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Stimme, goldne, süße

03.11.2025

Orchislippen, weiche,
streifen dich im Traum.
Glanz an Schlafes Wimpern,
Flocken fühlst du kaum.

Glockenklang, versunken
in der Heimat Maar,
wo ins Blaue steigen
Chöre, Lerchenschar.

Flammenzungen flüstern,
Briefe heißer Hand.
Geisterhafte Funken,
Herz, das sich verbrannt.

Stimme, goldne, süße,
Honiglicht verfließt,
wenn die Dämmerpforte
sacht Selene schließt.

Linnen, Schneegeflimmer,
monden-fahle Glut,
wenn des Mundes Knospe
seufzend auf sich tut.

Trunkner macht als Eos
blasser Rosen Duft
Herz an Herz zu atmen
blauer Nächte Luft.

 

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