stets Bekifften,<br />
er wälzte nieder ihren Lenz,<br />
sie hauchte Duft in seine Schriften.</p>
<p>*</p>
<p>Hegelianer, vom Glitzerfaden<br />
magischer Formeln ins Nichts entrückt,<br />
geht im Branden des Chaos baden,<br />
hat das Herz ihm Liebe umstrickt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das Herz des Einsamen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Dec 2018 20:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Herz des Einsamen lyrische Gedichte über Koblenz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ist ein Singen noch von Kindern am Strom, wenn Kühlung rieselt über Wange und Gras von Wellen her, von Hügeln, und auf herbstlicher Trauben Gold? Das durch Disteln kroch und Wegerich, wo am Wegrand Kreuzes Schatten das Schweigen unter die Sonne barg, das Herz des Einsamen hört es. Ist ein Flackern noch von Lichtern am [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-herz-des-einsamen/">Das Herz des Einsamen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ist ein Singen noch von Kindern am Strom,<br />
wenn Kühlung rieselt über Wange und Gras<br />
von Wellen her, von Hügeln,<br />
und auf herbstlicher Trauben Gold?</p>
<p>Das durch Disteln kroch und Wegerich,<br />
wo am Wegrand Kreuzes Schatten<br />
das Schweigen unter die Sonne barg,<br />
das Herz des Einsamen hört es.</p>
<p>Ist ein Flackern noch von Lichtern am Hang,<br />
wenn Dunkel rieselt über Efeu und Grab<br />
von Wolken her, von Wäldern,<br />
und auf Weinstocks verkrümmten Fuß?</p>
<p>Das durch Klüfte stieg zum Eichenhain,<br />
wo der Glocke Beben aus dem Tale<br />
das Schweigen voller machte als den Mond,<br />
das Herz des Einsamen sieht es.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Das Fanal</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-fanal/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-fanal/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 16:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Das Fanal Frankfurter Goetheturm Gedichte über Frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Verse auf die Asche des Frankfurter Goetheturms Samstags auf dem weißen Boot der Primus-Line, Tassen, Gabeln, Messer klappern, Kinder laufen auf und ab, hier ist die Aussicht besser, nein, hier. Alles übertönt der Besser-Wisser-Lautsprecher, der jedem, was er sieht, erklärt, Alte Brücke, wo er ging – wie jung er damals war, und was ihm aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fanal/">Das Fanal</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Verse auf die Asche des Frankfurter Goetheturms</em></p>
<p>Samstags auf dem weißen Boot der Primus-Line,<br />
Tassen, Gabeln, Messer klappern,<br />
Kinder laufen auf und ab,<br />
hier ist die Aussicht besser, nein, hier.<br />
Alles übertönt der Besser-Wisser-Lautsprecher,<br />
der jedem, was er sieht, erklärt,<br />
Alte Brücke, wo er ging – wie jung er damals war,<br />
und was ihm aus dem Wellengrund des Mains<br />
heraufsang grüner Nixenmund,<br />
alles krümelklein, wie hoch der Turm der EZB,<br />
die Kathedrale der Geld-Häretiker,<br />
wie viel Kubikmeter Wasser birgt das Hafenbecken,<br />
wie viele Leichen hat in der Schreckensnacht,<br />
als das Herz der Altstadt brannte,<br />
Vater Main traurig zugedeckt, nicht, das nicht.</p>
<p>Die Gerbermühle endlich,<br />
alte Märchen schäumend,<br />
leise knirschend, damals,<br />
goldner Liebe Körner mahlend,<br />
und ihr Rad, es sang<br />
in weichen Takten<br />
Ma-ri-an-ne &#8230;</p>
<p>Hier stieg ich immer aus,<br />
stracks durch Oberrad,<br />
wo ist das Heim der Tumben,<br />
dort lebt die Schwester des alten Florentiners,<br />
der mir seines Dichters Verse lallte<br />
vom Irren von des Weges Mitte:</p>
<p>„Nel mezzo del cammin di nostra vita<br />
mi ritrovai per una selva oscura,<br />
ché la diritta via era smarrita.“</p>
<p>(Es war in meines Lebensweges Mitte,<br />
da fand ich mich in Waldes Dunkel wieder,<br />
verwuchert waren mir die lichten Tritte.)</p>
<p>Roch sie den bittersüßen Qualm,<br />
schmeckte rußig Sud verkohlter Stämme<br />
oder sah mit feuchten Augen<br />
eines aus dem Schlaf gezerrten Kinds<br />
den roten Dämon lodern in der Nacht?</p>
<p>Ich floh zu den Toten herzlich gern<br />
auf den Waldfriedhof<br />
und dankte jedem Flackerlicht auf seinem Grab<br />
für einer Wehmut Träne,<br />
daß es Andacht leise angefacht<br />
und zärtliches Gedenken.</p>
<p>Dort geht über karges Rinnsal der Steg,<br />
schon fliegt von Würsten Duft heran,<br />
da sind die Kinder, spielt ihre Munterkeit,<br />
die Musikbox quält sich quäkend Gassenhauer ab,<br />
da steht der ungeheuere Koloss.</p>
<p>All die lang zu Staub zerfallenen Hände,<br />
die an ihm gebaut,<br />
die Kehlen der Werker und Meister –<br />
was sangen am Richtfest sie<br />
unter luftig hüpfenden,<br />
von bunten Bändern durchwundenen<br />
Blättern der Birke, der Weide<br />
dort in der Höhe einst?</p>
<p>Als hätte herb ein Wind<br />
die Bohlen braun geküßt<br />
in so viel Jahren, in so viel Jahren<br />
das Geländer abertausend Hände<br />
hell und glatt gerieben,<br />
in so viel Jahren,<br />
zupfte seine süßen Blüten Sommer,<br />
bauschte Herbst sein goldenes Vlies,<br />
blinkte Winters Spiegel blau,<br />
abertausend Augen sind gewandert<br />
über grüne, gelbe, rote Flecken<br />
von Spessart, Taunus, Odenwald,<br />
wie liebkosend Ferne heimatlich,<br />
was ersehnend,<br />
wem sich an die Schulter schmiegend,<br />
wem die feuchte Wange wischend,<br />
da sie auf ihres kleinen Lebens<br />
rein umwölktes Bild geblickt<br />
und auch die im Bild bewahrten,<br />
die schon lange hingeschieden.</p>
<p>Nie wieder kehre ich dorthin zurück.</p>
<p>Meine Augen sind mir wie erloschen<br />
unter der Endzeit-Beize schwarzer Dünste,<br />
dem obszönen Spucken der Flammengischt,<br />
dem Fanal des Untergangs<br />
des Wahren, Guten, Schönen.</p>
<p>Nie wieder kehre ich dorthin zurück.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Siehe:</em><br />
<a class="moz-txt-link-freetext" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Goetheturm">https://de.wikipedia.org/wiki/Goetheturm</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-fanal/">Das Fanal</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausflug nach Bergen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ausflug-nach-bergen/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jun 2017 19:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug nach Bergen Gedichte über Frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am Berger Hang verholzte, ungeliebte Bäume, in denen kümmerliche Kügelchen von Sommers rotem Fruchtfleisch träumen. Wie ermüdend und aussichtslos der weite Blick über das leuchtende Gräberfeld der Stadt, Grabstein an Grabstein ins Vergessen sinkend. Knorrige Weidenbäume, schweigend, reglos, ihre grünen Schleppen schwer vom vergeblichen Warten auf den Schwärmer Wind. Doch saugen sie im Unsichtbaren Seufzer [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausflug-nach-bergen/">Ausflug nach Bergen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Berger Hang verholzte, ungeliebte Bäume,<br />
in denen kümmerliche Kügelchen<br />
von Sommers rotem Fruchtfleisch träumen.</p>
<p>Wie ermüdend und aussichtslos der weite Blick<br />
über das leuchtende Gräberfeld der Stadt,<br />
Grabstein an Grabstein ins Vergessen sinkend.</p>
<p>Knorrige Weidenbäume, schweigend, reglos,<br />
ihre grünen Schleppen schwer<br />
vom vergeblichen Warten auf den Schwärmer Wind.</p>
<p>Doch saugen sie im Unsichtbaren<br />
Seufzer aus der dumpfen Lache,<br />
um die das viele Blech der ausweglosen Freiheit glänzt.</p>
<p>Hunde, geschoren, frisiert, bebändert,<br />
die im Maul die knöcherne Empfindung<br />
ihres tätowierten Herrchens apportieren.</p>
<p>An der Unterführung nach Enkheim<br />
Innehalten: Vortritt hat der räudige Lärm<br />
der kahlen Nacken vor eines Grauschopfs heiklem Ohr.</p>
<p>Auf der Bank, als wir die Stullen aßen,<br />
hat sich mein Herz ins Dämmerlicht verloren,<br />
in dem die Vogelschreie durch unsre Schatten flogen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausflug-nach-bergen/">Ausflug nach Bergen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Südfriedhof, Frankfurt am Main</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/suedfriedhof-frankfurt-main/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/suedfriedhof-frankfurt-main/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2016 15:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südfriedhof Frankfurt am Main lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Wind, der über die Gräber strich, schrieb weiter, schrieb auratischen Unsinn, als du einnicktest über dem Blatt. Der Vogel, der auf dem Marmor hockte, die Inschrift von Schmutz verwischt, schilpte ein wenig und flog dann fort. Der Gärtnergehilfe raste mit dem Transporter, den Schirm der Mütze im Nacken, wie ein Besessener durch die Gräber. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/suedfriedhof-frankfurt-main/">Südfriedhof, Frankfurt am Main</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wind, der über die Gräber strich,<br />
schrieb weiter, schrieb auratischen Unsinn,<br />
als du einnicktest über dem Blatt.</p>
<p>Der Vogel, der auf dem Marmor hockte,<br />
die Inschrift von Schmutz verwischt,<br />
schilpte ein wenig und flog dann fort.</p>
<p>Der Gärtnergehilfe raste mit dem Transporter,<br />
den Schirm der Mütze im Nacken,<br />
wie ein Besessener durch die Gräber.</p>
<p>Vor der Leichenhalle schwarze Menschen,<br />
kein einziger weißer, die großen Zäsuren,<br />
Leben und Tod, lassen sie unvermischt.</p>
<p>Du geh deiner Wege oder leg dich,<br />
müde des Treibens, zu den Toten,<br />
auf die Bank, bis gleich sind Tag und Nacht.</p>
<p>Das alte Ehrengrab, trist und unansehnlich,<br />
auch hier stand einmal eine Bank,<br />
die Namen verdorren, sinken dahin wie Gras.</p>
<p>Totenfeier in der Kapelle, doch alles lautlos,<br />
am Eingang eine Schwarze im bunten Kopftuch,<br />
wie aus Alabama, doch kein Gospel weit und breit.</p>
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		<title>Impressionen aus dem Bethmannpark Frankfurt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/impressionen-aus-dem-bethmannpark-frankfurt/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2016 22:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Impressionen aus dem Bethmannpark Frankfurt Gedichte über Frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Halb Nomaden, halb Wanderburschen, mit schlotternden Kitteln und Ponchos stakten die beiden Mauren hühnenhaft durch den Park, den mir verbliebenen Alte-Leute-Park, am äußerste Ende des Abendlands, des maroden, für Ente, Wasserhuhn, Silberreiher und Gans ein Refugium, für Mutter und Kind, für Schachspieler und Verliebte, die sich zärtlich unter das Schilf des Teiches ducken. Und die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/impressionen-aus-dem-bethmannpark-frankfurt/">Impressionen aus dem Bethmannpark Frankfurt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Halb Nomaden, halb Wanderburschen,<br />
mit schlotternden Kitteln und Ponchos<br />
stakten die beiden Mauren hühnenhaft durch den Park,<br />
den mir verbliebenen Alte-Leute-Park,<br />
am äußerste Ende des Abendlands, des maroden,<br />
für Ente, Wasserhuhn, Silberreiher und Gans ein Refugium,<br />
für Mutter und Kind, für Schachspieler und Verliebte,<br />
die sich zärtlich unter das Schilf des Teiches ducken.<br />
Und die vielen Silberschöpfe in ihren Gesundheitslatschen<br />
und beigen Mänteln, den grauen und gelben Kapotthütchen,<br />
neckisch drapiert über die letzten Wellen<br />
des liebevoll ondulierten Haars,<br />
sie sitzen rings auf den Bänken, mit ihren Krückstöcken<br />
und Rollatoren, mit Taschen und Beuteln,<br />
allein mit einem Modejournal, einem Rätselheft oder<br />
geschlossenen Lids sich nach der Wärme reckend,<br />
auch zu zweien, wenn das Schicksal es will, daß beiden die alte Heimat<br />
in Pommern oder Schlesien genommen oder Sohn und Tochter<br />
in ein fremdes, unverständliches Leben entrückt sind –<br />
und wie üppig stehen Hyazinthen, Tulpen, Rosenbüsche,<br />
Phlox, Gladiolen und sogar Mohn und Akelei<br />
und versöhnen für den Augenblick auf schattiger Bank<br />
mit dem Unrat und Lärm und der Zügellosigkeit der Straße.</p>
<p>Doch die braunen Wüstensöhne achten dies für nichts,<br />
einer hatte sich mit einem Ledergurt einen Ghettoblaster<br />
umgeschnallt, mit dem er den Park und die verbitterten Alten,<br />
sie schauten erschrocken unter sich, zur Ohnmacht verdammt<br />
vor der Invasion männlich-dumpfer Neger-Sitten,<br />
mit widerwärtigen Unterleibsrhythmen aus vollem Rohr beschallte.<br />
Warum wandeln hier nicht mir und den Alten zum Beistand<br />
stramme Wachtmänner mit Pistolen im Anschlag<br />
und fuchteln mit ihnen ein wenig vor den Barbarennasen herum?</p>
<p>Im Chinesischen Garten war die Pagode von innen verriegelt,<br />
dort regte sich Gesindel von ähnlichem Schlag,<br />
sie gingen wild gestikulierend hin und her und planten vielleicht<br />
die Entführung einer Kinder-Braut oder eines Abtrünnigen Tod,<br />
weh, du hättest als einheimischer Gast hier angeklopft,<br />
dann Friede deiner deutschen Seele! Beim letzten Mal fand ich die Stätte<br />
ohne weiteres okkupiert von türkischen Muskelmännern,<br />
sie nehmen sich das Recht auf diesen Ort und alle anderen,<br />
deutsche Senioren, wie schlaff sind eure Glieder, wie resigniert<br />
euer trüber Blick,und diese Barbaren boxten, mit harten vernieteten<br />
Handschuhen versehen, einander auf die lächelnd-blöden Visagen.</p>
<p>Welch edler, achtsam-feiner Sinn aus Spülicht und Brackwasser dieser Rassen<br />
aufwölkt, ermißt du leicht: Ist die Pagode doch der Tempel buddhistischen<br />
Kults – und den sie dort verehren mit Blumen, Weihrauch und Gesängen,<br />
der Schenker sanften Lächelns. Ermißt du im Vergleich: ein Schinto-Tempel,<br />
in dem die Eindringlinge ihre Notdurft verrichten, ein Altar in der Levante,<br />
den sie mit Kot beschmieren.</p>
<p>Wo sind die Klauen und Zähne, mit denen die Stadt- und Staatsbeamten<br />
abendländische Sitten zu verteidigen gedenken? O, sie mußten sie extrahieren,<br />
mußten sie kupieren lassen und im eigens dafür errichteten Amt<br />
für multikulturelle Angelegenheiten abgeben. Dort prangen sie, säuberlich<br />
in Kästchen archiviert, in gläsernen Schauschränken, mit Name und Titel und<br />
dem Datum der Selbstentmündigung versehen.</p>
<p>Wer räumt hier auf, wann kommen die schwarzen Garden,<br />
wann kommen die weißen Garden?</p>
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		<title>Der Schinder von Bergen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-schinder-von-bergen/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2016 15:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Der Schinder von Bergen Schelm von Bergen Ballade]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Von totem Tier, von Aasgeruch war seine Seele krank, an fremdem Blute ward sie warm, das sie aus Bälgen trank. „Mein Gott hat mich verlassen, ich muß mich selber hassen. Ich trat am Kreuz zu den Schergen. Ich bin der Schinder von Bergen.“ Heut warʼs ein Bär im schaurigen Fell, dem hat er Herz und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-schinder-von-bergen/">Der Schinder von Bergen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von totem Tier, von Aasgeruch<br />
war seine Seele krank,<br />
an fremdem Blute ward sie warm,<br />
das sie aus Bälgen trank.</p>
<p>„Mein Gott hat mich verlassen,<br />
