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Im Zwielicht

09.12.2020

Im Zwielicht waren wir zu Haus,
im Abgrund lagen wir umschlungen.
Entstieg ihm nicht ein hoher Stern,
als hätte mir dein Herz gesungen?

Und gingen Hand in Hand wir blind
auf Pfaden, die wie Wellen schwankten,
war dir mein Singsang nicht ein Stab,
um den sich deine Ängste rankten?

Vom Dämmermond troff unser Kuß,
im Morgengrau floß er in Mulden.
War nicht wie weicher Veilchen Blick
betaut von Sehnsucht, was wir dulden?

Die Zwienacht hat sich aufgetan,
die Bängnis rann wie Tau von Moosen.
Hat nicht des Lichtes Flaum ein Schwan
auf leisem Teich geweckt uns Rosen?

 

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