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Horaz, Oden, Buch III, 14

21.09.2015

Herculis ritu modo dictus, o plebs,
morte venalem petiisse laurum
Caesar Hispana repetit penatis
victor ab ora.

unico gaudens mulier marito
prodeat iustis operata sacris
et soror clari ducis et decorae
supplice vitta

virginum matres iuvenumque nuper
sospitum; vos, o pueri et puellae
iam virum expertae, male nominatis
parcite verbis.

hic dies vere mihi festus atras
exiget curas ego nec tumultum
nec mori per vim metuam tenente
Caesare terras.

i pete unguentum, puer, et coronas
et cadum Marsi memorem duelli,
Spartacum siqua potuit vagantem
fallere testa.

dic et argutae properet Neaerae
murreum nodo cohibere crinem;
si per invisum mora ianitorem
fiet, abito.

lenit albescens animos capillus
litium et rixae cupidos protervae;
non ego hoc ferrem calidus iuventa
consule Planco.

 

Wie einst Hercules soll, mein Volk, den Lorbeer,
der das Leben wert, sich errungen haben
Caesar, der von Spanien heimkehrt
zu den Penaten.

Lächelnd möge Opfer des Dankes vollziehen
des erwählten Gatten Frau, des großen
Gebieters Schwester und geziert mit Binden
flehender Zweige,

Mütter reiner Töchter und Söhne, eben
gnädig entronnen. Ihr, o Jungen, Mädchen
ihr, die erkannt noch keinen Mann, verschweiget
häßliche Namen.

Wahrhaft, heut ist Festtag, er scheucht hinweg die
schwarzen Sorgen, Aufstände muß ich nicht
fürchten, nicht gewaltsamen Tod, beherrscht doch
Caesar den Erdkreis.

Auf denn, Sklave, reiche mir Duftöl, reich mir
eine Schale, marsischer Kriege Zeugin,
so sie denn vor Spartacus raschen Tritten
konnte sich bergen.

Sag auch der Neära, die schöne Lieder
kennt, sie soll ihr duftendes Haar sich knoten.
Wenn indes der lästige Wächter Ärger
macht, komm nach Hause.

Wie die grauen Haare die Streitlust lindern,
und nach Raufereien den Drang! Als Jungspund
damals wär ich übergekocht, zu Zeiten
Plancusʼ, des Konsuls.

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