ich muß mich selber hassen.<br />
Ich trat am Kreuz zu den Schergen.<br />
Ich bin der Schinder von Bergen.“</p>
<p>Heut warʼs ein Bär im schaurigen Fell,<br />
dem hat er Herz und Darm<br />
geweidet mit dem hellem Stahl,<br />
das Blut, es rann so warm.</p>
<p>„Mein Herzog hat mir das Tier gegeben,<br />
ich will als Untier weiterleben.<br />
Ich trat am Kreuz zu den Schergen.<br />
Ich bin der Schinder von Bergen.“</p>
<p>Er schlüpft in das leere Fell, ihn schauert,<br />
er fühlt die Macht und hebt<br />
die Tatzen, er brummt wie der Bär im Ried,<br />
wo er von Honig und Kräutern gelebt.</p>
<p>„Mein Herzog pflegt so gern der Jagd,<br />
bis rot der Morgen tagt.<br />
Er dingte mich blutigen Schergen,<br />
mich, den Schinder von Bergen.“</p>
<p>Die Masken kreisen, Flammen singen,<br />
die Herzogin tanzt in den Saal.<br />
Sie ist die Elfe lilienweiß,<br />
ein Rothirsch ihr Gemahl.</p>
<p>„Du reine Blume, Herrscherin, schenk<br />
mir den ersten Tanz.<br />
Schein ich auch ein wilder Bär, so träuf<br />
ins Aug mir milden Glanz.“</p>
<p>Die Masken kreisen, die Flammen singen,<br />
die Elfe tanzt mit dem Bär.<br />
Ihm wird das Herz so anmutleicht,<br />
sein Blut hat keine Wehr.</p>
<p>Sein Blut hat keine Wehr, sein Fell<br />
wird weich, sein Auge feucht,<br />
er atmet reinen Lebensduft,<br />
ein Stein, sein Herz, erweicht.</p>
<p>„Wer bist du denn, du wildes Tier,<br />
das meine Lilie rührt?<br />
Was hat dich aus dem wüsten Ried<br />
in meine Au entführt?“</p>
<p>„Ich kam aus dem Tod ins Leben,<br />
das deine Lilien umschweben.<br />
Ich trat am Kreuz zu den Schergen.<br />
Ich bin der Schinder von Bergen.“</p>
<p>Er reißt die Bärenmaske vom Haupt,<br />
der Saal ist heißer Schrei.<br />
Er zeigt sein rußiges Angesicht,<br />
die Lilie knickt entzwei.</p>
<p>Da nimmt der Herzog ein Schwert zur Hand,<br />
der Schinder glaubt sich verloren.<br />
Doch hebt er es sacht und sacht er weiht<br />
zum Ritter den armen Toren.</p>
<p>„Du bist der Reinen genaht, rein<br />
und edel mußt du nun sein.<br />
Tritt aus dem Banne der Schergen,<br />
du bist der Ritter von Bergen.“</p>
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		<title>Die Kleine im Bethmannpark</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-im-bethmannpark/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 19:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Die Kleine im Bethmannpark lyrische Gedichte Gedichte über Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=8522</guid>
		<description><![CDATA[<p>Da kommt die Kleine gewackelt, die Schultern hüpfen, die Füße schlüpfen, sie lächelt aus Mamas Schatten. Die Welt hat heut offen: Der Garten schimmert. Hat sie nicht Augen für alles, für die Raschel-Tüte, die Magnolienblüte, und Mama trägt ihr den roten Eimer und die Schaufel nach: Der Sandkasten glimmert. Der Greis mit dem Hütchen grinst, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-im-bethmannpark/">Die Kleine im Bethmannpark</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da kommt die Kleine gewackelt,<br />
die Schultern hüpfen, die Füße schlüpfen,<br />
sie lächelt aus Mamas Schatten.<br />
Die Welt hat heut offen: Der Garten schimmert.</p>
<p>Hat sie nicht Augen für alles,<br />
für die Raschel-Tüte, die Magnolienblüte,<br />
und Mama trägt ihr den roten Eimer<br />
und die Schaufel nach: Der Sandkasten glimmert.</p>
<p>Der Greis mit dem Hütchen grinst,<br />
die Alte hat Fladen auf die Bank geladen,<br />
er kaut bedächtig, sinnierend,<br />
was da im Schacht der Erinnerung wimmert.</p>
<p>Sie weiß den Weg, den schmalen,<br />
frühen ins kleine Gelingen, die Löckchen schwingen,<br />
sie winkt den Latz-Genossen.<br />
Die Welt hat heut offen, bis der Abendstern flimmert.</p>
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		<title>Kleine Theodizee</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleine-theodizee/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleine-theodizee/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2016 21:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kleine Theodizee Gedichte über Frankfurt am Main lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=7797</guid>
		<description><![CDATA[<p>Unter grüner Woge des Efeus Rosiges flimmert, Rötliches schmilzt aus dem Schnee der Lippen: wieder im Krokus reinstes Beginnen. Ein sanfter Jubel am Wegsaum, hinter dem fetten Marmorklotz einer Villa, gleich beim Übergang zum Grüneburgpark, wo die Jogger taub sind vom Rauschen der Zeit. Hier stand einmal der bescheiden- kokette Flachbau des alten Gräzisten, an [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-theodizee/">Kleine Theodizee</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unter grüner Woge des Efeus<br />
Rosiges flimmert,<br />
Rötliches schmilzt<br />
aus dem Schnee der Lippen:<br />
wieder im Krokus reinstes Beginnen.</p>
<p>Ein sanfter Jubel am Wegsaum,<br />
hinter dem fetten Marmorklotz einer Villa,<br />
gleich beim Übergang zum Grüneburgpark,<br />
wo die Jogger taub sind<br />
vom Rauschen der Zeit.</p>
<p>Hier stand einmal der bescheiden-<br />
kokette Flachbau des alten Gräzisten,<br />
an den Epen des Balkans<br />
komparatistisch geschulten Gehörs,<br />
der uns zerzausten Barbaren,<br />
die unter dem Tinnitus von Pop und Jazz litten,<br />
den echten Klang,<br />
die Prosodie Homers glaubte<br />
daherpsalmodieren zu können,<br />
zu müssen … abends sah ich ihn oft<br />
unter grüner Lampe über die Blätter gebückt …<br />
er imponierte ansonsten mit<br />
englischen Maßanzügen …<br />
Friede seiner Asche!</p>
<p>Hat er damals, er oder seine Frau,<br />
die Frühlingsboten ausgesandt,<br />
und ihre Urenkel sind heute noch treu<br />
in der süßen Liebe zur Sonne?</p>
<p>Blieb denn keiner stehen,<br />
mit mir über dies Wunder<br />
gebeugt zu weinen,<br />
dies lächelnde Jawort des Seins?</p>
<p>Auch wenn es den Blitz der Liebe<br />
schüchtern verhüllt<br />
in lauter schimmernde Anmut,<br />
ist es da und atmet,<br />
und wenn du in dir ein wenig nur öffnest<br />
die Muschel der Stille,<br />
hörst du vielleicht,<br />
wie in der Dämmerstunde<br />
Chorgesang anhebt<br />
mit lindem Lispeln<br />
in seufzendem Tau.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vergeudete Jugend</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/vergeudete-jugend/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/vergeudete-jugend/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2015 20:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Vergeudete Jugend Gedichte über Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=6701</guid>
		<description><![CDATA[<p>Morgens wird die Bewegung verlangsamt, gestaut und verzerrt, wenn zwischen hüpfenden Gören und den räudigen Trupps der Moslembrüder, die Afganen bellen leiser, wie ihre langhaarigen Hunde, die Alten sich ins glitzernde Elend der Konsumtempel schleppen, die Greise kauen vor sich hin den gelben Speichel ihres Traumrests, um die Gehwagen der hüftlahmen Alten aber stochern die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/vergeudete-jugend/">Vergeudete Jugend</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Morgens wird die Bewegung verlangsamt,<br />
gestaut und verzerrt,<br />
wenn zwischen hüpfenden Gören<br />
und den räudigen Trupps der Moslembrüder,<br />
die Afganen bellen leiser, wie<br />
ihre langhaarigen Hunde,<br />
die Alten sich ins glitzernde Elend<br />
der Konsumtempel schleppen,<br />
die Greise kauen vor sich hin<br />
den gelben Speichel ihres Traumrests,<br />
um die Gehwagen der hüftlahmen Alten<br />
aber stochern die Spatzen im Kot.</p>
<p>Deine Erinnerungen fließen wie Krümel<br />
oder Bojen von Spucke<br />
auf dem Lethestrom dahin.</p>
<p>Damals die modisch schicke Phrasen<br />
dreschenden Profs,<br />
die auf der akademischen Bühne<br />
auf und ab gockelten.<br />
Und das Parfum der Kommilitonin,<br />
das dir den Atem von Kant zur Lust<br />
auf das Unbedingte gewendet.</p>
<p>Damals die in Cafés und Kneipen<br />
im Dunst der Eitelkeit und der fahlen Wollust<br />
tot geschwätzte Zeit.</p>
<p>Dialektik und trocken gewrungene Zungen<br />
bis ins Morgengrauen<br />
eines nie anderen Anfangs.</p>
<p>Die Frau sagt dann: „Geh jetzt!“<br />
Das Zischen des am Mainufer dümpelnden Schwans:<br />
„Komm mir nicht zu nah!“</p>
<p>Blieb denn ein Wort, das du gehört,<br />
ein Wort, das du gesagt,<br />
wie die Klette voll Samen hängen?</p>
<p>Einmal vergabst du Zeit<br />
im Kartenlegen mit der Alten,<br />
die sich zärtlich um dein Gesicht<br />
hinneigte ins Sterben,<br />
die dann ging, du nahmst<br />
ihren Abschiedskuß mit<br />
in das Verlies deiner Bücherbude,<br />
die nie mit seinem Flügelrauschen<br />
durchlüftet hat der Engel.</p>
<p>Lichtmeß, Fronleichnam und die Osternachtglocken,<br />
kein heiliger Kalender konnte furchen<br />
den Karst verdorrter Zeit,<br />
kein Tropfen der Gnade hat ihn befeuchtet.</p>
<p>Im Café Bauer hast du die Bücher gestapelt,<br />
um Eindruck zu schinden,<br />
mit der Brille zu blitzen.<br />
Oder du schieltest immer wieder<br />
auf den Spickzettel mit den kanonischen Phrasen,<br />
den du hinter deinen Schädel gepinnt hattest,<br />
während das Opfer ihres Vatermords,<br />
die phallophobe Studiosa vor dir gähnte,<br />
oder der Oberseminarist,<br />
der dir die Ehre gab, spitz lächelte.</p>
<p>Während du Kippen gedreht hast im KOZ,<br />
wo sich die vaterlosen Kinder,<br />
juchhe wie anarchisch!, anpissten,<br />
und du starrtest verstohlen auf den wogenden Busen<br />
der umschwärmten Kommunardin,<br />
unerreichbar fern wie der goldene Schaum<br />
am Ufer der seligen Inseln,</p>
<p>während du sinnlos in der Dantestraße<br />
tausend Seiten kopiert hast und der Typ Selbstverstümmler,<br />
der wegen geistiger Unzulänglichkeit beschlossen hatte,<br />
Philosoph zu werden,<br />
den Salto mortale des Schaumschlägers Nietzsche<br />
über den Kopierer hinweg nachäffte,</p>
<p>während du betäubt Rätselstimmen<br />
gelauscht hast nächtelang,<br />
das Ohr erhitzt am Telefonhörer,</p>
<p>blühte der Rotdorn im Garten,<br />
den du nie wiedergesehen,<br />
im Eulendorf deiner Kindheit,<br />
raunte nächtlich der Rhein<br />
von der Wehmut seiner Töchter,<br />
überwucherten allmählich das Grab<br />
der Eltern die Schatten der Schuld.</p>
<p>Nun querst du ängstlich die Zeil<br />
einer Stadt, die dein Fremdsein<br />
mit dem Terror der Überfremdung quittiert,<br />
querst du das Dickicht unverständlicher Laute,<br />
im Rucksack den Basaltstein<br />
einer vergeudeten Jugend.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Geheime Zwergensache IV</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/geheime-zwergensache-iv/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/geheime-zwergensache-iv/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2015 17:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geheime Zwergensache IV komisch-groteske Gedichte lyrische Gedichte Gedichte über Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=5988</guid>
		<description><![CDATA[<p>Zwergel hat sich prompt verliebt, als es um die Litfaßsäule geschielt, auf der Berger Straße. Kam da Pippa gelaufen (gleich wusste es ihren Namen, woher bloß?), Pippa mit den bunten Strümpfen. Und ihr Pekinesenschnäuzling trollte und rollte um sie her, er beißt so gern in die Leine. Und das kluge Hunderl hatʼs gerochen, was hinter [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/geheime-zwergensache-iv/">Geheime Zwergensache IV</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zwergel hat sich prompt verliebt,<br />
als es um die Litfaßsäule geschielt,<br />
auf der Berger Straße.</p>
<p>Kam da Pippa gelaufen (gleich wusste es<br />
ihren Namen, woher bloß?), Pippa<br />
mit den bunten Strümpfen.</p>
<p>Und ihr Pekinesenschnäuzling<br />
trollte und rollte um sie her, er beißt<br />
so gern in die Leine.</p>
<p>Und das kluge Hunderl hatʼs gerochen,<br />
was hinter der Säule gelauert, am süßen<br />
Geruche der Angst.</p>
<p>Sein Kläffen und Ziehen blieben frustriert,<br />
Pippa wollte nur weiter, Zierzeug beschaun<br />
in Adeles Lädchen.</p>
<p>Wie zebrahoch und antilopenbraun<br />
war Pippa, und im Haar blitzte ihr<br />
die rötliche Spange.</p>
<p>Es hüpfte, wenn sie hüpfte, ein Amulett<br />
an ihrem warmen Hals, ein Amulett<br />
aus kühlem Elfenbein.</p>
<p>Ja, baumelte nicht am wulstigen Halse<br />
Bübchens, so rief sie den Stummelwedler,<br />
ein ebensolches kleines?</p>
<p>Da konnte vor der wilden Anmut des Bilds<br />
Zwergerl nicht mehr denken, nur atmen schwer,<br />
nur atmen schwer.</p>
<p>Und zog aus ihrem Lederbeutelchen,<br />
das hing am Gürtel der Hüfte, Pippa<br />
ein weißes Handy,</p>
<p>war wohl aus Elfenbein auch. Und Pippa<br />
flüsterte und schnäbelte Delikates<br />
mit dem Mädchenmund.</p>
<p>Zwergerl hörte das wispernde Plauschen,<br />
doch was ihn einzig beglückte zu hören<br />
ihren Herzschlag nicht.</p>
<p>Er kann ihr nichts schenken, kann nur<br />
an sie denken, sein Herz ist so klein,<br />
sein Buckel so groß.</p>
<p>Da kramte er in seinen Taschen, wühlte<br />
ein Knöchelchen ans Licht, das gab ihm<br />
sein Mütterlein einst</p>
<p>auf dem Sterbebett, ein Zauberding seiʼs,<br />
das bringe ihm Glück: „Trag, mein Kleiner,<br />
es immer bei dir,</p>
<p>es stammt von dem Vöglein Loreley,<br />
das dem Urahn zuflog und immer ihm sang,<br />
wenn er traurig war.“</p>
<p>Das griff der Zwerg beherzt und warf es<br />
dem Hündchen vors Maul, dem Hündchen<br />
vors schlabbernde Maul.</p>
<p>Das packte es, das knackte es und wollte<br />
es schlingen, da fuhr ihm Pippa darein:<br />
„Pfui, Bübchen pfui!“</p>
<p>Sie klaubte es ihm aus dem Mäulchen geschickt<br />
und schubste es in den Gully, schubste es<br />
mit dem zierlichen Fuß.</p>
<p>Zwergerl schlich sich davon. O, es wollte,<br />
das ihm schlüge, einmal hören, hören<br />
ein liebendes Herz.</p>
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		<title>Philosophenweg</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/philosophenweg/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2015 14:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophenweg Gedichte über Frankfurt am Main Zeitgedichte Kronberg im Taunus Opel-Zoo]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Kronberg im Taunus, Opel-Zoo Auf dem Laufband der Rolltreppe wird den Menschen von Opferpriestern das Herz aus dem Leibe geschnitten. Doch sie fühlen die Mitte nicht leer. Rollen sie dort hinab, Verbannte des Lebens, um im Schoße der Erde ein- und umgeschmolzen zu werden nach Schablonen erzener Götzen? Du fliehst zum Pfeiler, an die Wand, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/philosophenweg/">Philosophenweg</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kronberg im Taunus, Opel-Zoo<br />
</em></p>
<p>Auf dem Laufband der Rolltreppe<br />
wird den Menschen von Opferpriestern<br />
das Herz aus dem Leibe geschnitten.<br />
Doch sie fühlen die Mitte nicht leer.</p>
<p>Rollen sie dort hinab, Verbannte<br />
des Lebens, um im Schoße der Erde<br />
ein- und umgeschmolzen zu werden<br />
nach Schablonen erzener Götzen?</p>
<p>Du fliehst zum Pfeiler, an die Wand,<br />
um etwas Deckung zu finden<br />
vor den widrigen Leidensblicken,<br />
den dunklen und dunkleren Täterhänden.</p>
<p>Du weißt das Leben ums Leben betrogen,<br />
angeweht aus Rohren falscher Kühle,<br />
zerstrahlt auf Schirmen falscher Bilder,<br />
ausgepfiffen von echten Großstadtratten.</p>
<p>Die Tasche auf dem Schoß bang an sich drücken,<br />
nicht aufschauen, ob es dort lebt von Angesicht,<br />
nicht ahnen, ob die Reise abwärts und abwärts geht.<br />
Entsagen dort Augen in stummem Schein?</p>
