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Frag nicht

19.04.2020

Das Schlichte fromme uns zum Schönen,
der goldne Tag, im Wasser Schein,
des Abends Schatten zu versöhnen,
sein Gold taucht er ins Wasser ein.

Frag nicht, ob fern die Wellen branden,
ob hinter Firnen blüht ein Grün,
wir wollen sanft im Schilfgras landen,
uns gelbe Frucht in Gärten ziehn.

Wir sind wie Glanz und leises Zittern
von Tau auf einem Blatt, das schwingt,
wir fühlen Wehen von Gewittern
aus Tiefen, wo ein Vogel singt.

Such nicht das Rätsel zu ergründen,
daß jeder Tropfen rinnen muß
und Bilder unterm Blick erblinden.
Die Träne sagtʼs im Liebeskuß.

 

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