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Natur und Kunst VIII

01.03.2018

Die unverständlich schreiben,
sind leidend und von Sinnen
oder müssen übertreiben,
weil Hohles sie umspinnen.

Das hohe Wort ist rein
wie heller Liebe Blick,
es schenkt am Veilchenrain
edlen Duftes Glück.

Bedauern wir die Kranken,
es stammeln ihre Wunden,
unter weicher Klänge Ranken
mögen sie gesunden.

Das Sonnenwort ist Strahl,
der sich im Wasser bricht.
Sichelmond so schmal,
Stille trinkt sein Licht.

Die Glanz aus Gruben schachten,
wo Molch und Schlange schleichen,
soll edler Sinn verachten,
sein Gold nicht Talmi bleichen.

Das schöne Wort ist schlicht,
Mund des Veilchens fein,
lieblich, was es spricht,
es macht dich nicht gemein.

 

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