<p>Ein Adler aus Licht schnellt über die Galluswarte.<br />
Ist denn noch Leben jenseits der Stadt?<br />
Ja, dort auf dem alten Kronberger Friedhof,<br />
wo der gute Ritter ins Gebet versank.</p>
<p>Hier redet der Grauschopf dich gutmütig an,<br />
oder spricht er sinnig vor sich hin zu seinem Hund?<br />
„Ja, du darfst dich trollen und tummeln,<br />
musst dich nicht schinden wie unsereins!“</p>
<p>Rast am Philosophenweg, wo sich die Sonne<br />
ein Nest im Gezweig der Robinie baut.<br />
Dann kommen Stimmen, eine meckernde Ziege<br />
stimmt milder als Männergeblöke.</p>
<p>„Das ist keine Walnuss, o nein, o nein,<br />
das ist eine Eichel vom Eichenbaum,<br />
die Eiche ist deutsch, ist der deutsche Baum!<br />
Lernt es für immer, dann seid ihr zu Haus!“</p>
<p>Sozialpädagogisch hält die Ziege ein Blatt<br />
im Maul mit allen Sprüchen des neuen Kultus.<br />
Zwei schwarze Böcklein springen um sie her,<br />
lustig geht es zu im deutschen Wald.</p>
<p>Nur die Pferdchen schnappten sich deine Möhren,<br />
die Elefanten waren des Zoolebens müde,<br />
und dort schlief das kleine Dromedar.<br />
Ein andermal, Giraffe, Giraffe, du schöne!</p>
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		<title>Adieu</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/adieu/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/adieu/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jul 2015 17:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Adieu lyrische Gedichte über Frankfurt am Main]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Anlegebrücke Eiserner Steg, Frankfurt am Main Endlich still. Und Abend löscht die Linien. Löscht und löst sie bis zum Horizont. Die Gänse am Ufer zitieren sich selbst. Die Glocken von St. Bartholomäus steigen die Stufen der Erinnerung hinab. Was noch sagen? Mit müdem Mund, mit schiefem? Es kommt nur Lispeln, kommt nur Lallen, wenn das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/adieu/">Adieu</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Anlegebrücke Eiserner Steg, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Endlich still.<br />
Und Abend löscht die Linien.<br />
Löscht und löst sie bis zum Horizont.</p>
<p>Die Gänse am Ufer zitieren sich selbst.<br />
Die Glocken von St. Bartholomäus<br />
steigen die Stufen der Erinnerung hinab.</p>
<p>Was noch sagen?<br />
Mit müdem Mund, mit schiefem?</p>
<p>Es kommt nur Lispeln,<br />
kommt nur Lallen,<br />
wenn das letzte Boot ablegt.</p>
<p>Als würde dir vom Deck aus winken,<br />
du schaust beschämt zurück,<br />
die kleine Truppe deines Lebensstücks,<br />
Eltern und Geschwister, Lehrer und Kumpane,<br />
Geliebte, Fast-Geliebte, Feindesschatten,<br />
da kläfft auch noch der Hund,<br />
als würden sie vom Deck aus applaudieren,<br />
du schaust beschämt zurück,<br />
fühlst falsch dich in der Maske<br />
des linkischen Spielers,<br />
kurzatmigen Souffleurs.</p>
<p>So winke Abschied allen<br />
und wende dich ins fahle Glück,<br />
allein zu wandeln<br />
unter so viel Reflexen,<br />
so viel Echos des entrückten Lebens.</p>
<p>Endlich still.<br />
Und Abend löscht die Linien.<br />
Löscht und löst sie bis zum Horizont.</p>
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		<title>Urlaubstage in der Ewigkeit</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/urlaubstage-der-ewigkeit/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/urlaubstage-der-ewigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 10:48:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte in Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaubstage in der Ewigkeit poetische Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wir leben für die Katz. Für die schöne, für die feine, die spitzohrige, flauschflaumige, kratzfatzige Katz. Wir sitzen auf der Bank und schauen übers Tal und reden katz- und katzelig über Katz und Maus. Wir streuen durch den Wolf gedrehtes Hühnchenfleisch in Trockenbonbonformat auf die Mauerbrüstung aus und hoffen für die Katz und ihr feines [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/urlaubstage-der-ewigkeit/">Urlaubstage in der Ewigkeit</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben für die Katz. Für die schöne, für die feine, die spitzohrige, flauschflaumige, kratzfatzige Katz.</p>
<p>Wir sitzen auf der Bank und schauen übers Tal und reden katz- und katzelig über Katz und Maus. Wir streuen durch den Wolf gedrehtes Hühnchenfleisch in Trockenbonbonformat auf die Mauerbrüstung aus und hoffen für die Katz und ihr feines Näschen.</p>
<p>Du und ich, wir leben für die Katz, das Katzerl, denn was wir erübrigen an Sommernachmittagsgefühlen, geht alles hin und weg nur für die Katz.</p>
<p>Da kommt das weiche Seelentier und windet sich durchs Gitter. Das gute Näschen hat es ihm erwittert. Jetzt buckelt unser Kätzchen so nahe vor mir hin – da will ichʼs voller toller Liebe packen und fass es schon am Schlafittchen – miau, miau, ausi ist der schnurrbärtige Kobold und hat sich meinem Griff ruck, zuck entwunden.</p>
<p>Du und ich, wir leben für die Katz. Wir sind ja hin und weg von all der wunderlichen Katzen-Anima, die uns mit Schnurren und mit Murren wild beseligt, sanft besiegt.</p>
<p>Wir schmelzen zärtlich hin für unsre Katzenseele und nennen kosend sie „Fele-Mele“.</p>
<p>Wie gerne sind wir hin und weg fürs Katzen-Seelchen und wispern mit der grauen Maus aus dem staubig-kotigen Mauseloch: „Wisper, wisper, ist das Katzerl da, das Schnurrebiest?“ Und wir zittern mit dem Mäuschen vor dem Bernsteinauge unsrer schönen Räuberin.</p>
<p>Wie schön schamlos gähnt die Katz und streckt das rosa Zünglein in die katzenfrohe Welt! Wie schön arglos rekelt sich die Katz auf dem warmen Stein und streckt die Pfötchen in das Himmelsblau!</p>
<p>Wir leben für die Katz. Doch die Katz lebt nicht für uns. Wenn wir mit Kinderaugen schauen in das Tal und schielen dann und wann und immer wieder seitwärts nach der Katz, kommt sie noch lange nicht. Und kommt sie dann herangepirscht, stolziert sie lautlos an der Nase uns vorbei und würdigt keines Katzenaugenblickes uns und unsre Katzenfröhlichkeit.</p>
<p>Weil wir leben für die Katz, leben wir für uns. Weil wir die Katze lieben, lieben wir auch uns. Weil uns die Katzen-Anima beseelt, müssen wir nicht dürftig menscheln nur. Weil die Katzen-Anima uns animalisiert, sind wir nicht so todeslangweilig an Herz und Hintern humanisiert.</p>
<p>Wackelt kurzsichtig und krummen Beins der Dackel durch das Tal, schautʼs Katzerl einmal hin und zweimal niest es hinterher.</p>
<p>Dackelt wiederum das Hundchen vorbei, dann schießt die rote Feuerseele unsrer Herzenskatze ihm an die Gurgel und bringt ihm Mores bei. So lernt der tumbe Kerl, was es heißt, die Katzen-Aura mit üblem Dackeldunst und stinkigem Fellgeruch zu ätzen und verletzen.</p>
<p>Bald machen wir wieder Urlaub in der Katzenewigkeit. Die dauert so ein Stündchen in der Abendsonne, wenn das grüne Tal mit uns atmet ein und aus.</p>
<p style="padding-left: 240px;">*</p>
<p>Als würde dein Schatten wie ein scheues Tier kuschen und sich in die Stille schmiegen auf der Abendwärme des Kieswegs. Und dein Schatten sickert in den Kies wie die dunkle Lache aus dem ausgegossenen Messingeimer und beleckt den Humus. Dein Schatten, du fühlst ihn, sickert in das leise Wachsen des lauschigen Mooses. Und ringsum, was Größe hieß und Elend, was Menschheit und was Zeit, schmilzt in das Wunderlicht der Ewigkeit.</p>
<p style="padding-left: 240px;">*</p>
<p>Die Elster springt, die Elster hüpft. Wie lebendig dieser winzige schwarzweiße Fleck am Saum der Wiese! Die Wolke steht über uns in ungreifbarer Höhe. Es schwindelt uns, wenn wir mit Blicken nach ihr greifen. Ich bin mit dir, und du bist mit mir, und jedes ist für sich in Gedanken in der Höhe der reinen Wolke, die zu stehen scheint und doch leise, leise dahinweht. Und wie schnell sie verging! Schon steht das blaue Tor des Himmels offen, und frisch gewaschen glänzen die türkisfarbenen Kacheln des grenzenlosen Himmelskorridors. Um das kosmische Dunkelblau der unbewussten Liebe bläht sich die zart durchbrochene Gardine eines wässrig-weißen Dufts, vor das tiefe Auge der Ewigkeit schiebt sich ein Schleierhauch aus wolkigem Nichts. Da flattern unsre Seelen mit dem Schwarm der Elstern auf und wollen nicht mehr harren in dem Wiesental, wo es krabbelt und wimmelt von Würmern und Mücken und Mäusen und wo ein Pfad von Weiler zu Weiler sich schlängelt, auf dem die Besitzer ihre Hunde und die Hunde ihre Besitzer ausführen. Schwärmen wir also aus oder hängen wir uns müde an die Schleier und Zipfel der immer ferner ziehenden Wolken und lassen uns blenden von den Kondensstreifen der Düsenjets? Gleiten wir noch ein wenig über die blauen Fahnen des Winds, schaukeln wir noch ein wenig auf den Lichtbojen des Abendhimmels, bis uns ein großherziges Gähnen auf den Teppich aus Kräutern und Halmen zurückwirft. Oder wir bleiben in halber Höhe wie die flirrenden Blätter der Pappel hängen und trudeln seitwärts in ein halb geträumtes Plaudern und Plauschen, bis uns die Kühle die Haut kitzelt und das Silberwappen der schmalen Zarge des Monds an die ewige Heimat gemahnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was bleibet aber, stiften die Dichter</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/was-bleibet-aber-stiften-die-dichter/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2015 18:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Sentenzen und Aphorismen]]></category>
		<category><![CDATA[Prosa]]></category>
		<category><![CDATA[Was bleibet aber stiften die Dichter Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main Aphorismen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die fleckige Matratze, die seit fast zwei Wochen auf dem Bürgersteig des Musikantenwegs liegt, ist ein erstes Zeichen der Verrottung. Die Schmutzfinken, die den Zustand verursachten, fühlen sich offenkundig der Gemeinschaft der Straße, wie unsichtbar sie immer sein mag, wie zart ihre Fäden aus Grüßen und Wiedererkennen auch immer gesponnen sein mögen, nicht zugehörig. Immerhin [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/was-bleibet-aber-stiften-die-dichter/">Was bleibet aber, stiften die Dichter</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die fleckige Matratze, die seit fast zwei Wochen auf dem Bürgersteig des Musikantenwegs liegt, ist ein erstes Zeichen der Verrottung. Die Schmutzfinken, die den Zustand verursachten, fühlen sich offenkundig der Gemeinschaft der Straße, wie unsichtbar sie immer sein mag, wie zart ihre Fäden aus Grüßen und Wiedererkennen auch immer gesponnen sein mögen, nicht zugehörig.</p>
<p>Immerhin kannst du hier auch bei totaler Sonnenfinsternis auf den Trottoirs gehen, ohne die ekle Erbschaft von Hundehaufen in die Wohnung zu schleppen. Insoweit halten sich die Hundebesitzer an die Auflagen, die mittlerweile mit empfindlichen Sanktionen bewehrt sind. Würden sie es freiwillig tun, das hieße, um des Wohlergehens der Mitbewohner willen? Wohl kaum, sonst wäre das Sanktionssystem nicht eingeführt worden.</p>
<p>Die Sauberkeit der Fußwege ist allerdings offenkundig nicht das Ergebnis der Selbstverpflichtung emsiger Bürger, ihren Wohnort sauber zu halten. Diese Leistung erbringt die Stadtreinigung, die wiederum von den zwangsweise erhobenen Steuern derer finanziert wird, denen sie zugutekommt. Wir wissen also nicht, wie es um uns aussähe, wenn dieses System der Zwangssteuer und der Organisation kommunaler Reinigungen zusammenbrechen würde. Würden sich die Bürger zusammentun und ihren Wohnort wie ihre eigenen Behausungen rein halten und ihre Umgebung hüten und schützen?</p>
<p>Wann sahst du denn zuletzt, wie fleißige Bürger ihre Straße in Ordnung hielten? Das war in der Kinderzeit in Metternich, da wurden aus blechernen Eimern Wasserfontänen über die Gehwege verschüttet und schwere Reisigbesen von kraftvollen Frauenarmen geschwungen. Und später? Ja, das muss irgendwo im Schwäbischen gewesen sein … Erinnerst du dich, wie die freche Jugend damals die braven Bürger mit Häme übergossen hat, weil sie mit Eimern und Besen bewaffnet Bürgersinn zeigten? Am Ende hast du dich wohl noch gemein gemacht mit den dümmlichen Spöttern.</p>
<p>Der Lili-Tempel ist samt umgebendem Park einer der Ausstrahlungszentren der Stadt Offenbach, die ansonsten stetig an Glanz einzubüßen scheint. Er geht auf das Luxusbedürfnis und den schönen Willen zum Prunk eines Vorfahren der noch heute in Frankfurt ansässigen und geschäftstüchtigen Bankiersfamilie Metzler zurück. Du erinnerst dich gut, wie verrottet und heruntergekommen die Anlage vor Jahr und Tag vor Schmutz strotzte. Es bedurfte der Passion und des Engagements eines Unternehmers, der die Anlage unter Erbpacht nahm und für die historisch gelungene Restaurierung des klassizistischen Kleinods sorgte. Dieser Mann mag vielleicht nicht zum geringsten von Eitelkeit und Ruhmsucht angetrieben worden sein. Doch fällt das gegen sein Wertgefühl, sich den kulturellen Gütern seiner näheren und ferneren Heimat verbunden zu fühlen, kaum ins Gewicht.</p>
<p>In Fechenheim steht ein wenig versteckt in der Starkenburgerstraße neben der Freiligrathschule ein Denkmal in Form eines Obelisken, errichtet zum Gedenken an die im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Männer des Ortes. Auf einer Tafel ist zu lesen:</p>
<p>ZUR ERINNERUNG<br />
AN DEN SIEGREICHEN FELDZUG<br />
1870/71<br />
WIDMETEN DIESE GEDENKTAFELN<br />
AM 2.9.1895<br />
DIE FRAUEN UND JUNGFRAUEN<br />
FECHENHEIM</p>
<p>„Die Frauen und Jungfrauen Fechenheim“, das solltest du auf der Zunge zergehen lassen, um zu erfühlen, welchen hohen Sinn diese Namen für das weibliche Geschlecht einmal hatten. Gemeint sind die Witwen und Waisen, und inwiefern sie an der Errichtung des Monuments beteiligt waren oder den emotionalen Grundstock legten, das bleibe dahingestellt. Hier findest du den tiefsten Sinn der Monumentalisierung des Erlebten und der Vergangenheit, Sinn, dessen Spur vergossenes Blut bildet. Hast du dich nicht gewundert, dass der Obelisk unbeschädigt, ja sogar ohne die üblichen Schmierereien und Graffiti-Verunstaltung der allenthalben wuselnden Barbaren dasteht? O, freilich liegt er versteckt unter Bäumen. Dass er indes überhaupt noch steht, ist es ein Zeichen für Gleichmut und die wachsenden Schatten des Vergessens oder dafür, dass die Namen, die hier eingraviert sind, noch Träger unter den Lebenden haben, die nicht ganz gleichgültig geworden sind?</p>
<p>Aus dem Ernst des Gedenkens, diesem dunklen Humus der Seele, wachsen die Rosen der Poesie. Freilich bedürfen die leicht verholzenden Stöcke und verwuchernden Büsche der Pflege, der Kunst, die sich der Rhythmen und Metren und Tropen sinnreich bedient, um den Sinn des Gesagten nicht überwuchern und unkenntlich werden zu lassen. Der Gedanke des Dichters wird von der Treue und der Liebe zu dem genährt, was zu behalten und zu erinnern ihm aufgetragen scheint. Er muss sich die Pflicht des Gedenkens abringen gegen die Lust des Vergessens und Dahingleitens, die sich scheinbar beseligt wiegt auf den Wassern des Styx:</p>
<p>„Und immer<br />
Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht. Vieles aber ist<br />
Zu behalten. Und not die Treue.<br />
Vorwärts aber und rückwärts wollen wir<br />
Nicht sehn. Uns wiegen lassen, wie<br />
Auf schwankem Kahne der See.“</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mit deinen treuen Augen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/mit-deinen-treuen-augen/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2015 20:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Koblenz, Koblenz-Metternich, die Eifel und den Rhein]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mit deinen treuen Augen Liebesgedicht Gedicht über Koblenz Gedicht über Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=5135</guid>
