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Umberto Saba, L’ora nostra

07.05.2014

Sai un’ora del giorno che più bella
sia della sera? Tanto
più bella e meno amata? È quella
che di poco i suoi sacri ozi precede;
l’ora che intensa è l’opera, e si vede
la gente mareggiare nelle strade;
sulle mole quadrate delle case
una luna sfumata, una che appena
discerni nell’aria serena.

È l’ora che lasciavi la campagna
per goderti la tua cara città,
dal golfo luminoso alla montagna
varia d’aspetti in sua bella unità;
l’ora che la mia vita in piena va
come un fiume al suo mare;
e il mio pensiero, il lesto camminare
della folla, gli artieri in cima all’alta
scala, il fanciullo che correndo salta
sul carro fragoroso, tutto appare
fermo nell’atto, tutto questo andare
ha una parvenza d’immobilità.

È l’ora grande, l’ora che accompagna
meglio la nostra vendemmiante età.

 

Unsere Stunde

Kennst du eine Stunde des Tages, schöner
als der Abend? So viel
schöner und weniger geliebt? Es ist die Stunde,
die der heiligen Abendruhe kurz vorausgeht;
die Stunde, da sich die Arbeit überschlägt und man
die Leute auf den Straßen wimmeln sieht
und über den massigen Quadern der Häuser
ein Schattenmond, den du kaum
wahrnimmst in der Abendluft.

Zu dieser Stunde wandtest du dich von den Fluren,
um dich an deiner geliebten Stadt zu erfreuen,
vom Leuchten des Golfs bis zum Gebirge
wandeln sich die Bilder, ihre Schönheit bleibt;
die Stunde, da mein Leben überströmt
wie ein Fluss, der sein Meer erreicht;
und mein Sinnen, das schnelle Gewusel
der Menge, der Handwerker auf der Kuppe
bei der steilen Treppe, der Knabe, der im Lauf
auf den knarzenden Karren springt, alles
scheint im Vollzuge still zu stehen, all dieses Treiben
hat einen Anstrich von Unbeweglichkeit.

Es ist die große Stunde, die Stunde, die uns
die Kiepe heimträgt voll mit der Lese dieser Zeit.

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