Vanitas vanitatum
Bevor ich auf die Lichtung noch gelange,
bricht ab mein Lied in asphaltgrauem Schweigen.
Es kann, was dort geblüht, mir fahl nur zeigen
verwehter Duft von orphischem Gesange.
Und will ich an den Strom der Heimat denken,
wie er das Grün der Reben einst gespiegelt,
ist mir, von Schwermut sei das Herz versiegelt,
Schilf seh ich sich in schwarzes Wasser senken.
Geh ich im Traum entlang an Totenmalen
und will der Liebe holde Zeichen lesen,
fühl unterm dunklen Moos ich sie verwesen,
den Mücken gleich im Tau der Blumenschalen.
Und will ich mich zum Buch der Bücher retten
und schlag es auf, wo blind die Finger haften,
sagt mir Kohelet, jähe Tiefen klafften,
da sich die müde Seele wollte betten.
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