		<description><![CDATA[<p>Suchst du mit deinen treuen Augen mich noch unterm heiklen Flügelschlag des Dämmerns? Mit deinen hellen Kinderaugen im Wahngestrüpp der Nacht? Auf dem Schneefeld war ich nicht – ein lenzlich schmatzend Schmelzen legte schon der Wahrheit schwarze Krumen bloß. Im Schatten-Geschiebe des Flohmarkts dribbdebach, da war ich nicht – oder war ich das Schaukelpferd, das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/mit-deinen-treuen-augen/">Mit deinen treuen Augen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Suchst du mit deinen treuen Augen<br />
mich noch<br />
unterm heiklen Flügelschlag des Dämmerns?<br />
Mit deinen hellen Kinderaugen<br />
im Wahngestrüpp der Nacht?</p>
<p>Auf dem Schneefeld war ich nicht –<br />
ein lenzlich schmatzend Schmelzen<br />
legte schon der Wahrheit schwarze Krumen bloß.</p>
<p>Im Schatten-Geschiebe des Flohmarkts<br />
dribbdebach,<br />
da war ich nicht –<br />
oder war ich das Schaukelpferd, das einsame,<br />
dem Stroh aus aufgeplatztem Schädel spross?<br />
Hat es nicht scheu gewippt,<br />
als du vorübergingst?</p>
<p>Suchst du mich noch<br />
mit deinen hellen Kinderaugen?</p>
<p>Sogar im lilafarbnen Hochamt<br />
zu St. Johann in Metternich<br />
hast du mich gesucht –<br />
aus dem Beichtstuhl kippte die Leiche<br />
einer Schuld des ungesagten Du –<br />
o nein, das war ich nicht.<br />
Ich war vielleicht das Mäuschen,<br />
das beim großen Krachen des Te Deum<br />
die Äuglein kniff und in sein Stübchen floh.</p>
<p>Hast du mich auch gesucht<br />
mit deinen lieben Augen<br />
in dem verwunschnen alten Garten,<br />
dort unterm Kimmelberg?</p>
<p>War der Schatten, den du behend durchschrittst,<br />
den warf der Strunk der abgehaunen Eiche,<br />
das Gespenst des Pan – etwa ich?</p>
<p>Oder war, als du im Bethmannpark gesucht,<br />
im Duft der frühen Veilchen,<br />
der deine Lippen warm umfloss, etwa ich?</p>
<p>Suchst du noch mit deinen treuen Augen,<br />
ob auf krokustrunknem Ranft<br />
des Fechenheimer Mains<br />
manch hingebogner Halm<br />
von meinen krummen Träumen spricht?</p>
<p>Ob im blauen Atrium<br />
der schattigen Kastanie<br />
im Wonneplausch des Brünnchen<br />
des Wassers banges Zögern<br />
den Liebeshauch enthält?</p>
<p>Suchst du mit deinen treuen Augen<br />
mich noch<br />
unterm heiklen Flügelschlag des Dämmerns?<br />
Mit deinen hellen Kinderaugen<br />
im Wahngestrüpp der Nacht?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Ausflug</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/der-ausflug/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/der-ausflug/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2014 17:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4350</guid>
		<description><![CDATA[<p>Gerbermühle – Waldfriedhof Oberrad – Goetheturm Plötzlich ein dumpfer Stoß, die Tassen klirren, der Ponton am Eisernen Steg schwappt hin und her, da legt die „Goethe“ an. Du erwachst aus der dumpfen Phantasie, drei Boings jagten in die Türme der Deutschen Bank und des Messeturms – da quillt die Tourimasse aus dem Schiff und endlich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/der-ausflug/">Der Ausflug</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gerbermühle – Waldfriedhof Oberrad – Goetheturm</em></p>
<p>Plötzlich ein dumpfer Stoß, die Tassen klirren,<br />
der Ponton am Eisernen Steg schwappt hin und her,<br />
da legt die „Goethe“ an.</p>
<p>Du erwachst aus der dumpfen Phantasie,<br />
drei Boings jagten in die Türme der Deutschen Bank<br />
und des Messeturms –<br />
da quillt die Tourimasse aus dem Schiff<br />
und endlich stürmst du zielbewusst zum Vorderdeck.</p>
<p>Schon wandelt sich das Ufer, der Dom, der Fluss,<br />
der heute träge schlämmt,<br />
in ein Abschiedspostkartenbild,<br />
das du dir selber schickst.</p>
<p>Die Lautsprecherstimme erklärt dir, was du siehst:<br />
St. Katharinen, Deutsch-Herren-Ufer, Alte Brücke,<br />
da oben schritt der junge Dichter,<br />
dem sich die Bilder weicher Wellen,<br />
bunter Boote, reger Menschen<br />
anmutig duckten wie in der Manege<br />
vor dem Dompteur die falben Katzen.</p>
<p>Doch siehst du auch, was keiner dir erklärt,<br />
was unerklärt erscheint: das Sichwiegen eines jungen Schwans,<br />
das Licht, das goldne Fäden in die Zweige spinnt,<br />
das Unglück einer Frau, die sich in die Sonne reckt,<br />
und längst vergaß, wonach sie seufzt.</p>
<p>Wie hat sich nur, was jugendstilig sich verjüngend biegt,<br />
beim großen Port des Westens gut versteckt!</p>
<p>Du staunst, wie das Hochhaus der EZB sich doppelflügelig<br />
um die Residuen der Großmarkthalle gluckt,<br />
oder istʼs ein schlanker Häher scharfen Schnabels,<br />
der einen alten, grauen Maulwurf ausgeweidet?</p>
<p>Die Kinder kleben unter Deck an den Scheiben,<br />
was rufen sie sich zu, und sie drängen,<br />
wenn der Matrose das Tau anwickelt<br />
und der schwere Kahn ächzend ans Ufer schrammt.</p>
<p>Hier glühte wie unter ersten Küssen Mädchenwange<br />
die Wunderblume in persisch-deutsche Liebesnacht.<br />
Und ihre Schönheit schmerzt,<br />
da sie genährt die Wunde einsam-fernen Tods.</p>
<p>Es sind die Spuren solchen Welt-Umdichtens<br />
spärlich hier gestreut: Ein Wimpel auf dem First<br />
der nobilitierten Gerbermühle, in der nicht Korn<br />
noch Träume mehr gemahlen werden,<br />
zeigt ein Rokoko-Getändel des Dichters und der Muse.<br />
Doch der freundlich-erbötige Kellner weist dir den Weg:<br />
Da hinten stiert die Büste des altersgrauen Meisters<br />
in die flüsternde Beflissenheit gedämpfter Gastlichkeit.</p>
<p>Wie kommst dem stillen, guten Leben du näher<br />
unter den Toten des Waldfriedhofs!<br />
Hier bannst du die Dämonen<br />
mit dem milden Schrei des Vogels und des Eichhorns<br />
süßem Knacken von Kastanien oder Nüssen.<br />
Und doch ist die schöne Waldesdichtung<br />
aus den Hainen von Buchen, Birken oder Kiefern<br />
geschändet durch den Lärm der Einflugschneise,<br />
geschändet ist die Pietät der Totenruhe<br />
vom Gemache grenzenlos Besessener.</p>
<p>Nahe dem Goetheturm verhökern Kinder<br />
„Glückssteine“, runde oder flache Kiesel,<br />
die sie übermalt mit bunten Zeichen und Gesichtern.<br />
„Man muss sie aber in der Tasche tragen!“<br />
Nur dann bringen sie dir Glück, mein Lieber.</p>
<p>An der Haltestelle Hainerweg kniet sich der Fahrer<br />
während der Pause, es dämmert schon,<br />
im leeren Bus auf einen schmalen Teppich<br />
(wie er sein Mekka ahnt!) und betet sein Gebet.<br />
Könnte nur seine schlichte Frömmigkeit dich heilen<br />
von den Ängsten und der Phantasie,<br />
Flugzeuge rasten in die Bankentürme!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lotus und Edelweiß</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/lotus-und-edelweiss/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/lotus-und-edelweiss/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2014 19:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[August Bischoff]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Jakob Herman Bockenheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Dr.-Bockenheimer-Brunnen Oppenheimer Platz Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4319</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dr.-Bockenheimer-Brunnen, Denkmal für Dr. Jakob Herman Bockenheimer, gestaltet von August Bischoff, Oppenheimer Platz, Frankfurt am Main Die Sonne lugt müd und schräg, der Wind schreibt Herbst ins rote Laub, ein Seufzen teilt wie Mond den schwarzen Busch – wenn du den hohen Nackten dort erblickst unterm Grünspan seiner fröhlichen Geduld, so lass von Funken dich [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/lotus-und-edelweiss/">Lotus und Edelweiß</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dr.-Bockenheimer-Brunnen, Denkmal für Dr. Jakob Herman Bockenheimer, gestaltet von August Bischoff, Oppenheimer Platz, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Die Sonne lugt müd und schräg,<br />
der Wind schreibt Herbst ins rote Laub,<br />
ein Seufzen teilt wie Mond den schwarzen Busch –</p>
<p>wenn du den hohen Nackten dort erblickst<br />
unterm Grünspan seiner fröhlichen Geduld,<br />
so lass von Funken dich besprühen,<br />
die Seele lasse lechzen<br />
nach den erinnerungsklaren Sprüchen<br />
seiner Heilungsstrahlen,<br />
die dem lebensreformierten Bronze-Jüngling<br />
aus den Blumenschalen seiner Hände wehen<br />
von Opfersinn entzückt.</p>
<p><em>Da kommt ein sehr gemischtes Paar,<br />
bei dem die Strahlen fernster Welten,<br />
aus Nippons Sonnin und Germaniens Mond,<br />
in ein wohl vermummtes Kinderglück sich wirrten.<br />
Die Mandeläugige sieht sogleich die Schneise goldenen Lichts<br />
und lässt sich auf der Bank ins Zentrum fallen,<br />
den blonden Erzeuger in krachlederner Tracht<br />
mutwillig mit dem Hintern zur Seite schubsend,<br />
um von letzten Flämmchen kitzeln zu lassen<br />
ein gewiegtes Glück –</em></p>
<p><em>vielleicht verschmelzen so entlegener Rassen</em><br />
<em> Keime nicht zu harmonischstem Gesicht,</em><br />
<em> doch ihre hohen Geister wohl</em><br />
<em> wie von Lotus und Edelweiß</em><br />
<em> ein Häubchen Schnee</em><br />
<em> zu schönerem Gedicht.</em></p>
<p>Du aber, Freund, verweile<br />
auf dem Eisernen Steg<br />
und lass dich von dem Glühen<br />
wässriger Botschaft blenden –<br />
fühle, wie die Wärme später Liebe<br />
dein Gesicht zerschmilzt,<br />
und lächelnd löst es sich,<br />
herbstlich ein Blatt,<br />
wie weher Liebes-,<br />
süßer Abschiedsgruß,<br />
so fliegt es, flattert so<br />
über die Wellen hin,<br />
die Wellen hin des Mains.</p>
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		<title>Die kleine Weile</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-weile/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-weile/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Sep 2014 21:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berkersheim an der Nidda]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4287</guid>
		<description><![CDATA[<p>Zu Berkersheim an der Nidda, im Schatten des Eichenbaums, unterm Zuspruch der hellen Glocke von Michaelis Wie lange sie wohl dauern mag, die kleine Weile – gut, dass du nicht fragen magst. Mein Weilchen ist so zart und arg, es zittert wie ein Kinderlebenslicht. Doch, Liebe, sei nicht bang, es wölbt sich schützend, Lüftchen niederbückend, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-kleine-weile/">Die kleine Weile</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zu Berkersheim an der Nidda,<br />
im Schatten des Eichenbaums,<br />
unterm Zuspruch der hellen Glocke von Michaelis</em></p>
<p>Wie lange sie wohl dauern mag,<br />
die kleine Weile –<br />
gut, dass du nicht fragen magst.</p>
<p>Mein Weilchen ist so zart und arg,<br />
es zittert wie ein Kinderlebenslicht.</p>
<p>Doch, Liebe, sei nicht bang,<br />
es wölbt sich schützend,<br />
Lüftchen niederbückend,<br />
eine liebe Liebeshand.</p>
<p>Die kleine Weile hält so lange wohl,<br />
wie der Atemhauch in der Abendkühle<br />
säumt und dir zusagt „Du“.</p>
<p>Und schweig ich dann,<br />
mein Herz schweigt nicht sodann –<br />
und eine kleine gute Weile<br />
flackert noch das Licht.</p>
<p>Frag nicht, wenn die Schatten wachsen<br />
und die Blätter knistern –<br />
wie lang die Weile weilen mag.</p>
<p>Wisse dich geliebt<br />
von dem, der dir zu Herzen<br />
die kleine Weile gibt.</p>
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		<title>Ecce Homo</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 14:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4248</guid>
		<description><![CDATA[<p>U-Bahn-Station, Frankfurt Merianplatz Er ging vor mir mit dem Smartphone auf und ab, nervös darüberstreifend, Häherkopf, dunkler Stoppelbart, warzig-rote Himbeernase, Jeans, Weste, jung wie die Mordlust am allerersten Tag. Ich saß auf dem drahtigen Sitzgestell, das ich immer nach kotigen Spuren absuche, bevor ich Platz nehme. Die großen Latschen, Wilddleder, mauvefarben, glänzten vor mir hin [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/">Ecce Homo</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>U-Bahn-Station, Frankfurt Merianplatz<br />
</em><br />
Er ging vor mir mit dem Smartphone auf und ab,<br />
nervös darüberstreifend,<br />
Häherkopf, dunkler Stoppelbart,<br />
warzig-rote Himbeernase,<br />
Jeans, Weste, jung wie die Mordlust<br />
am allerersten Tag.</p>
<p>Ich saß auf dem drahtigen Sitzgestell,<br />
das ich immer nach kotigen Spuren absuche,<br />
bevor ich Platz nehme.</p>
<p>Die großen Latschen, Wilddleder, mauvefarben,<br />
glänzten vor mir hin und her,<br />
sie glänzten nach dem Auswurf und dem Gift des Seins.</p>
<p>Sie starrten bissig vor lauter blanken Zähnchen,<br />
wie des Tasmanischen Teufels seine,<br />
wenn er sie fletscht,<br />
aus Metall, scharfkantig,<br />
und von zerbrochenen Glasscherben,<br />
ritz- und schlitzgierig –<br />
alle kundig appliziert in Reih und Glied,<br />
in Naht und Saum,<br />
mit sublimem Goldlack überhaucht.</p>
<p>So ging der in den Tag,<br />
aus Menschheitsdämmerung<br />
in seinen Menschheitstag,<br />
und kommt ihm einer in die Quere,<br />
das reißt die Haut in Fetzen<br />
von Gesicht und Lenden.</p>
<p>Was hat ihn überkommen,<br />
in welchen Auswurf trat er,<br />
welches Gift ward ihm eingeflößt,<br />
dass er den Fluch auf die ersten Menschen<br />
mit terroristischem Dekor<br />
an harmlosen Schuhen<br />
auf dem öligen Boden einer U-Bahn-Station<br />
widerhallen lässt?</p>
<p>Hätte ich ihn fast gebeten,<br />
den Abdruck seiner überzähligen Existenz<br />
im pittoresk ausgestülpten Gesäß<br />
eines der Kampfbahn des Südlands<br />
feige entflatterten Hahns zu hinterlassen,<br />
der sich schwarzschnäblig kikerikierend<br />
vor seiner weißen Henne plusterte,<br />
Süßholz raspelnd,<br />
Schmonzes girrend?</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ecce-homo/">Ecce Homo</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2014 15:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Südfriedhof Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=4219</guid>
		<description><![CDATA[<p>Südfriedhof, Frankfurt am Main Hier wär gut ruhen. Hier ist es Abend, bevor die Sonne sinkt und die Schatten über den Prunk des Tages wischen. Hier sinnt die nächtliche Flamme ernster als der Menschen drängender Atem, ernster und schöner. Hier versöhnt dich mit dem Rascheln der Maus und dem Seufzen der Gräser der Gedanke an [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/giersch-oder-die-gaertnerin-vom-gruenflaechenamt/">Giersch oder Die Gärtnerin vom Grünflächenamt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Südfriedhof, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Hier wär gut ruhen.</p>
<p>Hier ist es Abend,<br />
bevor die Sonne sinkt<br />
und die Schatten über den Prunk<br />
des Tages wischen.</p>
<p>Hier sinnt die nächtliche Flamme<br />
ernster als der Menschen<br />
drängender Atem,<br />
ernster und schöner.</p>
<p>Hier versöhnt dich<br />
mit dem Rascheln der Maus<br />
und dem Seufzen der Gräser<br />
der Gedanke an kindliches Glück,<br />
barfuß und sommerblau,<br />
das wie eine Murmel im Spalt<br />
verschwindet.</p>
<p>Da kommt meine Gärtnerin,<br />
die mir den Giersch erklärt,<br />
den ziegenfüßigen Grabsalat,<br />
vielnamig wie des Propheten Gotteslust,<br />
vielsamig wie der Grünspan Vergessen,<br />
der die Monumente überleckt<br />
und die Putten des Kindergrabs.</p>
<p>„Der Giersch ist unausrottbar ein Gewächs,<br />
verknotet, zerfasert, triumphiert<br />
