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Nereide

20.04.2021

Ein grüner Schatten, Nereide,
wenn Blütenkronen leiser gleiten,
als ob ihr feuchter Blick uns miede,
fällt es wie Schnee auf graue Weiten.

Das dunkle Rauschen ist geflohen
in eine harte Muschelschale,
die Geisterflammen, die fern lohen,
erstickt ein Schrei mit einemmale.

Sie sinkt in Krämpfen einer Qualle,
als stürze sie zur Schwester nieder,
zum hohen Purpur der Koralle,
der Blütenschaum kehrt heller wieder.

Uns quält ein Schweigen wie am Grabe,
kein Trösten schenkt die Lilienreine,
des kühlen Mondes Totengabe,
doch Tränen hat Poseidon keine.

 

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