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Das Gewitter

29.06.2021

Ein Schleier, Feuchte hauchend, milde,
Gespinste silbergrau geblähte,
in Schauern dumpfer Traumgebilde
verwirrt sich, was die Sonne säte.

Und keinen Flügel mag mehr dulden
der Winde Aus- und Einwärtssaugen,
es füllen sich bemooste Mulden
mit dem Gestank von trüben Laugen.

Die Blitze sind wie Feuerschlangen,
die aus dem Niemandsschlunde zischen,
das Grauen ist ins Tal gegangen,
wo Aschen sich und Rosen mischen.

Und dampft die Erde aus den Schründen,
bleibt noch Getröpfel, leises, laues,
daß Herzen linder sich empfinden,
vom Himmel sinkt ein Band, ein blaues.

 

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