im Dunklen, wühlt sich wüstlich untertags,<br />
bis das Grabmal stürzt –<br />
zäh ist er wie der böse Trieb –<br />
doch obertags reicht er sich mild<br />
zum Armeleutgemüse dar –<br />
das ist der Giersch, mein Kind!“</p>
<p>Meine Gärtnerin, die blonde, verrückte,<br />
die mit dem Besen die Gespenster<br />
des Lebens zusammenkratzt,<br />
des geliebten, unausgeliebten,<br />
sie soll mir den Giersch ausjäten,<br />
vor sich hin meckernd<br />
von der Vergeblichkeit allen Sinnens und Beginnens,<br />
von der schönen Vergeblichkeit &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Prophetenzorn, verpufft</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 May 2014 18:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3983</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Der tätowierte Friseur, um den sich süße Pornomädchen scharen, die schrill wie ihre Hündchen kläffen, macht nicht mal Eklat mit obszönen Puppen, knapp verhüllt von lila Bischofsschärpen, oder gotteslästerlichen Arrangements, die er ins Schaufenster hängt: barbieschlanke Nüttchen mit goldnem Feenhaar, die an ihren knochenzarten Händchen und unbestrumpften Füßchen mit den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/">Prophetenzorn, verpufft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Der tätowierte Friseur, um den sich süße<br />
Pornomädchen scharen,<br />
die schrill wie ihre Hündchen kläffen,<br />
macht nicht mal Eklat<br />
mit obszönen Puppen, knapp verhüllt<br />
von lila Bischofsschärpen,<br />
oder gotteslästerlichen Arrangements,<br />
die er ins Schaufenster hängt:<br />
barbieschlanke Nüttchen<br />
mit goldnem Feenhaar,<br />
die an ihren knochenzarten Händchen<br />
und unbestrumpften Füßchen<br />
mit den heiligen Nägeln Christi<br />
an Christi heiliges Kreuz genagelt sind –</p>
<p>du freilich würdest in einem Anfall<br />
heiligen Zorns an das Amt<br />
(doch welches, das, was einmal „Sitte“ hieß?)<br />
ein geharnischt Schreiben adressieren<br />
des Inhalts, diesem Unfug, der zarte Herzen,<br />
fromme Seelen und die wohnen dichterisch,<br />
beleidigt, Einhalt zu gebieten.</p>
<p>Du siehst dich schon den Delinquenten<br />
auf der Reise in die öde Steppe<br />
seelsorgerisch begleiten<br />
und ihm aus der Juden heiligen Schriften<br />
den Levitikus rezitieren,<br />
der dem Lästerer zu seinem und der Gemeinde<br />
Heil das böse Ende hat beschieden –</p>
<p>oder du versteigst dich,<br />
der Sittenstrenge eines halb erträumten<br />
heiligen Russland das Wort zu reden,<br />
allwo gleich hoch entrüstet Patriarchen<br />
das Sündenfenster mit den weißen<br />
Prophetenbärten zu verhängen<br />
sich anschickten.</p>
<p>Ich aber sage dir: Lass fahren all dahin.<br />
In diesen Höllenkreisen ist selbst der Zorn<br />
auf Sakrilege dem Sakrileg gleich<br />
an heillos-ungeregelter Empfindung.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/prophetenzorn-verpufft/">Prophetenzorn, verpufft</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schreie und Schluchzen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 May 2014 18:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3897</guid>
		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Mit den verkrümmten, dürren Haxen schiebend, unterm Rollstuhl drängend, scharrend, bewegt er sich das letzte Stück voran. Kahle gelbe Stellen im Bart, schielend, den Kopf schief gegen die Welt, die Pupillen mit dem Weißen sperrend, eine Kippe zwischen den Fingern spastisch zitternd. Kinderlähmung? Kretinismus? Aids? Wahrscheinlich aus dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/">Schreie und Schluchzen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main</i></p>
<p>Mit den verkrümmten, dürren Haxen schiebend,<br />
unterm Rollstuhl drängend, scharrend,<br />
bewegt er sich das letzte Stück voran.</p>
<p>Kahle gelbe Stellen im Bart,<br />
schielend, den Kopf schief gegen die Welt,<br />
die Pupillen mit dem Weißen sperrend,<br />
eine Kippe zwischen den Fingern<br />
spastisch zitternd.</p>
<p>Kinderlähmung? Kretinismus? Aids?</p>
<p>Wahrscheinlich aus dem Hospiz im Sandweg.<br />
Aber dürfen die noch raus –<br />
die sollen sich doch wohl stekum-leise<br />
aus dem Staub machen,<br />
ohne die Umgebung mit Schreien, Schluchzen,<br />
Röcheln, Stinken, Furzen oder toderbrechendem Radebrechen<br />
von dem Ausgang allen Fleisches<br />
in Kenntnis zu setzen?</p>
<p>An der Litfaßsäule kurzes Innehalten:<br />
Was erblickt er da?<br />
Den Aufruf zur Europawahl?<br />
Den stramm gewachsenen Schönling,<br />
voll im Safte stehend, vom FSV Frankfurt?</p>
<p>Ich weiß es nicht.<br />
Ich hörte ihn nur krächzen:<br />
„Diebe! Diebe! Diebe!“</p>
<p>Wen klagte er wohl an?<br />
Die Mächte, die ihm das schöne Leben geraubt haben?<br />
Ihn verkrüppelten, misshandelten,<br />
missachteten, die Seele fraßen?<br />
Die Götter, das Schicksal, die Ärzte,<br />
die Frauen, die Schwulen, die Bonzen,<br />
die Neger, die Banker, die Priester?</p>
<p>Oder habe ich mich schlicht verhört –<br />
schluchzte er vielmehr,<br />
flehte er vielleicht:<br />
„Liebe! Liebe! Liebe!“?</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreie-und-schluchzen/">Schreie und Schluchzen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die schmale Schneise</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 10:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3671</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Die Lippen aprikosenrosig, die großen leeren Augen von weißer Aura dicht umschäumt, in starrer Beter-Haltung wie in Ägyptens Ewigkeit, und auf das graue Fell gefaltet andachtsvoll der nackte Schwanz – so starrte auf dem Bürgersteig der Berger Straße, gleich vor dem schicken Herrenausstatter, schamlos öffentlich krepiert, die fette tote Ratte. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-schmale-schneise/">Die schmale Schneise</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Die Lippen aprikosenrosig,<br />
die großen leeren Augen<br />
von weißer Aura dicht umschäumt,<br />
in starrer Beter-Haltung<br />
wie in Ägyptens Ewigkeit,<br />
und auf das graue Fell gefaltet<br />
andachtsvoll der nackte Schwanz –<br />
so starrte auf dem Bürgersteig der Berger Straße,<br />
gleich vor dem schicken Herrenausstatter,<br />
schamlos öffentlich krepiert,<br />
die fette tote Ratte.</p>
<p>Du bist, ein schüchtern Herz,<br />
ungläubigen Ausdrucks,<br />
fast hingestolpert, drangestoßen,<br />
und hast im letzten Augenblick<br />
den rechten Fuß noch spastisch<br />
drüberweggehoben.</p>
<p>Am nächsten Morgen war die Ratte weg –<br />
der Kadaver war entsorgt,<br />
die Bahn war wieder frei für die Prozession<br />
der Bummler und Passanten.<br />
Wer hat sie weggeschippt?<br />
Mit welchem Grauen im Herzen,<br />
mit welchem Ekel im Gesicht?</p>
<p>Ich aber sitze hier bei Schummerkerzenlicht<br />
im Café Ypsilon und denke allem Schicksal nach,<br />
der Lebenden, der Toten,<br />
dem deinem und dem meinen.</p>
<p>Gegenwelten sind uns Enterbten nicht beschert –<br />
wir bleiben ängstlich frei<br />
in dieser schmalen Schneise,<br />
aus der verklärt oder vernebelt<br />
der immer heutige Tag uns lächeln mag.</p>
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		<title>Es riecht nach Fechenheim</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/es-riecht-nach-fechenheim/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2014 19:34:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Fechenheim am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt-Fechenheim]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hier lässt der Main sich Zeit und döst in großem Bogen. Wie träge ziehen dahin Blättchen, Schnipsel, Pappelsamen und Gefieder, ausgerupft. Da dunkelt uns das dornichte Gestrüpp, von guten Schülern Freiligraths gesät: der Ammer wegen, die ihr Gold hier tief verstecken mag. Da kommt die Schimmelreiterin mit ihren weißen Stuten: Drei Schlittenhunde pirschen an den [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/es-riecht-nach-fechenheim/">Es riecht nach Fechenheim</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hier lässt der Main sich Zeit<br />
und döst in großem Bogen.<br />
Wie träge ziehen dahin<br />
Blättchen, Schnipsel, Pappelsamen<br />
und Gefieder, ausgerupft.</p>
<p>Da dunkelt uns das dornichte Gestrüpp,<br />
von guten Schülern Freiligraths gesät:<br />
der Ammer wegen,<br />
die ihr Gold hier tief verstecken mag.</p>
<p>Da kommt die Schimmelreiterin<br />
mit ihren weißen Stuten:<br />
Drei Schlittenhunde pirschen an den Hufen,<br />
die Wolle weiß wie jene –<br />
schräg äugt die Hoch-Gestiefelte<br />
aus dicken Gläsern<br />
und erwidert artig meinen Gruß.</p>
<p>Die weiten, fetten Felder dort<br />
im Glanz der frühen Sprossen<br />
oder noch verhüllt von grünen Folien,<br />
die der Wind unhörbar bläht.</p>
<p>Der Uferweg ward tüchtig aufgehübscht –<br />
junge, schlanke Pappeln bilden das Spalier –<br />
die alten Weidenbäume saugen stumm<br />
aus dem glucksend-morschen Grund.</p>
<p>Hier ist das Uferdickicht augenlos,<br />
da kann ein sittsam-scheues Mädchen<br />
unbescholten in die Hocke gehen<br />
und die durstigen Halme<br />
inniglich beträufeln.</p>
<p>Kolossale, abgestorbene Platanen,<br />
vom Blitz versehrt, verkohlt,<br />
gedenken nicht zu sterben –<br />
an weichen Stellen recken sie Antennen<br />
dünner Zweige in den Abendhimmel,<br />
aus dem die gelben Schwaden<br />
dicker Abluft von Allessa<br />
in die Nase dringen:<br />
Es riecht nach Fechenheim.</p>
<p>Auch wenn der Weg uns unversehens<br />
ward versperrt,<br />
wir fanden einen schönen Umweg<br />
und schritten Hand in Hand<br />
durch die Allee der Linden,<br />
die uns überwölbten,<br />
unserm kleinen Abenteuer<br />
huldigend mit Licht- und Schattenspielen.</p>
<p>Wir saßen lauschend,<br />
plauschend, Blicke tauschend,<br />
unterm Schatten der Kastanie<br />
im Gartencafé gleichen Namens –</p>
<p>die Ohren schwebten uns hinweg,<br />
buddhistische Schmetterlinge,<br />
in das süße Plätschern,<br />
an dem kunstreich angelegten Quellchen<br />
zag zu nippen –</p>
<p>wir knabberten genüsslich<br />
die mitgebrachten Schokoladenbizets,<br />
Meringue genannt –</p>
<p>bis uns die läuternden Akkorde<br />
der beiden Kirchen,<br />
erst evangelisch, dann katholisch,<br />
die Schneise durch die Luft<br />
zu einer schönen Seele schlugen.</p>
<p>Schien nicht der scheue Glanz<br />
des Glücklichseins oder doch<br />
des Glücklichwerdenwollens<br />
aus deinen schönen Augen?</p>
<p>Ich warʼs, an diesem Ort,<br />
zu dieser blauen Stunde,<br />
von den herben Düften Fechenheims<br />
chemisch-alchemistisch<br />
traumessäumig langgedehnt:<br />
beglückt.</p>
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		<title>Mäusemucks</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2014 18:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Ich saß allhier und trank ein Bier. Die Zeit war reif. Mir war es schier, als sei die Seele steif. Säß ich im Café Ypsilon und tränke einen Wein und schmölze alles um mich schon in einen weichen Abendton – meine Seele bliebe Stein. Saß ich mit dir [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/">Mäusemucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><br />
Ich saß allhier<br />
und trank ein Bier.<br />
Die Zeit war reif.<br />
Mir war es schier,<br />
als sei die Seele steif.</p>
<p>Säß ich im Café Ypsilon<br />
und tränke einen Wein<br />
und schmölze alles um mich schon<br />
in einen weichen Abendton –<br />
meine Seele bliebe Stein.</p>
<p>Saß ich mit dir nicht auch allein –<br />
allein zu zwein?<br />
Ich quatschte quappenmäulig in die Luft hinein,<br />
doch macht ich keinen Mäusemucks.<br />
Jetzt sag ich mir nur,<br />
schluck es, schluckʼs.</p>
<p>Ist das Gierchen<br />
nach dem Tierchen<br />
ein flüchtiges Odeur,<br />
ein Esprit du Fleur,<br />
der verfliegt,<br />
wenn sich die Blüte niederbiegt?</p>
<p>Ich sitz im Café Ypsilon<br />
und träume stiekum mich davon.<br />
Mich dünkt, es leuchtet frühlingshell.<br />
Mich aber frösteltʼs.<br />
Gelt du, gell?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ausgemuckst/">Mäusemucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich mache keinen Mucks</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2014 18:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3314</guid>
		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main Sogar das trockne Vorjahrsblatt dreht sich im Wind und raschelt vor sich hin. Ich hocke ungerührt und mache keinen Mucks. Wie das erste milde Licht der halb verschlossenen Knospe die Schüchternheit hat leise, leise weggeküsst – so kam dein Lächeln spät. Sogar das neu ergrünte Schilf am Teichesrand [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/">Ich mache keinen Mucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b><br />
</b>Sogar das trockne Vorjahrsblatt dreht sich im Wind<br />
und raschelt vor sich hin.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>Wie das erste milde Licht<br />
der halb verschlossenen Knospe<br />
die Schüchternheit<br />
hat leise, leise<br />
weggeküsst –<br />
so kam dein Lächeln spät.</p>
<p>Sogar das neu ergrünte Schilf<br />
am Teichesrand<br />
schickt sich zu flüstern an<br />
und wiegt sich schelmisch.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>Die wärmste Melodie entfloss nicht deinem Mund.<br />
Das zärtlichste Wort hobst du nicht auf die Lippen.</p>
<p>Das wärmste, zarteste Gefühl tropfte dir<br />
vom Zeige-, Neige-, Schweige-Finger:<br />
Der hat hüpfend und lüpfend,<br />
tänzelnd und scharwenzelnd<br />
mir süß Geheimnis offenbart.</p>
<p>Sogar der lahme Hund trippelt<br />
den lauten Kindern hinterdrein<br />
und knurrt launisch die Alte mit dem Gehwägelchen an,<br />
als wärʼs eine Vogelscheuche.</p>
<p>Ich hocke ungerührt<br />
und mache keinen Mucks.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/ich-mache-keinen-mucks/">Ich mache keinen Mucks</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kindermundgezisch</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 19:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berger Straße Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Zwei Mädelchen woben Phono-Fädelchen durch die Luft zum Aberwitz und Hintersinn. Zwei Herzelchen spuckten Semanto-Phono-Scherzelchen zum kinderleichten Lustgewinn. Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen, zungenfrei und schnabelfrech, stakten, walkten, talkten sie durch die trocknen Füllsel-Hülsen abgeplatzter, weggeknackter Wort und Worte all der stinke-öden, hinke-blöden Wortverwalter, Sprachpassanten, Spracherhalter, Wortgouvernanten. „Sändwisch mit [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Berger Straße, Frankfurt am Main<br />
</i><b></b></p>
<p>Zwei Mädelchen woben<br />
Phono-Fädelchen durch die Luft<br />
zum Aberwitz und Hintersinn.</p>
<p>Zwei Herzelchen spuckten<br />
Semanto-Phono-Scherzelchen<br />
zum kinderleichten Lustgewinn.</p>
<p>Hand im Händchen, Arm ums Ärmchen,<br />
zungenfrei und schnabelfrech,<br />
stakten, walkten, talkten sie<br />
durch die trocknen Füllsel-Hülsen<br />
abgeplatzter, weggeknackter<br />
Wort und Worte<br />
all der stinke-öden, hinke-blöden<br />
Wortverwalter,<br />
Sprachpassanten,<br />
Spracherhalter,<br />
Wortgouvernanten.</p>
<p>„Sändwisch mit Thunfisch.“<br />
„Nein faltsch: Sändwitsch mit Thunfitsch.“<br />
„Das Sändwisch war nicht mehr frisch.“<br />
„Das Sändwitsch war fritsch.“<br />
„War futsch.“<br />
„War verrutscht.“<br />
„Der Mann mit dem Sändwitsch war ausgerutscht.“<br />
„Nein, faltsch: Der Mann mit dem Sändwisch war ausgeruscht.“<br />
„Das Sändwitsch war weggeflutscht.“<br />
