Tage, Nächte
Das kahle Holz wirft seinen Schatten
auf Saat und Grab, auf Firn und Grün.
Doch Mittagssonne schlürft ihn auf,
er kann des Nachts im Mond nur blühn.
Am Tage wandeln wir im Dunkel,
erlosch in uns das hohe Licht,
in Nächten rührt uns an ein Strahl,
wenn Liebe aus der Ferne spricht.
Was keuchend wir wie Honig fingern
aus warmer Wabendunkelheit,
es tropft, ein sanftes Lied, im Schlaf,
benetzt die Stirn mit Lieblichkeit.
Der Lehm, behaucht mit faulem Odem,
zerfällt, der Klageton verhallt,
der Lichtkristall des Liebesworts
hat sich aus süßem Tau geballt.
Dämonen sind uns Tage, Nächte,
die Sonne trinkt von unserm Blut,
Gezeiten hat vom Mond das Meer,
das in uns braust und blauend ruht.
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