Wirbel auf dem Wasser
Wirbel auf dem Wasser,
Höhlungen des Nichts,
die mit Glanz sich füllen,
Schaum des Monds, Chimären.
*
Seufzer, abendlich,
veilchenblasser Lüfte,
Falten, rasch gestrafft
von dämmergrauer Hand.
*
Verse, volle Trauben,
schimmernd unter Ranken.
Wer mag sie pflücken, keltern,
läßt reifen Gold im Dunkel?
Wem gehen auf im Kelch
Blumen des Erinnerns?
*
Scheue Knospe Wort.
Duft, verborgener Sinn.
Wird offen sie dem Licht
die Seele öffnen auch,
die still vorübergeht?
*
Woge, sie verebbt.
Muschel, die im Sand
sie ließ, ein Wunderkind,
träumt ihr, seufzt ihr nach.
*
Trance des Flötenspiels,
schwermutblaue Nacht.
*
Schnee auf Amoretten,
weicher Wehmut Vlies.
*
Morsches Gartentor,
ächzend wie im Schlaf,
wenn die Liebe scheu
auf den Kiesweg tritt.
*
Fahle Aschenglut.
Müder Mund, der haucht,
Funken, blauer Schwarm,
der im Dunst ergraut.
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