„Der Imbiss war verfutscht.“<br />
Nein, faltsch: war verpfutscht.“<br />
„Der Mann hat den Thunfisch vom Sändwisch weggeluscht.“</p>
<p>„Komm wir laufen schnell: Heute gibt es Handkuss mit Musik.“<br />
„Nein faltsch: Heute gibt es Hundekäse mit Küssen.“<br />
„Nein ritschig ist: Hundeküsse mit Käse.“</p>
<p>Am schönsten improvisiert sich<br />
auf Lippen und unter Zungen mit allem,<br />
was da zischt und wischt,<br />
was motzelt und rotzelt,<br />
knatscht und matscht –<br />
bis sich alles Kindermundgezisch<br />
hinter einem Knister-Flüster-Fieder-Fächer<br />
müde-süß verhaspelt und verlispelt.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kindermundgezisch/">Kindermundgezisch</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was du nicht alles mit mir anstellst</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 09:09:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Eiserner Steg Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.luxautumnalis.de/?p=3076</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt und meine Sprach-Einstellungen geändert – jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen. Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded, mit dem ich quer durch alle Zeitzonen, von Hammerfest bis zum Kap, in das Morgenrot fliegen kann. [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/">Was du nicht alles mit mir anstellst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachts hast du dich heimlich bei mir eingeloggt<br />
und meine Sprach-Einstellungen geändert –<br />
jetzt fall ich von den Stelzen steiler Metaphorik<br />
und schneide mir die Haut an wortwörtlichen Halmen.</p>
<p>Du hast mir das Programm „Into the Dawn“ downgeloaded,<br />
mit dem ich quer durch alle Zeitzonen,<br />
von Hammerfest bis zum Kap,<br />
in das Morgenrot fliegen kann.</p>
<p>Du fasst mich stracks am Mantelkragen<br />
und biegst mich ums Eck –<br />
dort plaudere ich an der Imbissbude mit Osterinsulanern,<br />
die sind über Glatze und Gesicht bunt gescheckt,<br />
in einem Gaunerdialekt,<br />
den ich noch nie gehört habe, ganz köstlich,<br />
bis einer der schweren Jungs ein Foto von dir<br />
aus dem Ärmel zieht: Da schwebst du<br />
überm Eisernen Steg im wehenden Nachthemd<br />
und spielst Blockflöte.</p>
<p>Mir schwant, du hast dich die letzte Nacht<br />
wieder mal in meine Wohnung eingeschlichen<br />
und alle Schubladen durchwühlt.<br />
Ich weiß ja, wie duʼs anstellst:<br />
Du verflüssigst deine Aura und schwappst<br />
flutsch! ein fluider Schatten, unter der Türschwelle durch!</p>
<p>Doch glaub mir, Herzchen, das Ställchen<br />
in meinem Gärtchen, woʼs Hundilein im Schlafe fiept,<br />
und wo ich die holde Kükenschar meiner Chen und Lein und Li<br />
ausbrüte und beglucke,<br />
das bleibt mir wohlverschlossen!</p>
<p>O ja, ich habʼs gesehn, dein Fuchsgesicht!<br />
Doch die gluckende Meute meiner Diminutive,<br />
meiner Flauschlinge, meiner Mariechen und Finchen,<br />
dürfen unbekümmert dort sich bauschen und flauschen,<br />
sich kräuseln und säuseln!</p>
<p>Verdammt! – reißt mich der Schreck vom Bett,<br />
da hör ich mitten in der Nacht ein panisches Gackern,<br />
und pardauz scheppert der blecherne Napf zu Boden –<br />
o weh, was für ein wildes Geflatter!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/du-nicht-alles-mit-mir-anstellst/">Was du nicht alles mit mir anstellst</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Humpelnd zwar, doch ambulant</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 17:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Heilig-Geist-Hospital Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2533</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ambulanz, Heilig-Geist-Hospital, Frankfurt am Main Irgendwo in einer Ecke wird gestorben, irgendwo in einer Ecke wird geboren, zur gleichen Zeit, jetzt, morgen, übermorgen. Bist doch nicht mit einem Taxi hin, humpelnd hast dein Ziel du noch vollendet. Es hätt dir auch zur Scham gereicht, protzig vor einem Bürgerhospital vorzufahren mit Chauffeur. Wenn du nach dem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/">Humpelnd zwar, doch ambulant</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ambulanz, Heilig-Geist-Hospital, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Irgendwo in einer Ecke wird gestorben,<br />
irgendwo in einer Ecke wird geboren,<br />
zur gleichen Zeit, jetzt, morgen, übermorgen.</p>
<p>Bist doch nicht mit einem Taxi hin, humpelnd<br />
hast dein Ziel du noch vollendet.<br />
Es hätt dir auch zur Scham gereicht,<br />
protzig vor einem Bürgerhospital<br />
vorzufahren mit Chauffeur.</p>
<p>Wenn du nach dem Menschenwesen suchst<br />
und wie das leibt und west und rasch verwest<br />
nach unbestechlichem Gesetz,<br />
hier springt und zappelt, döst und stöhnt<br />
es vor deinen milde-tristen Augen<br />
nackt und ungeschönt.</p>
<p>Venus winkt und Eros schlüpft<br />
am dunklen Blick des Thanatos vorbei.</p>
<p>Die blonden Nymphen, reich bezopft und üppig onduliert,<br />
mit zartem Rosenschmelze auf den Wangen,<br />
schieben mit den blumenweichen Händen<br />
den Rollstuhl des verkoteten Dementen.</p>
<p>Die strammen Kerle in den blauen Schürzen,<br />
mit einem Silberring im Ohr,<br />
am wohlgewölbten Arm, am straffen Hintern<br />
bunt bemalt mit mythischen Motiven,<br />
sie schieben aus dem OP die Facies hippocratica<br />
der Greisin, um ein vereitert Gliedmaß leichter,<br />
und biegen zotenwiehernd um die Ecke.</p>
<p>Hier schaut mit schwarzen Augen der Meduse<br />
die Röntgen-Wahrheit weißer Kittel<br />
von der Decke des U-Raums Nummer 2<br />
auf dich armen Schlucker, der seinen Fuß umfasst<br />
und einen unfassbaren Schmerz.</p>
<p>Dein Bleiberecht auf unbestimmte Zeit,<br />
das schneller abläuft als die Uhr des Herzens,<br />
mit welchem Antrag kannst duʼs denn verlängern<br />
wider der Zellen und Gedanken fröhliche Zersetzung?</p>
<p>Das Röntgenbild zeigt dir Mysterien fernster Zeiten<br />
in einem Wuchs graziös gespreizter Knochen,<br />
die deiner Bauern-Weisheit schweigend spotten.</p>
<p>Drei muntere Mamsellchen hörst du kichern<br />
im Besprechungszimmer nebenan –<br />
ein Korken knallt und Scherze schäumen auf,<br />
ein Antrag auf Verlängerung ward abgewiesen<br />
und zerschreddert zwischen Moiras blitzenden Zähnen –<br />
wollüstig-süß die Gläser aneinander klirren.</p>
<p>Du humpelst heimwärts, erleichtert,<br />
doch leichten Sinnes nicht – die wahren Gründe<br />
für dein Bleiben kennt wohl nur dein Schmerz.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/humpelnd-zwar-doch-ambulant/">Humpelnd zwar, doch ambulant</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Würstchen kommt selten allein</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 08:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2451</guid>
		<description><![CDATA[<p>Chorgesang der Frankfurter Würstchen Alle: Mir sin die Frankfordder Wörtscher, saftisch, knackisch, wörzisch. Am Maa sin mer zu Haus. Mir habbe nu ma de kesse Spleen un haue Frankfordd raus vor Nürnbersch un vor Wien. 1. Würstchen: Tunk mich nicht in süßen Senf, sonst wird dir mächtig flau! 2. Würstchen: Tunke mich in scharfen Senf, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/">Ein Würstchen kommt selten allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chorgesang der Frankfurter Würstchen</em></p>
<p>Alle:<br />
Mir sin die Frankfordder Wörtscher,<br />
saftisch, knackisch, wörzisch.</p>
<p>Am Maa sin mer zu Haus.<br />
Mir habbe nu ma de kesse Spleen<br />
un haue Frankfordd raus<br />
vor Nürnbersch un vor Wien.</p>
<p>1. Würstchen:<br />
Tunk mich nicht in süßen Senf,<br />
sonst wird dir mächtig flau!</p>
<p>2. Würstchen:<br />
Tunke mich in scharfen Senf,<br />
dann machst du gleich miau!</p>
<p>Alle:<br />
Wem mer sin die beste Worscht,<br />
das is uns gar net Worscht!</p>
<p>3. Würstchen:<br />
Schenk dir noch vom Bembel ein –<br />
dein Würstchen will getaufet sein!</p>
<p>4. Würstchen:<br />
Schlürf den süffisch Äppelwoin –<br />
lass dei Würschtche net alloin.</p>
<p>Alle:<br />
Am Maa sin mer zu Haus.<br />
Mir habbe nu ma de kesse Spleen<br />
un haue Frankfordd raus<br />
vor Nürnbersch un vor Wien.</p>
<p>5. Würstchen:<br />
Wir stehen stramm für den Verein.<br />
Wir lassen keine Wurst allein.</p>
<p>6. Würstchen:<br />
Wir wollen nicht gebraten werden –<br />
heiß ist die beste Wurst auf Erden.</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>7. Würstchen:<br />
Wir wursteln uns durch dünn und dick.<br />
O knacke mich, ich bring dir Glück!</p>
<p>8. Würstchen:<br />
Und soll ich nicht dein Würstchen sein,<br />
dann bleibst du arme Wurst allein.</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>1. Würstchen:<br />
Tunk mich nicht in süßen Senf,<br />
sonst wird dir mächtig flau!</p>
<p>2. Würstchen:<br />
Tunke mich in scharfen Senf,<br />
dann machst du gleich miau!</p>
<p>Alle:<br />
Es sprischt sich rum an Rhein und Main:<br />
Wie kann e Worscht net aus Frankfordd sein!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/eine-wurst-kommt-selten-allein/">Ein Würstchen kommt selten allein</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Das versonnene Hündchen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2013 16:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2444</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der Dame mit dem Hündchen aus dem Café Ypsilon Purzel heißt ein stilles Hündchen, und sein Frauchen hat es lieb. Manchmal stecktʼs das Schnuffel-Näschen in feister Tulpen Blütenwulst – reckt die gelb besamte Nase dann in den sonntagnachmittäglich öd verdösten Himmel überm Bethmannpark – und niest. Dann hält das stille Tier das Köpfchen so herzergreifend [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/das-versonnene-hundchen/">Das versonnene Hündchen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Dame mit dem Hündchen aus dem Café Ypsilon</em></p>
<p>Purzel heißt ein stilles Hündchen,<br />
und sein Frauchen hat es lieb.</p>
<p>Manchmal stecktʼs das Schnuffel-Näschen<br />
in feister Tulpen Blütenwulst –<br />
reckt die gelb besamte Nase dann<br />
in den sonntagnachmittäglich öd verdösten<br />
Himmel überm Bethmannpark –<br />
und niest.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Manchmal läuftʼs dem Hörnchen nach,<br />
pest wider das Verbot über die sanfte Bürste<br />
des gartenamtlich grad rasierten Rasens –<br />
es watscht das Ohr, es klatscht der Schwanz,<br />
da ist das Eichkatzerl schwupp-die-wupp<br />
den alten Ginkgobaum schon hochgelupft –<br />
ʼs Hundi stoppt verdutzt.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Zuhause macht es pfötchenpatschend Männchen<br />
und schlapperschnappt nach zarten Pralinés<br />
oder gesottnen Frankfurt-Würstchen.<br />
Dann ruft das Frauchen: „Ab ins Körbchen!“<br />
Helene Fischer schwingt schon müd-verzückt<br />
das nackte Bein in des Applauses Lichterdom.<br />
Doch das Hündchen bleibt auf dem Parkett versonnen<br />
plötzlich stehen.</p>
<p>Dann hält das stille Tier das Köpfchen<br />
so herzergreifend schief –<br />
als ob es uns was sagen möchte.</p>
<p>Was könnt es uns denn sagen bloß?</p>
<p>Dass es nicht mehr Purzel heißen möchte,<br />
sondern Poldi oder Friedolin?</p>
<p>Dass es Frauchen nicht mehr lieb hat?<br />
Dass es aus dem Fell möcht fahren<br />
und das Hundeleben satt hat?</p>
<p>Oder hat sein Hundeherz ʼnen Knacks<br />
abgekriegt unter all den dicken Tropfen<br />
honigsüßer Verse eines gewissen R. M. Rilke,<br />
die sein Frauchen in den Kerzenschimmer<br />
weicher Abendeinsamkeiten hat gelispelt?</p>
<p>Oder hatʼs grad partout vergessen,<br />
was es uns schon lange sagen mochte?</p>
<p>Was ist nur los mit diesem Hündchen<br />
und seinen Versonnenheitsabsencen?</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 17:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2352</guid>
		<description><![CDATA[<p>Schon wieder sollt ich für die aale Worscht ihm tänzeln, schon wieder meines Pudel-Männchens roten Zipfel recken – musst wider seines Willens blindes Philisterium ihm blecken. Möcht lieber um des Nachbarn Pudelinchen schwänzeln, muss aber ihm die „Times“ flink aus dem Kasten klauben, will mir mit Lesungen daraus den Glauben an die Menschen rauben. Wenn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/">Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder sollt ich für die aale Worscht ihm tänzeln,<br />
schon wieder meines Pudel-Männchens roten Zipfel recken –<br />
musst wider seines Willens blindes Philisterium ihm blecken.</p>
<p>Möcht lieber um des Nachbarn Pudelinchen schwänzeln,<br />
muss aber ihm die „Times“ flink aus dem Kasten klauben,<br />
will mir mit Lesungen daraus den Glauben an die Menschen rauben.</p>
<p>Wenn er im Badezuber nackert-unschön pruste-speit,<br />
schlappen meine Wuschelohren gern im Takt, er tät ihn weisen<br />
mit seines Triefe-Schwammes Rubbel-Kreisen.</p>
<p>Hat die Zeitung wieder seinen Geist mit vitae taedium entweiht,<br />
tät er mit seines öden Flötgetönes dilettantischen Brocken<br />
mir widerwillig ein, zwei Tröpfchen süßlichen Pipis entlocken.</p>
<p>Englischer Hof alsdann, die Tische strotzen. Die Hühnersuppe dampft,<br />
des Bratens Düfte steigen pudelwohl mir in das Tiergemüte –<br />
doch dem alten Brahmanisten schlägt die Animalität auf das Gemüte.</p>
<p>Wähnt er doch, Menschheit, welche Tierheit fröhlich mampft,<br />
müsst am End sich selbst verdauen und zum Ekel von sich scheiden –<br />
tu um seine magenfade-würstellose Frugalitas ihn nicht beneiden.</p>
<p>In abstracto ist er allen wohlgesinnt, doch in concreto<br />
nicht der kleinen Näherin, die hat in seinem Haus zu sehr gekiffen –<br />
hat antibuddhoid und mehr als brachial ihr an die Händ gegriffen.</p>
<p>Die Empörte klagte vor Gericht – der Kammer galt kein Veto<br />
eines hörgenervten Wüterichs. Jetzt müssen blechen<br />
in der Stadt der Messen für pikierte Dämchen die ungalanten Frechen.</p>
<p>Abends vor dem Körbchengehen wollt er wieder peinlich mysteln,<br />
möcht aus meinen trüben Blicken Pudels Kern verstehen<br />
und in meinem gähnenden Gelangweiltsein Weltenwillen sehen.</p>
<p>Wär ich seinesgleichen, würd ich seiner leidʼgen Inszenierung etwas hüsteln –<br />
ließ an der Schönen Aussicht Rosen wachsen, bunte Flaggen wehen,<br />
würd mit schönen, klugen, sinnenfrohen Frauen mich in buntem Reigen drehen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/aus-den-diarien-von-atman-iii-schopenhauers-pudel/">Aus den Diarien von Atman III., Schopenhauers Pudel</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Grabgeflüster</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Oct 2013 18:28:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Hauptfriedhof, Frankfurt am Main Der überflüssigste aller überflüssigen Menschen, ein Balkan-Bonze, hat es wohl vermocht, an der Eckenheimer Mauer – Adornos von seiner hiesigen Negativistensekte, omen est nomen, wie sollt es anders sein, NICHT gepflegtes Grab ist gar nicht weit – aufzurichten ein Protzmal seinem Leichnam, ein kitschig Weihtum seiner Eitelkeit: In einer Kapelle, woʼs [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/grabgefluster/">Grabgeflüster</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hauptfriedhof, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Der überflüssigste aller überflüssigen Menschen,<br />
ein Balkan-Bonze, hat es wohl vermocht,<br />
an der Eckenheimer Mauer –<br />
Adornos von seiner hiesigen Negativistensekte,<br />
omen est nomen, wie sollt es anders sein,<br />
NICHT gepflegtes Grab ist gar nicht weit –<br />
aufzurichten ein Protzmal seinem Leichnam,<br />
