Einmal noch, Persephone
Ins Dunkel mündeten die Stromgesänge,
versickernd wie der goldne Wein der Sage.
Was sproßte, blich an Ceres’ wilder Klage,
daß sich im Winterlicht der Schatten länge.
Verschneit glänzt fahl im Mond der Sonnenhügel,
wo Arm in Arm wir still ins Grüne wallten,
nach sanftem Bilde tastend, Traumgestalten,
vom Reif getrübt doch ward der Seele Spiegel.
Nun aber hört den Ruf Persephone,
nun darf sie aus dem Hades sich erheben,
wie sich zu Eos hebt die Blütenkrone.
Daß einmal wir noch wandeln unter Reben
und schlummern sanft, umhaucht von rotem Mohne,
mag schon das Herz vorm Neid des Dunklen beben.
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