Die weibliche Stimme: Clara
Ihr weißes Haar kämmend
Lippen müssen ja verdorren,
Sand die Muschel Herz begraben,
geisterhaft wie weiße Flocken
schleiern fern der Liebe Sagen.
Schnee verbirgt die grünen Orte,
Nebel hüllt das Gold der Tage,
und aus Wäldern duftverloren
wölkt ein treues Lied zu Tale.
Über roten Dämmers Rosen
seufzt ein Vogel blaue Klagen,
Tau des Abschieds küssen Monde
auf den abgeblühten Wangen.
Hör ich wilde Geister pochen,
die ich einst verraten habe,
rufen bange Regentropfen
meinem Herzen „Schlafe, schlafe“?
Rezitation:
Die weibliche Stimme – Clara
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