ein kitschig Weihtum seiner Eitelkeit:</p>
<p>In einer Kapelle, woʼs hinter Butzenscheiben glimmt,<br />
schwebt über einem Talmi-Altar<br />
des Verblichnen riesiges Porträt –<br />
ein feister Pascha, umspannt<br />
von seidner Staats- und Amtesschärpe –<br />
selbstverliebt in die Ewigkeit glotzend:</p>
<p>Du sollst noch vor der Leiche knien<br />
wie im Leben Weib und Kind vor seinem Pansen.<br />
Inmitten des Altars steht – o nein, kein Kruzifix –<br />
eine kolossale Champagnerflasche,<br />
für dieses Lebens frohe Idiotie<br />
Symbol und Echtheitssiegel.</p>
<p>Auf Schopenhauers Grabesplatte<br />
liegt eine schüchterne Kastanie,<br />
von dem Verehrer putzig appliziert.<br />
Arthur Hübschers abgemarktetes Leichenfeldchen<br />
ist von wilden Kräutern zugewuchert.</p>
<p>Die große Jünglingsbronze am Portal<br />
taumelt stehend in den ewigen Schlaf –<br />
die schweren Hände schaufeln letzten Traum.</p>
<p>Die blinden Augen sind nach innen aufgetan<br />
der allerlösten Leere,<br />
in die ein Jenseitssturm zerstreut,<br />
aller Wiederkünfte bar,<br />
den ausgeträumten Sternenstaub.</p>
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		<item>
		<title>Herbstlicht überm Café Y II</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Oct 2013 18:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Café Y Berger Straße Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2246</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Da hockt noch einer draußen. Ein Kauz, der tät noch kauzen. Ihm reicht die Funzel eines Kerzelchens, die Schatten seines Herzelchens zu werfen und zu wirren, zu ködern und zu kirren. Da hockt noch einer draußen. Der Katz, der tät noch mauzen. Verhuscht ins warme Deckelchen, raucht er ein Zigarettelchen, [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/">Herbstlicht überm Café Y II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Da hockt noch einer draußen.<br />
Ein Kauz, der tät noch kauzen.</p>
<p>Ihm reicht die Funzel eines Kerzelchens,<br />
die Schatten seines Herzelchens<br />
zu werfen und zu wirren,<br />
zu ködern und zu kirren.</p>
<p>Da hockt noch einer draußen.<br />
Der Katz, der tät noch mauzen.</p>
<p>Verhuscht ins warme Deckelchen,<br />
raucht er ein Zigarettelchen,<br />
zu bergen in den Wölkchen<br />
Phatasusʼ muntres Völkchen.</p>
<p>Da hockt noch einer draußen.<br />
Ein Kauz, der tät noch kauzen.</p>
<p>Der Herbst leiht ihm ein Mäntelchen<br />
aus sonnenbunten Bändelchen<br />
und knüffelt ihn mit Haselnüsschen,<br />
für ihn sindʼs weiche Küsschen.</p>
<p>Sehnsucht tät mild ihn wiegen.<br />
Nach wem? –<br />
Ein Schmunzeln, herzverschwiegen.</p>
<p>Da hockt noch einer draußen …</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y-2/">Herbstlicht überm Café Y II</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Europas Stier</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2013 19:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Boehle]]></category>
		<category><![CDATA[Günthersburgallee Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Günthersburgpark]]></category>
		<category><![CDATA[Schreitender Stier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2203</guid>
		<description><![CDATA[<p>Schreitender Stier Skulptur von Fritz Boehle Günthersburgpark, Frankfurt am Main Auf dem polierten Podest lag ein verschmierter Lappen, als hätte die Kopftuch-Putze für die Kunst im öffentlichen Raum ihn ob des Anblicks so hoher Manneskraft der Hoden entrüstet fallen lassen. 1910. Wie sah der Park wohl aus? Hat dieser Sturm vitaler Strahlung dem Bürger aus [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/">Europas Stier</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Schreitender Stier<br />
Skulptur von Fritz Boehle<br />
Günthersburgpark, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Auf dem polierten Podest<br />
lag ein verschmierter Lappen,<br />
als hätte die Kopftuch-Putze<br />
für die Kunst im öffentlichen Raum<br />
ihn ob des Anblicks<br />
so hoher Manneskraft der Hoden<br />
entrüstet fallen lassen.</p>
<p>1910. Wie sah der Park wohl aus?<br />
Hat dieser Sturm vitaler Strahlung<br />
dem Bürger aus der Furt der Prächte,<br />
der Günthersburgallee,<br />
den spitzen Hut vom Kopf geweht?</p>
<p>Heute siehst du keine schnieken Herren mit Hut<br />
an dieser schöngegossnen Wucht<br />
des freien Seins und noblen Wesens<br />
die Augen rollen.</p>
<p>Der dumpfe Orient, der hier das Abendlicht verhängt<br />
mit Schwaden gegrillter Lenden eines Widders,<br />
der in Hinterhöfen durchs rituelle Messer<br />
ins Knie gebrochen,<br />
hat keinen Sinn für Boehles hohe Kunst –<br />
für jenes Urviech, das gelassen<br />
den leidigen Mücken<br />
mit halbbewusstem Schlag des Schweifes wehrt.</p>
<p>Europas Stier,<br />
der wie eine Opfergabe bei Homer gesegnet<br />
das Götterrecht verleibt<br />
auf selbsterwärmte joviale Gegenwart.</p>
<p>Sie ignorierenʼs oder halten bang dem Zögling<br />
vor diesem späten Widerschein<br />
der Flammen heidnischer Altäre<br />
das Buch des Engels mit der schweren Zunge<br />
vor die Augen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/schreitender-stier/">Europas Stier</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn die Gedanken wie Lampions verlöschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 18:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2169</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Gang über den Waldfriedhof in Frankfurt-Oberrad „In holder Dunkelheit der Sinnen, konnt ich wohl diesen Traum beginnen – vollenden nicht.“ Schon die jähe Blöße der Buchenstämme ergriff die südliche Spitze deines Herzens mit der Sehnsucht nach dem Unmöglichen. Die vor zugeschütteter Liebe in Trauer statuengleich Stehende – als ertastete sie, mit den Fingerkuppen leise [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/">Wenn die Gedanken wie Lampions verlöschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Gang über den Waldfriedhof in Frankfurt-Oberrad</em></p>
<p>„In holder Dunkelheit der Sinnen,<br />
konnt ich wohl diesen Traum beginnen –<br />
vollenden nicht.“</p>
<p>Schon die jähe Blöße der Buchenstämme<br />
ergriff die südliche Spitze deines Herzens<br />
mit der Sehnsucht nach dem Unmöglichen.</p>
<p>Die vor zugeschütteter Liebe<br />
in Trauer statuengleich Stehende –<br />
als ertastete sie, mit den Fingerkuppen<br />
leise kreisend, die Aura des Toten.<br />
Sie war so versunken,<br />
achtete dein nicht.</p>
<p>Dich entrückte wie dunkle Inschrift der Vorzeit<br />
der rötliche Regen<br />
niederzitternder Blätter,<br />
dem kein Sprossen von Keimen mehr nachsinnt –<br />
dem Bild entflohst du tränenblind.</p>
<p>Die Gedanken, die gleich Fingern aus Licht<br />
über die Stirn deiner Toten strichen,<br />
ohne sie zu einem Lächeln zu erwecken,<br />
verlöschen wie Lampions,<br />
die ein müder Kellner ausbläst,<br />
eins nach dem anderen.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/wenn-die-gedanken-wie-lampions-erloschen/">Wenn die Gedanken wie Lampions verlöschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Herbstlicht überm Café Y I</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2013 19:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Liebesgedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Café Y Berger Straße Frankfurt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=2158</guid>
		<description><![CDATA[<p>Berger Straße, Frankfurt am Main Der Alte hockt wie einst am Ofen auf der Fensterbank und führt die braune Flasche wie ein Saxophon zum Mund: Er sucht den satten Ton und schluckt ihn sanft. Mein Faktotum ist geschäftig, den Geheimcode frankfurterischen Service kühn und beherzt zu knacken. Er tutʼs mit Anmut und meckerndem Gelächter, wenn [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/herbstlicht-uberm-cafe-y/">Herbstlicht überm Café Y I</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Berger Straße, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Der Alte hockt wie einst am Ofen<br />
auf der Fensterbank und führt die braune Flasche<br />
wie ein Saxophon zum Mund:<br />
Er sucht den satten Ton<br />
und schluckt ihn sanft.</p>
<p>Mein Faktotum ist geschäftig,<br />
den Geheimcode frankfurterischen Service<br />
kühn und beherzt zu knacken.<br />
Er tutʼs mit Anmut<br />
und meckerndem Gelächter,<br />
wenn er die Déjà-vu-Laterne<br />
auf dem Tisch mir artiglich kredenzt.</p>
<p>Die blonde Perle der Bedienung<br />
wird heute glänzend eingerahmt<br />
vom süß-verschmitzten Lächeln<br />
eines dunklen Kavaliers.</p>
<p>In der Wigwam-Küche brutzelt es und zischelt.<br />
Der Chef höchstselbst streichelt sich<br />
ehrfurchtsvoll über den seit 68<br />
emanzipierten Embonpoint.<br />
Er hat das zarte Händchen für den Löffel<br />
und das Weistum der Gewürze.</p>
<p>Die Dünste steigen und beschlagen<br />
gnädig die Rahmen ausgestellter Kunst.</p>
<p>Nur eines fehlt –<br />
das dunkle Leuchten<br />
deines blumenoffenen Gesichts,<br />
das von Küssens-Pollen zart bestäubt,<br />
sich an den sanften Hügel<br />
meiner Schulter neigt.</p>
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		<title>Kennst du dich da aus?</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Sep 2013 10:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>So lang schon hier herumgegähnt, so manches Haar ward ausgesträhnt – noch immer gilt für Mann und Maus: Da kenn ich mich nicht aus! Dribbdebach wie hibbdebach – alles abgewatschelt, ʼnen Berg von Büchern durchgeknatschelt – noch immer gilt für Mann und Maus: Da kenn ich mich nicht aus! Und fragst du mich: Wie triebst [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/">Kennst du dich da aus?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So lang schon hier herumgegähnt,<br />
so manches Haar ward ausgesträhnt –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>Dribbdebach wie hibbdebach – alles abgewatschelt,<br />
ʼnen Berg von Büchern durchgeknatschelt –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>Und fragst du mich: Wie triebst duʼs doll,<br />
was blieb dein Kopf so leer, das Herz so voll –<br />
noch immer gilt für Mann und Maus:<br />
Da kenn ich mich nicht aus!</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kennst-du-dich-da-aus/">Kennst du dich da aus?</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Winken, Vergeben, Verlöschen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/winken-vergeben-verloschen/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 19:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main Zwischen Bambusgestänge und nächtigem Blattwerk – das Gold aus den Krügen. Als würde dein Auge, von des Abends Widerschein auf sinkenden Blüten und zaudernden Menschen gesättigt, mit Schonens-Blicken Abschied gönnen dem stillen Schreiten der Schatten und dem süßen Winken müde gewordenen Lebens. Und es entsinken die Blicke, die vagen [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/winken-vergeben-verloschen/">Winken, Vergeben, Verlöschen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Zwischen Bambusgestänge<br />
und nächtigem Blattwerk –<br />
das Gold aus den Krügen.</p>
<p>Als würde dein Auge,<br />
von des Abends Widerschein<br />
auf sinkenden Blüten<br />
und zaudernden Menschen gesättigt,<br />
mit Schonens-Blicken Abschied gönnen<br />
dem stillen Schreiten der Schatten<br />
und dem süßen Winken<br />
müde gewordenen Lebens.</p>
<p>Und es entsinken die Blicke,<br />
die vagen Gesten entgleiten<br />
in die Gespinste des Traums –<br />
träumend zieht einwärts sich<br />
ins erlöschende Antlitz,<br />
wem kaum das Herz<br />
zu eigenem Sagen erwacht war.</p>
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		<title>Alpha und Omega, gekreuzt</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2013 18:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Südfriedhof, Frankfurt am Main Dort sitzt du wieder auf der stillen Bank. Vor dir im Grün hüpfen neckend Sonnenflecken. Kein Lüftchen. Fern nur das Schlurfen müder Füße. Leise atmen die Gräber. Klamm ist und schwer dein Herz, als wärest du nicht recht angelangt, als hättest du trotz der Jugendqualen all des Suchens und Fragens die [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/">Alpha und Omega, gekreuzt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Südfriedhof, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Dort sitzt du wieder auf der stillen Bank.<br />
Vor dir im Grün hüpfen neckend Sonnenflecken.</p>
<p>Kein Lüftchen. Fern nur das Schlurfen müder Füße.</p>
<p>Leise atmen die Gräber.</p>
<p>Klamm ist und schwer dein Herz,<br />
als wärest du nicht recht angelangt,<br />
als hättest du trotz der Jugendqualen<br />
all des Suchens und Fragens<br />
die Schwelle nicht wiedergefunden –</p>
<p>als wäre der schon vergilbte Zettel<br />
mit den zittrig geschriebenen Zeilen,<br />
von wem, du erinnerst dich nicht,<br />
die von deiner Herkunft sagten<br />
und deiner Ankunft liebe Anvertraute nannten –</p>
<p>als wäre deines Lebens Inschrift<br />
auf überwachsenen Wegen,<br />
in verrufenen Hinterhöfen,<br />
bei verzechten Umhalsungen<br />
verfleckt und verschmiert –</p>
<p>für keinen der Hiesigen lesbar,<br />
am wenigsten endlich für dich.</p>
<p>So sitzt du wieder auf der stillen Bank.</p>
<p>Aus dem Blätterdach der Pappel trudelt<br />
liebestoll kreisend ein Samensegel<br />
auf ein frisch ausgehobenes Grab.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/alpha-und-omega-gekreuzt/">Alpha und Omega, gekreuzt</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Er sprach mit seinem Knie</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2013 19:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[komische Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bethmannpark, Frankfurt am Main Da tätschelte wer eines seiner Knie und umfasste sanft die Scheibe wie mit feingespreitzten Fingern des Busens volles Maß der Plastiker. Sprach ihm zu das Hätschelknie: „Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan. Mensch, lege dich zur Ruh, dein Knie bleibt wach!“ Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank in gestreiftem [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/er-sprach-mit-seinem-knie/">Er sprach mit seinem Knie</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p>Da tätschelte wer eines seiner Knie<br />
und umfasste sanft die Scheibe<br />
wie mit feingespreitzten Fingern<br />
des Busens volles Maß der Plastiker.</p>
<p>Sprach ihm zu das Hätschelknie:<br />
„Heute haben wir wieder einander gute Dienste getan.<br />
Mensch, lege dich zur Ruh,<br />
dein Knie bleibt wach!“</p>
<p>Sprach der Arbeitsmann auf der Parkbank<br />
in gestreiftem Flanellhemd und blauer Jeans,<br />
mit Schiebermütze und biegsamen Lederschuhen,<br />
in die Hosentasche gerollt die Zeitung,<br />
der Allerweltsmeinung stumpfes Schwert:</p>
<p>„Mein liebes Knie, du schweige still<br />
am Ende dieses Tags voll Schufterei,<br />
was wärst du denn ohne meinen Herrschersinn,<br />
der ins Weite blickt,<br />
in ferne Ziele überm Horizont,<br />
an die du brav mich führen darfst,<br />
doch ohne meinen Weitblick nie gelangst.“</p>
<p>Sprach das geknickte Knie:<br />
„Würd ich ob deiner schnöden Rede<br />
mich entzünden, kämst du nicht mehr weit,<br />
zögest nach das krumme Bein,<br />
schlepptest hin dein maledeites Sein!“</p>
<p>Sprach der Mützenmann missvergnügt zu seinem Fuß:<br />
„Du füßelst hündisch-wulstiglich mir zu,<br />
mein starker Fuß, tapfer durch die Straßen<br />
dieser bösen Welt trägst du mich frag- und arglos,<br />
du bist meine Hundefuß,<br />
ich schick dir meinen Küssegruß.“</p>
