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Die Mücke Gottes

15.03.2026

Babylonischer Talmud, Traktat Gittin, 56b–57a

Rabbinen diente dies zum höchsten Preise:
Der Herr, der thronet über allen Dingen,
befahl der Mücke, in das Hirn zu dringen,
durch Titus Nase machte sie die Reise.

Dort hat sie sich gemästet an den Zellen,
die ausgeheckt die schrecklichen Verbrechen.
Um an des Tempels Schändung sich zu rächen,
ließ er in seinem Schädel Zimbeln schellen.

Und Gottes Mücke wurde fett und fetter,
sie sirrte durch des Wüstlings Wahnverlies,
der auf der Tora seine Hure stieß.
Ihm half kein Schreien nach Apoll, dem Retter.

Welch Glühn kann in erloschnen Herzen rasen,
wenn Racheengel in die Asche blasen.

 

Anmerkung zum Verständnis:
Der römische Feldherr Titus hat unter Kaiser Vespasian, seinem Vater, den jüdischen Aufstand gegen die römische Fremdherrschaft im Jahre 70 n. Chr. endgültig niedergeschlagen, den Jerusalemer Tempel zerstört und seine Schätze wie die Menora und den Schaubrottisch nach Rom verbracht (Abbildung seines Triumphzuges auf dem Titusbogen in Rom). Die historischen Details berichtet der zum Feind übergelaufene jüdische Gelehrte Flavius Josephus in seinem Buch „Der jüdische Krieg“. Der rabbinischen Legende des babylonischen Talmuds nach soll Gott einer Mücke befohlen haben, in des Titus Nase zu kriechen und bis in sein Gehirn vorzudringen; dort habe sie sich über Jahre fett und fetter gefressen; der Übeltäter, der den jüdischen Tempel in Jerusalem entweihte, indem er in das Allerheiligste eindrang und dort mit einer Hure auf einer ausgebreiteten Torarolle Unzucht getrieben habe, sei dadurch dem Wahnsinn (unter grauenerregenden Gehörshalluzinationen) verfallen und schließlich am Zerstörungswerk des gottgesandten Parasiten elend zugrunde gegangen.

 

Siehe auch:
https://www.youtube.com/watch?v=jYhK95vGkb0

https://www.alamy.de/rom-italien-die-prozessionstafel-auf-dem-titusbogen-im-forum-romanum-der-bogen-wurde-nach-titus-tod-gebaut-um-seiner-eroberung-von-jud-zu-gedenken-image431954207.html

 

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