<p>Sprach sinnig drauf der erstgeliebte rechte Fuß<br />
zum Arbeitsmännlein mit der rauhen Werktagshand:</p>
<p>„Mich küssen tätst du nie und nimmer,<br />
so krumm du bist,<br />
so tief krümmst du dich nicht im Traum!<br />
Hab schnell mal acht:<br />
Wenn ich dereinst der Welt und ihrem bösen Drang entsage,<br />
mich ganz verklumpe und verkloße,<br />
und mag nicht mehr das Weite suchen,<br />
weil das gefundene Weite ist so eng –<br />
dann wirf die Mütze hin,<br />
entlass das schorfe Knie<br />
und leg klumpfüßig dich ins faule Bett<br />
der Träumer, Dichter, Sänger –<br />
lieblich-geheimer Quell all deiner Kunst<br />
seien dir die scharfen Bisse meiner Gicht!“</p>
<p>Da schaut der bitterlich verdutzte Kappenmann<br />
mit dunkler Sehnsucht auf die linke Hand<br />
und mit der rechten klopft er ihr<br />
zart auf die holde Maus,<br />
als wolle er sie wecken:</p>
<p>„O traute Fühlungshand, erhebe dich und zeige mir<br />
den Weg aus diesem Labyrinth<br />
hundsföttischen Zwiegesprächs!“</p>
<p>Da hebt die Knorrenhand des Arbeitsmanns<br />
sich träumerisch empor und fächelt<br />
weich die Luft und winkt und winkt –<br />
der alte Mann steht von der Parkbank auf.</p>
<p>Erleichtert eilt er auf den lieben Freund jetzt zu,<br />
auf den er hier gewartet hat.</p>
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		<title>Und der Tod tritt leise zurück</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2013 08:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte zur Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main „… denn Lesen ist Liebe zum Leben …“ An den Gehwagen das Bein gewinkelt, die winzige Hand, furchig, verfleckt, ruht, ein herabgetaumeltes Blatt, auf der aufgeschlagenen Seite, als würde sie erwarmen an der Schrift. Oder sie hält die Kaffeetasse schräg, heikel zitternd – schon siehst du dich zu [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/und-der-tod-tritt-leise-zuruck/">Und der Tod tritt leise zurück</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Café Ypsilon, Berger Straße, Frankfurt am Main</p>
<p>„… denn Lesen ist Liebe zum Leben …“</em></p>
<p>An den Gehwagen das Bein gewinkelt,<br />
die winzige Hand, furchig, verfleckt,<br />
ruht, ein herabgetaumeltes Blatt,<br />
auf der aufgeschlagenen Seite,<br />
als würde sie erwarmen an der Schrift.</p>
<p>Oder sie hält die Kaffeetasse schräg,<br />
heikel zitternd – schon siehst du dich<br />
zu Heldentaten auf dem Sprung –,<br />
doch die Alte mit den mausohrigen,<br />
weißen Kringellöckchen ist auf dem Quivive …</p>
<p>… schon wie sich ihr Mund schlürfend, leckend<br />
zu einem zarten Grinsen glättet und stülpt –</p>
<p>ihr Körper aus mädchenhaftem Tüll,<br />
betropften Atemfetzen, Perlmuttnägelchen,<br />
in einem Arom aus Kampfer- und Kölnisch-Wasser,<br />
ihr Körper ist wie nackt<br />
vor der Wahrheit der Stunde.</p>
<p>Und der Tod, an die Litfaßsäule gelehnt –<br />
mit dem scheelen Blick eines Taschendiebs zählt er<br />
die Leberflecken auf den Armen der Greisin –<br />
und der Tod tritt vor der späten Glut<br />
dieses Lese-Lebens leise zurück.</p>
<p>Oh, sie schlägt uns allen ein Schnippchen –<br />
jetzt jongliert sie ihr silbernes Handy<br />
und kündigt dem eingeschüchterten Hörer<br />
klipp und klar ihre baldige Rückkehr an –<br />
und sie schiebt ihren Spazierhelfer,<br />
als würde sie ihm, nicht er ihr Beine machen.</p>
<p>Ihr letzter schräger Blick<br />
auf das Tablet eines Gastes verriet:<br />
„Ich auch, demnächst – das müsste noch drin sein!“</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleines, leises Gewese</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 19:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1542</guid>
		<description><![CDATA[<p>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main „Wie das Leben tut …“ Deine Flauschlinge leuchten im Dämmer an den roten Schnäbeln. Die klappen sich auf zu stummem Lamento, wenn das Muttertier mit der Wärmeumfiedrung pausiert. Weithin vernimmst du Jammern, wenn eins zu kühn für hohe See sich ans Sandsteinufer des Teiches gerettet. Kommt endlich das Alttier [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/">Kleines, leises Gewese</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Chinesischer Garten, Bethmannpark, Frankfurt am Main</em></p>
<p><em>„Wie das Leben tut …“</em></p>
<p>Deine Flauschlinge leuchten im Dämmer<br />
an den roten Schnäbeln.<br />
Die klappen sich auf zu stummem Lamento,<br />
wenn das Muttertier<br />
mit der Wärmeumfiedrung pausiert.</p>
<p>Weithin vernimmst du Jammern,<br />
wenn eins zu kühn für hohe See<br />
sich ans Sandsteinufer des Teiches gerettet.<br />
Kommt endlich das Alttier gerudert,<br />
verebbt das Fiepen gleich bei der Ankunft,<br />
erstirbt im Gruß-Geschnäbel.</p>
<p>Ihr Hort, die Wasser- und Felsenburg:<br />
eine enge Höhlung im Tuffstein,<br />
die der freundliche Gärtner gemeißelt.<br />
Dort kriechen die Wasserhühnchen<br />
unter die Flügel der Alten.</p>
<p>Eines lugt schlaflos ins Freie –<br />
das Wasser schwappt<br />
unter den schwanken Tellern der Rosen<br />
vom braunen Glucksen schlammiger Wälse.</p>
<p>Es reckt sich und watschelt herab,<br />
aus der grünen Feuchte zu trinken.<br />
Ein Geschwister tut es ihm nach,<br />
und gemeinsam plätschern sie<br />
um das hohe Riff, den erhabenen Ort<br />
ihres Werdens, Wachsens und Lernens.</p>
<p>Hier nämlich lernen sie, zu sein<br />
und im Leben zu bleiben,<br />
die Wärme der Liebe und die Kälte<br />
von Feindschaft, hoch rüttelnder Fährnis.</p>
<p>Bis die Alten sie scheuchen, verstoßen,<br />
auf dass sie solo picken und nisten.</p>
<p>Jetzt aber wackeln sie wieder munter<br />
auf grünen Füßen zurück ins Nest,<br />
das Muttertier stopft ihre Mäulchen<br />
mit sanftem Gepicke.</p>
<p>Über all dem kleinen, leisen Gewese steht,<br />
steht und steht,<br />
über dem äußersten Giebel des Tempels<br />
ein Geist,<br />
der graue Reiher,<br />
der große Schamane in Trance.</p>
<p>Da: Er spreizt ganz sacht das Gefieder<br />
dem ersten Wehen<br />
der allbezwingenden Nacht.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleines-leises-gewese/">Kleines, leises Gewese</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kleine Szenen am Morgen</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 20:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bethmannpark Frankfurt am Main]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1523</guid>
		<description><![CDATA[<p>Bethmannpark, Frankfurt am Main Der Gärtner war schon geschäftig mit Jäten und Rupfen. Ein Alterchen hockte im Morgenschein, Rätsel lösend. Ein Wasserhühnchen watschelte des Wegs, Samen zu picken. Die Mutter, abhold dem schnäbelnden Bettel, scheuchte es fort ins Gebüsch. Der Reiher, fürstlich-keck im Geflausch, starrte über dem Teich. Sein schmales Leben war satt, glanzlos das [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/">Kleine Szenen am Morgen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Bethmannpark, Frankfurt am Main<br />
</em><br />
Der Gärtner war schon geschäftig<br />
mit Jäten und Rupfen.<br />
Ein Alterchen hockte im Morgenschein,<br />
Rätsel lösend.</p>
<p>Ein Wasserhühnchen watschelte des Wegs,<br />
Samen zu picken.<br />
Die Mutter, abhold dem schnäbelnden Bettel,<br />
scheuchte es fort ins Gebüsch.</p>
<p>Der Reiher, fürstlich-keck im Geflausch,<br />
starrte über dem Teich.<br />
Sein schmales Leben war satt,<br />
glanzlos das Aug.</p>
<p>Im Dämmergeviert des Tempels,<br />
der Stille geweiht,<br />
vernimmst du heilloses Klatschen<br />
unzarten Manntums.</p>
<p>An fühllosen Lederkissen der Faust<br />
übt sich Boxen.<br />
So entsteigen sinistre Dämpfe Gonaden<br />
unter entheiterte Stirn.</p>
<p>Der Reiher drehte gelangweilt den Hals,<br />
grünberingten Augs.<br />
Der Park deiner Schattenspiele<br />
entließ dich weich.</p>
<p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/kleine-szenen-am-morgen/">Kleine Szenen am Morgen</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Verborgenheit der Gnade</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/die-verborgenheit-der-gnade/</link>
		<comments>http://www.luxautumnalis.de/die-verborgenheit-der-gnade/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 19:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Affentor Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Aveborn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://luxautumnalis.wordpress.com/?p=1440</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ein Theologumenon Francofurtense Aveborn, Affentor, Frankfurt am Main, Sachsenhausen An der Stelle habe der Franken König, die Zukunft der Deutschen, die Fahne der Jungfrau gehisst, gesenkt den Stab in den mürben Boden noch weihlosen Lands. Zu Ehren der himmlischen Huldin und wider unheiligen Unmut des Feinds den unübersteiglichen Wall jubelnder Chöre Stimme für Stimme zu [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/die-verborgenheit-der-gnade/">Die Verborgenheit der Gnade</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Theologumenon Francofurtense<br />
Aveborn, Affentor, Frankfurt am Main, Sachsenhausen<br />
</em><br />
An der Stelle habe der Franken König,<br />
die Zukunft der Deutschen,<br />
die Fahne der Jungfrau gehisst,<br />
gesenkt den Stab in den mürben Boden<br />
noch weihlosen Lands.</p>
<p>Zu Ehren der himmlischen Huldin<br />
und wider unheiligen Unmut des Feinds<br />
den unübersteiglichen Wall<br />
jubelnder Chöre<br />
Stimme für Stimme zu schichten,<br />
ertönte weithin über die Wasser des Mains<br />
das Ave Maria.</p>
<p>So groß, so glühend war der Glaube<br />
an das Recht rechten Daseins, lauteren Weilens.<br />
So offenbarte das Echo des Heils sich<br />
bis in die lauschenden Adern<br />
der Gegenmutter, der Erde –<br />
so tat ihren Mund bezaubert<br />
von den Sängen sie auf<br />
und quoll von lieblichem Liede des Borns.</p>
<p>Die Verborgenheit der Gnade,<br />
die unter Schleiern lächelnde,<br />
lockende, weckende Grazie<br />
ließ die Quelle verschütten,<br />
ließ den verrenkten Arm eines Affen<br />
baumeln über dem Born.</p>
<p>Die göttlich-ironische Weisheit<br />
ließ einen Affen mit wahntriefender<br />
Zunge überschreien<br />
das Ave Maria,<br />
ließ unter satirisch verjucktem Fell<br />
verhüllen Gratia plena.</p>
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		<title>Götzenhain</title>
		<link>http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 16:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Komische und groteske Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Götzenhain]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wieder so ein fader Abend mit Fernsehen und am Daumen-der-Erinnerung-Lutschen. Machʼs aus, hau weg. – Mitternacht. Der Spanner Mond geht um. Hoch blitzt die ISS. Frühstücken die da oben oder singt einer ein Wiegenlied? Schal um, Kappe auf, Cash dabei. Die einzige Kneipe, die jetzt noch … na klar. „Mosche!“ „Guude!“ „Bierchen!“ „Großes Pils!“ Und [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/gotzenhain/">Götzenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder so ein fader Abend mit Fernsehen<br />
und am Daumen-der-Erinnerung-Lutschen.<br />
Machʼs aus, hau weg. – Mitternacht.<br />
Der Spanner Mond geht um. Hoch blitzt die ISS.<br />
Frühstücken die da oben oder singt einer ein Wiegenlied?</p>
<p>Schal um, Kappe auf, Cash dabei.<br />
Die einzige Kneipe, die jetzt noch … na klar.<br />
„Mosche!“ „Guude!“ „Bierchen!“ „Großes Pils!“<br />
Und dann der dicken Matrone Zeit lange Zöpfe drehen.<br />
hr1 schallt über die Theke. Der Wirt hat ein blaues Auge.<br />
Den lieben auch nicht alle.<br />
„Zum Schluss wie immer noch ein Buddy, aber schön kalt!“<br />
Jetzt kommst du in Gönnerlaune.<br />
Erzähl halt wieder mal das seltsame Histörchen, die makabre Story:</p>
<p>„Ich ging wie jetzt beschwipst, nicht voll, am Flüsschen lang.<br />
In der Biegung, ihr wisst, am Felsüberhang, plötzlich<br />
hör ich da ein tiefes Seufzen, ein hohes Stöhnen …<br />
ich dachte schon, verdammt … da bröckeln Steine<br />
und die Felswand bricht entzwei.</p>
<p>Ich duck mich hinter ein Gebüsch und durchs Gezweig<br />
erspähe ich ʼnen irren Film: Es schlagen Flammen<br />
aus dem Höhlenloch, erst golden-rot, dann blau, meerblau.<br />
Dann wird die Szene galvanisch weiß,<br />
und auf der Leinwand zeichnet sich der scharfe Schatten<br />
eines langen Kerls mit Schlapphut ab.<br />
Ihm weht der Mantel wie ʼnem Zigeuner.<br />
Das eine Auge funkelt gelb, das andere glänzt matt<br />
wie Eierschale, wie eingelegt in Aspik.<br />
In der rechten Hand hält er den ungeheuren Speer.<br />
Mit dem beginnt er wild zu fuchteln.</p>
<p>Dann taucht er auf, ein schwarzer Riesenhund,<br />
sperrtʼs rote Maul auf – ich glaub, ich rieche den Gestank.<br />
Da zucktʼs ihm aus dem Schlund wie Flammenzunge,<br />
die lodert auf, kringelt sich und rollt sich peitschend aus.<br />
In welche Richtung? Na, in meine!<br />
Da reiß ich mich vom Fleck, pack die Beine untern Arm.“</p>
<p>„Mensch Alter, die Story ist uralt und hat so ʼnen langen Bart!<br />
Lass dir endlich mal was Neues einfallen!“</p>
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		<title>Karl der Große im Dreieichenhain</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[hortirhenani]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte und poetische Texte über Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieichenhain]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der dicke Morgennebel verschluckt den Hufschlag. Der Reiter duckt sich unters Geäst der knorrigen Eichen, zur lichten Mitte schwenkt er ein im stillen Hag. Eine weiße Taube flattert auf – die Nebel weichen. Hohe Säule, Irminsul, der Weltenbaum tritt plötzlich ihm vor Augen. So ragen Gedanken hoch und wurzeln Ängste tief. An seinem Saum der [&#8230;]</p><p>The post <a href="http://www.luxautumnalis.de/karl-der-grose-im-dreieichenhain/">Karl der Große im Dreieichenhain</a> appeared first on <a href="http://www.luxautumnalis.de">Lux autumnalis – Philosophie und Dichtung</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der dicke Morgennebel verschluckt den Hufschlag.<br />
Der Reiter duckt sich unters Geäst der knorrigen Eichen,<br />
zur lichten Mitte schwenkt er ein im stillen Hag.<br />
Eine weiße Taube flattert auf – die Nebel weichen.</p>
<p>Hohe Säule, Irminsul, der Weltenbaum<br />
tritt plötzlich ihm vor Augen. So ragen Gedanken<br />
hoch und wurzeln Ängste tief. An seinem Saum<br />
der Altar-Block, so schwer, als würde nimmer wanken</p>
<p>der Erde grüne Veste. Mit Asche vermengt<br />
aus Dinkel, Hafer, Roggen die Opferkuchen.<br />
Der Mann steht nun davor und sinnt bedrängt<br />
den Zaubersprüchen nach, die ihn verfluchen.</p>
<p>Ein altes Weib, doch ragend ungebeugt,<br />
betritt den Kreis in leuchtendem Gewande<br />
des priesterlichen Amts. Ihr Blick bezeugt,<br />
der würdevolle Gang, sie sei von hohem Stande.</p>
<p>„Was entweihst du meinen heiligen Hain<br />
mit Sporenklirren roher Tritte.<br />
Was starrst entgeistert du zum Opferstein –<br />
die Göttin nähr ich, dass sie uns ernähre!“</p>
<p>„Der Gott, den ich dir künde, bedarf<br />
der Speisung nicht, er schenkt vielmehr des Lebens<br />
Brot den Seinen. Dein Werk sei hinfort eitel,<br />
die Göttin tot. Das weiset dir der Franken König.“</p>
<p>Kaum hat der Herrscher ausgesprochen, hüllt<br />
Nebel alles ein. Er hört die Eichen rauschen.<br />
Er tastet vor. Was eben Herz und Auge ihm erfüllt,<br />
entschwand. Ihm muss der Welten Sinn sich tauschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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